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Immer mehr Gesundheitsämter (aktuell 60 von 400 in Deutschland) melden Engpässe und können die Kontaktnachverfolgungen bei Corona-Infektion zum Teil nicht mehr gewährleisten. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat sich wieder erhöht.
Neue Einschränkungen treten in Kraft
Am Dienstag (01.12.2020) sind weitere Einschränkung in Kraft getreten, um die Zahl der Infektionen in Deutschland weiter zu senken. Die Maßnahmen können allerdings in einzelnen Bundesländern und je nach Infektionslage voneinander abweichen.
Angesichts weiter hoher Corona-Zahlen wird der Teil-Lockdown in Deutschland bis zum 20. Dezember verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Für Weihnachten und Silvester sollen Sonderregelungen gelten.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist nicht zufrieden mit den steigenden Infektionszahlen, findet aber nicht, dass die neuen strengeren Maßnahmen zu spät einsetzen. Es gehe nicht darum, immer mehr Regeln zu haben, sagte Spahn im Dlf. Er appellierte an die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger und rief dazu auf, mit dem eigenen „Verhalten im Alltag den Unterschied zu machen, der die Infektionszahlen runterbringt“. Grundsätzlich rechnet er mit einer schwierigen Situation bis zum Ende des Winters.
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Es wird immer enger
Wehe, die Impfstrategie geht nicht auf, weil …
das Virus sich verändert hat
massive Nebenwirkungen bekannt werden
die Menschen sich nicht in ausreichendem Umfang impfen lassen
die Infrastuktur nicht hinreichend funktioniert, um Massenimpfungen durchzuführen
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Meine Meinung
Ich persönlich gehe davon aus, dass CoVid-X sich in die lange Reihe der existierenden Grippeviren einordnen wird. Damit wird es ein Erreger der alljährlich auftretenden Grippewelle. Wenn dem nicht so wäre, gäbe es dieses Jahr keine Grippe. Denn es gibt aktuell faktisch nur CoVid-X. Weltweit. Das belegt der Chart der WHO: Hier klicken.
Im Übrigen rechtfertigen weder die Zahlen, noch die Erhebung ebendieser Zahlen die massiven Maßnahmen und Grundrechteinschränkungen.
Es gibt keine epidemische Notlage nationaler Tragweite!
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… gestorben als unter 40-Jährige. Zwei Drittel der rund 14 000 Corona-Opfer waren älter als 80 Jahre. Etwa die Hälfte der Verstorbenen steckte sich in Pflegeheimen und Kliniken an. Man kann also zunächst einmal ohne Wertung feststellen, dass diese Krankheit – jedenfalls in diesem reichen, medizinisch gut versorgten Land – vorwiegend eine Gefahr für Hochbetagte darstellt. Und dass sie besonders gefährlich für diejenigen ist, die wegen Gebrechlichkeit hospitalisiert sind.
Dieser Befund ist aber in Deutschland ein Politikum. Boris Palmer, der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, sah sich mit einem öffentlichen Scherbengericht konfrontiert, als er, tatsächlich ziemlich unsensibel, sagte, wir retteten in der Corona-Krise womöglich Menschen, «die in einem halben Jahr sowieso tot wären».
Es gibt gute historische Gründe dafür, dass sich in Deutschland jeder Gedanke verbietet, der auch nur in die Nähe einer Unterscheidung zwischen lebenswertem und «lebensunwertem» Leben zu führen scheint.
Insofern sind die Betonung der generationenübergreifenden Solidarität und die Forderung nach Rücksichtnahme auf die Älteren in dieser Zeit völlig richtig. Sie ist aber nicht in jedem Fall so reinherzig, wie sie klingt. Denn erstens wird die Solidaritätsverpflichtung gern als moralisierendes K.-o.-Argument gegenüber denen eingesetzt, welche die gegenwärtige Corona-Politik der Bundesregierung und der Landesregierungen kritisieren, selbst wenn sie gute Gründe haben. Zweitens, und da wird die Sache heuchlerisch, ist den meisten von uns, wenn es nicht gerade um eigene Eltern oder Grosseltern geht, das Leben und Sterben von Hochbetagten in unserer Gesellschaft herzlich egal.
Zugespitzt: Wir tun im Moment alles, damit alte Menschen nicht an Corona sterben, aber wie einsam, wie verzweifelt und wie ungeborgen manche von ihnen sonst sterben müssen, interessiert uns nicht.
Es geht nicht um das Alter insgesamt als problematische Zeit. Nicht um die grosse Mehrheit gesunder, aktiver und materiell abgesicherter Rentner und Pensionäre, die in der grossen, interdisziplinären «Berliner Altersstudie» von 2010 mit zahlreichen, bis heute gültigen Daten beschrieben werden.
Diesen droht gegenwärtig mehr Ungemach durch die Rettungsphantasien besonders eifriger Altenschützer. «Die Corona-Krise führt dazu, dass hergebrachte Ansichten darüber sich wieder ausbreiten, wie alte Menschen angeblich sind», sagt die Berliner Gerontopsychologin Eva-Marie Kessler, «nämlich schwach, senil und im Zweifel unzurechnungsfähig.»
Man darf hoffen, dass die politisch kampferprobten Achtundsechziger, die inzwischen alt sind, sich heute nicht gar so leicht die Butter vom Brot nehmen lassen.
Tätige Solidarität brauchten Menschen, die sich, wie es die Autoren der Studie formulieren, im «vierten Lebensalter» befinden – die Hochbetagten. Deren Situation sehen die Wissenschafter so kritisch, dass sie die immer weitere Verlängerung der Lebensspanne als «fragwürdig» bezeichnen.
«Die Würde des Menschen ist altersabhängig»
«Im sehr hohen Alter, etwa jenseits des 85. Lebensjahres», so das Fazit der Studie, «ist in der allerletzten Phase des Lebens die persönliche, familiäre und gesellschaftliche Not am grössten, und in dieser Altersgruppe geschieht es am häufigsten, dass die Probleme der alten Menschen und derjenigen, die sie betreuen, verdrängt und vergessen werden.»
Wenn es also nicht beim dröhnenden Corona-Pathos bleiben soll, müssen wir dringend darüber reden, wie menschenwürdige Formen des Lebensendes aussehen könnten. Dazu gehört, dass wir uns zu einer ehrlichen Betrachtung der Pflegeheime durchringen. Es ist kein Zufall, dass dort kaum jemand hinwill, der nicht unbedingt muss.
«Pflegeheime sind keine Senioren-Wohnanlagen», sagt Eva-Marie Kessler: «Es sind Einrichtungen für schwerstkranke Menschen.» Diese allerdings werden eben nicht, wie es nötig wäre, von Ärztinnen, Krankenschwestern und Psychotherapeuten betreut, sondern von schlecht qualifiziertem und noch schlechter bezahltem Pflegepersonal. Der Hamburger Psychiater und Altersexperte Josef Aldenhoff formuliert es so: «Die Würde des Menschen ist altersabhängig.»
Angesichts der Freihändigkeit, mit der in Deutschland Steuermilliarden zur wirtschaftlichen Abfederung unterschiedlich wirksamer Anti-Corona-Massnahmen ausgegeben werden, möchte man die kollektiven Rettungsphantasien gern auf die Frage lenken, ob diese Geld-spielt-keine-Rolle-Gesellschaft sich nicht bitte auch einmal des Sterbens annehmen möchte. Der 78-jährige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat dazu das Nötige gesagt, als er in die Corona-Debatte eingriff: «Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen.»
Den Tod kann uns niemand ersparen – auch wenn Wunschvorstellungen über lebensverlängerndes «Bio-Hacking» oder sogar über eine Art digitale Unsterblichkeit des Bewusstseins zunehmen.
Aber könnten und müssten wir es uns nicht leisten, dass jeder Mensch jedenfalls in Würde sterben darf? Und das heisst eben auch und vor allem: nicht allein?
Der Soziologe Norbert Elias hat 1982 in seinem berühmten Essay «Über die Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen» Gründe dafür beschrieben, warum wir den würdigen Tod nicht zum Thema machen, warum wir das Sterben verdrängen, individuell wie kollektiv. In zivilisierten Gesellschaften würden alle «elementaren, animalischen Aspekte des menschlichen Lebens» mit Scham- und Peinlichkeitsgefühlen belegt und «hinter die Kulissen des gesellschaftlichen Lebens verlagert». Das Sterben sei ein «weisser Fleck auf der sozialen Landkarte», schreibt Elias. Die alten kirchlichen Rituale hätten ihre Bedeutung verloren, und neue seien noch kaum an ihre Stelle getreten. So fehle es vielen Menschen gerade dann an Worten und den Ausdrucksmöglichkeiten spontanen Mitgefühls, wenn der Sterbende beides besonders dringend brauche. «Nur die institutionalisierten Routinen der Krankenhäuser geben der Sterbesituation eine gesellschaftliche Gestalt. Sie sind gefühlsarm und tragen viel zur Vereinsamung der Sterbenden bei.»
Daran hat sich auch vierzig Jahre später wenig zum Besseren geändert.
Wir identifizieren uns nicht mit den Sterbenden, vielmehr vollbringen wir gewaltige Verdrängungsleistungen, um Alter und Gebrechlichkeit auf Abstand zu halten – offenbar können wir nur so den Gedanken an den eigenen Tod ertragen. Das hat den Nebeneffekt, dass wir die unglaublich komplizierte politische Diskussion darüber, wie unsere Alten und Schwerkranken denn genau gepflegt werden sollen, wenn wir selbst es nicht tun, gar nicht zu führen brauchen. Hauptsache, sie werden gepflegt.
Der Tod ist eine Zumutung
Wenn man es zynisch sehen will, dann ist auch der Umgang mit der Corona-Pandemie ein Zeichen für die Unfähigkeit der modernen Gesellschaft, den Gedanken an das eigene Ende auszuhalten. Der Tod ist für uns eine derartige Zumutung, dass wir heute um jeden Preis verhindern wollen, dass auch nur irgendjemand an Corona stirbt, wenn wir schon das Sterben an sich nicht verhindern können.
Das restliche, das fortwährende, das unausweichliche Sterben bleibt, wie Norbert Elias es formuliert hat, hinter den Kulissen des gesellschaftlichen Lebens verborgen.
Und bevor wir uns auf eine gemeinsame Anstrengung verständigen, um den Tod in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen, popularisieren wir lieber die Sterbehilfe und den assistierten Suizid. Der Deutsche Bundestag wird dazu ein eigenes Regelwerk beschliessen. Unter Freiheitsgesichtspunkten mag das richtig sein – aber in gewisser Weise ist es für unsere Gesellschaft auch ganz buchstäblich Selbstmord aus Angst vor dem Tod.
Susanne Gaschke ist deutsche Publizistin und Autorin der «Welt». Zuletzt erschien von ihr 2017 in der Deutschen Verlags-Anstalt: «SPD. Eine Partei zwischen Burnout und Euphorie».
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WELT-Leser Markus meint:
Es sind die alten Leute, die sich laut RKI infizieren, es sind die alten Leute, die ins Krankenhaus kommen, es sind die alten Leute, die auf den Intensivstationen liegen und es sind die alten Leute, die an Corona sterben. Statt die alten Leute entsprechend zu schützen, wird das öffentliche Leben runtergefahren, Schulen und der Handel geschlossen. Die Strategie muss mir einer mal glaubhaft erklären.
Lieber Markus, liebe Leser,
auch ohne Corona sind es die alten Leute, die ins Krankenhaus kommen, es sind die alten Leute, die auf den Intensivstationen liegen und es sind die alten Leute, die sterben.
So ist das Leben!
Wir sterben alle mal, gewöhnen Sie sich dran.
Rüdiger Stobbe, 66 Jahre, Blogbetreiber und Autor des …
Der Bundestag darf abnicken, wenn überhaupt:Hier klicken
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Manfred Thöne meint:
Merkel und Söder wollen weiter verschärfen
Man steht da wirklich mit seiner Wahrnehmung vor einem Problem. Wenn die ach so tollen Maßnahmen nicht greifen, dann ist doch klar, daß die Maßnahmen verschärft werden müssen. Wie immer sind diese gehirnlosen Typen nicht mal in der Lage zu hinterfragen, ob das schlicht der normalen Erwartbarkeit im Winter ist, nein, sie wissen alles besser und verschärfen die Maßnahmen. Nachdenken ist ja auch nicht unbedingt die Stärke von solchen Politköpfen; sie entscheiden nach Gutdünken ohne Sinn und Verstand!
Vermutlich macht es sie glücklich die Bürgerschaft mit ihren Maßnahmen zu quälen und klein zu halten. Dies entspricht ihrem Ziel, die Bürgerschaft zu zermürben, um dann die Politik durchzusetzen, die Nicht-Corona-Zielen (Klimaschutz, Gender, Migration usw.) dient.
Eine Prüfung der Verhältnismäßigkeit ist für diese Damen und Herren vollkommen ausgeschlossen. Wieder haben Bundestag und Landtage Abnickfunktion, da sich der Bundestag am 18.11. selbst durch Zustimmung der Änderung am Infektionsschutzgesetz ausgeschlossen hat.
Die abnickenden Blöckflötenparteien sind in dieser Form nutzlos und überflüssig!
Grün-kursives Zitat,die Leserkommentare & kompletten Bericht lesen: Hier klicken
… heißt es zwar:
[…] Die deutsche Intensivmedizin, so Marx, sei „nicht überfordert“, mittlerweile aber sicherlich „bis an die Grenzen des Machbaren gefordert“. […]
Das macht den Titel umso dreister.
Entsprechend empört sind die Leserkommentare. Hier die meist ´geherzten`:
„Die deutsche Intensivmedizin, so Marx, sei ’nicht überfordert‘, mittlerweile aber sicherlich ‚bis an die Grenzen des Machbaren gefordert. ‚ “ Um es in aller Klarheit zu sagen, das sind nicht die Folgen einer beherrschbaren Corona-Epidemie sondern 1., die Konsequenzen einer miserablen Personalpolitik in einem auf Gewinnmaximum optimierten Gesundheitssystems und 2., die Folgen von miserablen gesundheitspolitischen Reaktionen auf das SARS Cov 2 -Virus mit unnötigen Quarantänemaßnahmen gerade für jene, die jetzt in der Pflege und Behandlung denen fehlen, die am Schwersten unter der Infektion leiden. Ich bin Krankenhausarzt und weiß wovon ich rede. Laut Divi gibt es Stand heute noch 5900 frei Betten auf den ITS Stationen in D bei 3900 behandelnden Covid-Patieten und eine Reserve von knapp 12 000 Betten. Parallel dazu werden noch 18 000 andere Pat. auf den ITS in D betreut. Ihre Überschrift ist Framing pur!
von Henrik U.
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Dramatische Behauptungen, aber leider ohne Datenquelle. Das DIVI-Register stützt diese Behauptungen jedenfalls nicht. Und ich glaube dem Herrn auch nicht so ohne weiteres, dass das so einmalig sein soll. Was war dann bei der letzten ernsteren Grippewelle, als mehr Menschen starben? Hat man die zum größeren Teil einfach nicht eingeliefert? Könnte ja durchaus sein, dass man den grippeinduzierten Lungenentzündungsfall im Pflegeheim normalerweise gnädig dahinscheiden lässt, aber heute jeden Covid-Verdachtsfall schleunigst loswerden will – ans Krankenhaus natürlich.
von Armin K.
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„noch nie da gewesen“ stimmt so nicht… jedes Jahr werden im Winter die Intensivkapazitäten ausgereizt. Stand heute sind 3854 COVID 19 Intensivpatienten in den Krankenhäuser. Das DIVI-Register und die Helios Kliniken zeigen noch keine Überbeanspruchung. Einzelne Kliniken mögen an der Grenze sein.. was aber laut Statistiken nicht zu verallgemeinern ist. Die Reserve von ca. 12.000 Betten wurde noch nicht in Anspruch genommen.
von a I.
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Die täglich aktualisierte Faktenlage …
… in Sachen Intensivbetten (immer ab ca. 13:00 Uhr) & Mehr: Hier klicken
Bei dem Film handelt es sich um ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument, dessen Inhalt auch in Zukunft für jedermann zugänglich sein sollte. Deshalb zitiere ich den Film komplett.
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Der Begleittext
Solarpanels, Windkraftanlagen und E-Autos – Umwelttechnologien sollen helfen, die Energiewende zu beschleunigen. Doch in GreenTech stecken Metalle wie Kupfer und seltenere mineralische Rohstoffe. Förderländer in Lateinamerika und Asien zahlen für die grüne Wende einen hohen Preis – denn der Abbau von Lithium hat dramatische Folgen für Mensch und Umwelt. Investigative Reportage.
Angesichts der Erderwärmung ist das Gelingen der Energiewende oberstes Gebot. Um eine Abkehr vom Kohlenstoff im Energiesektor zu erreichen, steigen viele Länder auf umweltfreundliche Technologien um; Solarpanels, Windkraftanlagen und natürlich Elektroautos stehen für saubere Mobilität und Umweltbewusstsein. Doch für die Herstellung von Elektroautos werden große Mengen an Metallen und selteneren mineralischen Rohstoffen wie Graphit, Kobalt oder Lithium benötigt. Auch in Windrädern und Solarpanels stecken Metalle und Seltene Erden. Nach der Abhängigkeit von Erdöl und Kohle begibt sich die Welt in eine Abhängigkeit von Rohstoffen, die der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt sind. Die investigative Reportage nimmt die ZuschauerInnnen mit auf eine Reise zur „dunklen Seite“ der Energiewende. Die Spurensuche führt vom chinesischen Norden über die Salzseen in Bolivien, die Vereinigten Staaten, Norwegen, die Schweiz und Frankreich bis in die Atacama-Wüste in Chile. Die Förderländer zahlen einen hohen Preis dafür, dass die Energiewende in Europa gelingt – denn der Abbau der begehrten Rohstoffe hat dramatische Folgen für Mensch und Umwelt. So paradox es klingt: Weil für klimaneutrale Technologien immer mehr Kohle benötigt wird, gehen die CO2-Emissionen weltweit nicht zurück. Steckt hinter der Energiewende nur ein gigantisches „Greenwashing“? Schaden saubere Energien der Umwelt letztlich mehr als die fossilen Energieträger? Zudem enthüllt die Reportage, dass westliche Regierungen und Unternehmen zahlreiche Expertenberichte über die tatsächlichen Umweltkosten grüner Technologien einfach ignorieren. Denn hinter der sauberen Energie stecken handfeste politische und wirtschaftliche Interessen. So steuert die Welt sehenden Auges auf die nächste Umweltkatastrophe zu. Und der Westen wird immer abhängiger von China als wichtigstem Produzenten mineralischer Rohstoffe und Weltmarktführer bei erneuerbaren Energien.
Die Rede Jörg Meuthens war faktisch ein Nackenschlag für die AfD. Er liefert den Gegnern in Politik und Medien Muntion gegen die Partei auf Dauer. So gehört sich das nicht. Dafür gibt es ´Hinterzimmer`.
Es ist aber nun wie es ist.
Die Partei hat bereits mehrere Häutungsprozesse durchgemacht. Ich vermute, dieses mal wird Jörg Meuthen den Kürzeren ziehen. Vielleicht kommt es gar zu einer Spaltung.
Egal, ähnliches (Lucke, Petry, Poggenburg) hat der Partei nie geschadet. Seit Monaten, seit Jahren ist die AfD in Umfragen der relevanten Institute – vor allem INSA – fast immer zweistellig, liegt immer vor der Linkspartei und der FDP. Die AfD hat einen treuen Wählerstamm, der eingedenk der katastrophalen Wirtschaftspolitik im Rahmen der angeblichen Corona-Krise – es ist praktisch eine Regierungskrise mit hausgemachtem wirtschaftlich-gesellschaftlichem Niedergang – im nächsten Jahr wieder und weiter wachsen wird.
Das Gerede von den Rechtsradikalen, den Extremen, den Antisemiten in der AfD und die Unterstützung derselben in der – Querdenker – Gesellschaft durch die AfD ist das Narrativ, an das sich der politische Gegner klammert. Vernünftige, stichhaltige Argumente hat er nicht. Ich beobachte seit Jahren die thematisch relevanten Bundestagsdebatten. Den meisten Redner der Afd können die Blockparteien = Diese stimmen immer geschlossen gegen die Anträge der Partei, nichts sachlich Vernünftiges entgegenhalten. Also wird diffamiert, diskreditiert und verunglimpft. Direkt oder versteckt.
Ein ´feines` Beispiel liefert am 28.11.2020 Phönix:
Oder auch dies hier: Hier klicken Ein charakterloser Hampelmann berichtet
Oder auch dies hier: Hier klicken Die AfD ist verfassungsfeindlich? Doch wohl eher der ÖRR mit seinen Falschbehauptungen – Missbrauch der Meinungsfreiheit – in Sachen AfD, oder?
Seit die AfD von 12,6 % der Wähler 2017in den Bundestag gewählt wurde, wird sie diskreditiert und in die rechte Ecke gestellt. Als Beispiel der Diffamierungsartikel von Christoph Butterwege, der am 24.10. 2018 in der ZEIT erschien: Hier klicken
Bereits der Aufmacher des Artikelssignalisiert verklausuliert aber unmissverständlich die gemeinte Richtung: Die AfD sei die Nachfolgepartei der NSDAP. Was selbstverständlich vollkommener Unsinn ist und ausführlich belegt wird ==> Hier klicken.
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Das Interview, dass der Dlf am 30.11.2020 mit dem Vorsitzenden Tino Chrupalla führte:
Die Zusammenfassung des Interviews in den Nachrichten des Dlf
Der AfD-Vorsitzende Chrupalla hat dem Eindruck widersprochen, seine Partei sei nach dem Bundesparteitag im nordrhein-westfälischen Kalkar zerstritten.
Chrupalla sagte im Deutschlandfunk, es habe eine heftige Diskussion gegeben. Man sei eine lebendige Partei. Die Aussprache habe die AfD weitergebracht. Eine pauschale Ablehnung der sogenannten Querdenker-Bewegung und ihrer Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen lehnte Chrupalla ab.
Kontroverse Debatte über Meuthen-Rede
Der dem Thema Sozialpolitik gewidmete Parteitag war von einer Diskussion über die Eröffnungsrede des Ko-Vorsitzenden Meuthen geprägt. Dieser hatte vor Begriffen wie „Corona-Diktatur“ und einer zu großen Nähe zu der Querdenker-Bewegung gewarnt. Es gab einen Antrag, die Äußerungen Meuthens zu missbilligen. Eine knappe Mehrheit beschloss jedoch, darüber nicht abzustimmen.
Unsere Hauptstadt-Korrespondentin Nadine Lindner kommentierte im Deutschlandfunk, vom Parteitag blieben statt der Rentenpolitik die tiefen Gräben in Erinnerung. Die Partei sei zerrissen, es habe eine „verbale Saalschlacht“ gegeben. […]
Der Kommentar vom Nadine Lindner, Dlf, 29.11.2020:
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Werner Bläser meint:
Die AfD hat endlich ein sozialpolitisches Konzept verabschiedet. Dass das überhaupt so lange gedauert hat, ist bedauerlich. Denn wenn die Partei nicht vom Image der reinen Protestpartei weg kommt in Richtung einer normalen Partei mit breitgestreuten konkreten politischen Lösungsansätzen auf vielen Feldern, dann wird die Wählerbasis beschränkt bleiben.
Ebenso beschränkt wird die Wählerbasis bleiben, wenn es immer wieder einzelne Mitglieder gibt, die verbal ungeschickt aus der Reihe tanzen und politisches Porzellan zerschlagen. Deshalb hat Jorg Meuthen völlig recht, wenn er mehr Disziplin anmahnt. Wähler wählen Protestparteien, wenn sie akute Krisen wahrnehmen – und hier liegt die Betonung auf „wahrnehmen“. Wenn Wähler in ihrer grossen Mehrheit mit der Richtung der herrschenden Politik einverstanden sind, haben Protestparteien wenig zu melden. Zwar müssen sie weiter aufnahmefähig sein für diejenigen, die andere Meinungen als der Mainstream haben, sie müssen sich aber für Wähler der Mitte öffnen.
Denn Wähler sind in ihrer politischen Ausrichtung in fast allen Ländern statistisch „normalverteilt“, das heisst, am meisten zahlenmässiges Wählerpotential gibt es in der Mitte, nicht an den Rändern.
Die AfD, wenn sie Erfolg haben will, muss von den Grünen lernen. Ja, ausgerechnet von den grünen Chaoten!
Natürlich nicht inhaltlich, aber aus deren Verhalten. Die Grünen begannen, Ältere wissen das noch, als wirres Konglomerat aus allen möglichen Grüppchen. auf die traf Gaulands Spruch vom „gärigen Haufen“ ebenso, oder noch mehr, zu als auf die AfD heute. Und man sehe sich die Wahlergebnisse der grünen Wirrpartei an: In den 80iger und 90iger Jahren krebsten sie bei Bundestagswahlen zwischen 1,5 und 6,7% herum; ihr Rekordwahlergebnis lag dann 2009 bei 10.7%, dann kam ein kleiner Rückschlag, und dann der Aufstieg zur heutigen Grösse.
Dies ging einher mit einer Domestizierung der grünen „Fundis“ und mit Marginalisierung von Irren wie den Befürwortern der Legalisierung von Kindersex, usw..
Natürlich gibt es bei den Grünen noch genug Unsinniges, sogar Gefährliches, vor allem in der Wirtschafts-, Umwelt- und Kulturpolitik . Aber die grellsten, ins Auge springendsten Irrwitzigkeiten hat man schön unter den Teppich verbannt. Nur so ist es den Grünengelungen, mit einem Personal, das in fast grotesker Weise unqualifiziert ist, und einer Politik, die für Wirtschaftskundige den sicheren Weg des Industrielandes Deutschlands in den Abgrund bedeutet, beim Wähler so viel Boden zu gewinnen.
Die Grünen geben sich mittlerweile überwiegend staatstragend – auch wenn das Fassade ist.
Ihre Ideologie ist in alle Altparteien hineingesickert wie ausgelaufenes Öl, das in den Boden und ins allgemeine Grundwasser gelangt.
Geschafft haben sie das nur, indem sie die äussere Form ihres politischen Diskurses an die Vorstellungen der Mitte anpassten: weg vom knalligen, wilden Protest, hin zur äusserlich braven, koalitionsfähigen Partei. Der ehemalige hessische Ministerpräsident Holger Börner äusserte einst, dass er die Grünenam liebsten mit Dachlatten bekämpfen würde – das ist jetzt ferne Vergangenheit.
Die Grünen werden selbst von der CDU mittlerweile als der Koalitionspartner hofiert, in BW und anderswo ist es schon Realität.
Natürlicher Koalitionspartner der CDU wäre EIGENTLICH die AfD, von ihrer Programmatik her! Verbale und inhaltliche Verirrungen, wie z.B. antisemitische Äusserungen von einzelnen Wirrköpfen in der AfD, sind aber für die Koalitionsfähigkeit verheerend. Parteiausschlüsse sind auf Dauer keine Hilfe, denn die Verfahren dazu sind zu schwergängig.
Natürlich kann eine Partei auch politischen Einfluss ausüben, ohne Koalitionspartner zu sein – allein durch ihre Existenz, wenn sie droht, den Konkurrenten Stimmen wegzunehmen, falls die bestimmte Wählergruppen vernachlässigen. Diese Politik hat die AfD bis jetzt recht gut verfolgt.
Aber um einen Schritt weiterzugehen – Wähleranteile von 25% und mehr sind bei der nächste BT-Wahl für die AfD kaum realistisch – dann muss sie bündnisfähig werden. Zumal eine relativ junge Partei in einer Koalition mit einer Partei der Mitte erstens sachlich lernen kann, zweitens vom Image her politisch „gesellschaftsfähig“ wird.
Die Partei muss also den Spagat versuchen, weiter konservative Protestwähler rechts der Mitte zu vertreten, andererseits aber auch erstens durch eine breite Programmatik auf ALLEN Politikfeldern und zweitens durch „staatstragende“, weniger aneckende Aussendarstellung mehr Wähler der Mitte anzuziehen. Denn in der Mitte liegt der grosse Fundus an Stimmen, der Machtbeteiligung ermöglicht – nicht an den Rändern.
Die Chancen dazu stehen gar nicht so schlecht, weil das personifizierte schwarzgrüne Unglück namens Merkel bald Geschichte sein wird; dann werden in der CDU möglicherweise die Karten neu gemischt und erste kleine Schrittchen hin zu einer Ent-Dämonisierung der AfD in der Wahrnehmung der CDU wären vielleicht möglich.
Das sollte man sich nicht durch Disziplinlosigkeit verbauen.
Damit stellt sich der Deutschlandfunk ein journalistisches Armutszeugnis aus.
Der Mann, über den berichtet wird, wankt durch die Parteien- und Berufswelt, taumelt durch das Leben, ist wahrscheinlich ein Narziss allererster Güte und macht bei alledem einen sehr unsympatischen Eindruck.
Wenn Menschen dieses Kalibers von einem einstmals renommierten Sender herangezogen werden müssen, wenn mit solchen Menschen ein aufwendiger Bericht gemacht wird, um die AfDwieder mal zu diskreditieren, dann begibt sich der Deutschlandfunk auf die Ebene Süddeutsche/Spiegel, die unter Missachtung aller Regeln von Staaten untereinander den FPÖ-Politiker Strache zu Fall brachten und Österreich in eine Regierungskrise stürzten.
Es ist ganz sicher so, dass sich Menschen – egal welcher Couleur – insbesondere unter Alkoholeinfluss im privaten Bereich aber auch auf „Partei-Sausen“ sehr häufig in einer Art und Weise verhalten, die sie sofort als unfähig für irgendwelche verantwortungsvolle Positionen ausweisen würde. Deshalb gab und gibt es für Medien eine „Berichtschwelle“. Ob diese in Ordnung ist, sei daheingestellt. Dass diese Schwelle bei der AfDoder bei Personen, die nicht mehr „erwünscht“ sind (z. B. Bundespräsident Wulff), wo immer möglich überschritten wird, ist auch ein Beleg für die mittlerweile um sich greifende Charakterlosigkeit im Haltungsjournalismus. Insofern ´passt` der Bericht:
Grün-kursives Zitat & kompletten Bericht lesen: Hier klicken
Clemens Torno ist 30 und immer noch ein Suchender. Er beendete zwei Berufsausbildungen, trat aus der Kirche aus und zum Buddhismus über, und hat inzwischen drei Parteien hinter sich gelassen.
Von der CDU, in die er mit 15 eintrat, trennte er sich nach neun Jahren. Bei den Piraten blieb er nur ein halbes, von der AfD verabschiedete er sich am Vorabend ihres Parteitages nach sechs Jahren. Die Austrittserklärung lässt er per Gerichtsvollzieher zustellen. …
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Den Bericht des Dlf vom 30.11.2020 komplett hören:
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… „Mit geht’s auch darum, dass ich einen Nachweis habe, es ist zugestellt. Es ist gerichtsfest und die AfD kann das dann nicht leugnen, dass ihr das zugegangen ist, wie sie ja vieles leugnet, vom Klimawandel bis Corona.“
Niemals Lügenpresse, jedoch empfänglich“
Er tritt auch aus der AfD-Fraktion in Berlin-Mitte aus, sein Mandat behält er. Direkt vom Amtsgericht in Mitte kommt der nun Ex-AfDler zum Interview, mit der – wie er es früher genannt hätte – Lügenpresse. Er lacht.
„Also für mich war die Presse niemals Lügenpresse, jedoch war ich für so was mitunter auch empfänglich.“
Den Parteiaustritt hatte er länger vor, sagt der junge Mann mit dem kahlgeschorenen Kopf. Der Eklat im Bundestag, als AfD-Gäste Abgeordnete bedrohten**, machte das Fass voll.