Nachlese: AfD-Parteitag in Kalkar 21. bis 22.11.2020

Nachdem sich die Gemüter beruhigt haben …

… hier die Nachlese:

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Ein Gedanke zu „Nachlese: AfD-Parteitag in Kalkar 21. bis 22.11.2020“

  1. Nachtrag: Leute, Hand aufs Herz, wie haltet Ihr es eigentlich mit dem Stehlen? Macht Ihr nicht? Naja, diese Moral ist vielleicht nicht immer das Klügste. Wie haben sich China und – vorher – Japan in die Spitze der Wirtschaftsmächte gearbeitet? Indem sie westliche Technologie nachmachten – böse Zungen wie meine würden sagen: gestohlen haben.

    Gestohlen wird auch in der Politik. Angela Merkels berühmte Strategie der „Asymmetrischen Demobilisierung“ (nicht in Wikipedia nachsehen, der Artikel ist grottenschlecht) ist eigentlich purer Diebstahl. Sie beruht darauf, Standpunkte der politischen Konkurrenz ganz oder teilweise zu übernehmen, um den anderen Parteien so den Wind aus den Segeln zu nehmen. Diese Strategie ist die Ursache für die Sozialdemokratisierung (und teilweise auch Vergrünung) der CDU.
    Sie beruht im Kern auf Merkels Lieblings-Umfrageforschern, die ihr eingeflüstert haben, die Gesellschaft habe sich insgesamt sehr stark nach links bewegt. Zum (kleineren) Teil mag da sogar was dran sein, die meisten Leute sind heute bei Themen wie Homo-Ehe und ähnlichem sehr viel toleranter als früher (meiner Meinung nach sogar zu Recht).
    Aber wie man am Erfolg der AfD und am zahlenmässigen Niedergang der CDU sieht, scheint das so wie von Merkels Einflüsterern gedacht wohl doch nicht auf ALLEN Feldern zu stimmen. Beim Thema Migration und Multikulti, oder Gender, zum Beispiel sicher nicht.

    WAS ALSO TUN?
    Nun, viele ehemalige CDU-Wähler sind schon zur AfD abgewandert – Gauland ist das hervorstechendste Beispiel. Aber meiner Meinung nach ist da noch viel zu holen. Machen wir doch einfach mit der CDU das, was diese mit der SPD gemacht hat: Klauen wir deren alte Themen und stibitzen wir so noch mehr von ihren Wählern. Die CDU ist schliesslich – trotz Schrumpfung – immer noch grösste Partei, und da ist eben auch noch am meisten zu holen.
    DEMOBILISIEREN WIR DIE CDU-WÄHLER ASYMMETRISCH!

    Wenn man das AfD-Wahlprogramm betrachtet, liest sich das sowieso in Teilen wie alte CDU-Programme. Wir sollten das viel stärker herausstellen und noch viel mehr alte CDU-Inhalte publikumswirksam übernehmen!
    Und stellt Euch doch das diebische Vergnügen der AfD vor, wenn die CDU sich gezwungen sehen wird, ihre eigenen alten Programmpunkte – weil es jetzt AfD-Programmpunkte sind – zu desavouieren!
    Wie würde das wohl in den Augen der alten CDU-Wähler aussehen? Und Alte hat die Partei genug in ihrem verbliebenen Wählerstamm. (Die CDU hat ja das höchste Durchschnittsalter unter ihren Wählern.) Das bedeutet, die können sich noch gut an das erinnern, was die CDU früher war.
    Und viele von denen wählen CDU erstens aus purer Gewohnheit, zweitens, weil die AfD von der Presse verteufelt wird, und drittens, weil einzelne AfD-Wirrköpfe immer wieder aus der Reihe tanzen und das Partei-Image schädigen.

    WIE IST DAS (der Wählerklau) ZU TUN?
    Andere vergleichbare Parteien in Europa haben es geschafft, Grössen zu erreichen, die sie regierungsfähig machen. Die FPÖ war in Wien an der Regierung, die SVP ist in der Schweiz seit langem stärkste Kraft und in der Regierung, in Italien hat Beppe Grillos 5-Sterne-Bewegung es ebenfalls bis ganz nach oben geschafft (letztere sind inhaltlich-politisch mit uns nicht ganz vergleichbar, aber in ihrem Werdegang durchaus).
    Auch von den „Grillisten“ kann man durchaus einiges lernen – zum Beispiel, wie man Parteidisziplin aufrechterhält. Oder auch den intelligenten Gebrauch des Internets in der innerparteilichen Kommunikation und Organisation.
    Unsere Aussendarstellung per Werbung in normalen Zeitungen zu platzieren, verbietet sich aus verschiedenen Gründen. Es wäre viel zu teuer und einige Zeitungen würden die Aufträge wohl gar nicht annehmen.
    Aber in Deutschland gibt es mittlerweile ein blühendes konservatives Blog-Wesen – dieser Blog hier ist ja nur EIN Beispiel von vielen. Die grössten unter denen werden pro Tag häufiger angeklickt als mittlere Zeitungen und Zeitschriften. Und viele wären sicher offen für Werbeanzeigen der AfD, sogar zu bescheidenen Gebühren. Darin könnte sich die AfD quasi als legitime Erbin von Leuten wie Adenauer oder Kohl darstellen. Und die heutige CDU als dekadente Abirrung.
    Auf diese Weise könnte man auch die Linkspresse und die Rundfunkmedien einfach umgehen, die in Bezug auf die AfD ja nur zwei Handlungsweisen kennen: entweder beschimpfen oder ignorieren.
    Also: Schauen wir uns um und lernen wir von anderen. Denn:
    GUT GEKLAUT IST BESSER ALS SCHLECHT ERFUNDEN.

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