Kampf der Kulturen, oder was?

Heute besucht der Papst 5 Stunden die Insel Lesbos und das Internierungslager Freiheit (1)Moria. Anschließend wird er mit 8 Flüchtlingen eine Mahlzeit zu sich nehmen. Zum Schluss findet am Strand eine kleine kirchliche Feier statt. In diesem Rahmen wird der Papst einen Kranz in´ s Meer werfen (lassen). Zum Gedenken an die vielen auf der Flucht Ertrunkenen. Nach ein paar Minuten nimmt er seinen Sekretär zur Seite und sagt leise: „Schade, niemand ist hinterher gelaufen.“

Vielen guten Menschen wird diese Geschichte nicht gefallen. Weniger wegen des Papstes und dessen Verunglimpfung. Nein, wegen der satirischen Instrumentalisierung der vielen Toten, die im Mittelmeer ja tatsächlich  ertrunken sind. Inkl. des kleinen Jungen, der so schrecklich süß und tot am Stand lag.

Warum diese Geschichte?  

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Kurznotiz: ´Schmähgedicht`

Angela Merkel hat die richtige Entscheidung getroffen. Die Judikative soll entscheiden. Die Kanzlerin macht den Weg frei.

Meine Argumentation in den Artikeln vom 12.4.2016  und vom 14.4.2016  ist zum Teil in der Begründung der Kanzlerin zu erkennen.

Die politische Vernunft hat gesiegt. Leider nur in diesem Fall.

Dass der § 103 StGB abgeschafft werden soll, ist zu verkraften und verständlich. Keine Bundesregierung, kein Bundeskanzler will und soll noch mal in eine solche Bredouille kommen.

Ein Freibrief für Unverschämtheiten und massive Beleidigungen so genannter Satiriker ist es gleichwohl nicht.

 

´Ein dreckiger Deal`

So ist der heutige Kommentar von Joachim Zinsen in den LogoAN vom 15.4.2016, Seite 2 betitelt.

Dreckige Deals
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Diesem Kommentar ist vollumfänglich zu zustimmen.

Es handelt sich genau genommen um mehrere Deals, die angedacht sind. Dreckig sind sie alle. Genau wie der Türkei-Deal. Menschen zu tauschen, ist Menschenhandel.

Ohne wenn und aber.

Das Dilemma, der große Fehler der EU, insbesondere Deutschlands ist in der Tatsache begründet, dass man mit seinem politischen  Handeln ´menschlich` und ´gerecht` erscheinen will.

Oberste Prämisse:

Europa schottet sich nicht ab. Jedem Einzelnen soll Gerechtigkeit widerfahren.

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Der Originaltext ´Schmähgedicht` – Nicht jugendfrei. Muss m. E. unbedingt indiziert werden!

Dem Deutschlandfunk ist es zu verdanken, dass der Originaltext des ´Schmähgedichtes`, eingebettet in den Gesprächskontext der Sendung DeutschlandfunkNeo Magazin Royale des ZDF, als Abschrift zur Verfügung steht. Ich habe eine PDF der entsprechenden Internetseite erstellt und mache diese hier öffentlich zugänglich. Falls die Seite des Deutschlandfunks aus welchen Gründen auch immer gesperrt werden sollte.

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Der Pudel

Ist es Satire? Ist es Kunst? Ist es Meinungsäußerung? Ist es Beleidigung? Ist es strafbar? Oder ist es einfach nur ´ asi `=asozial  ?  …………..

Fragen über Fragen.

Pudel
Quelle: Wikipedia

Was aber ist des Pudels Kern?

Nein, nicht Mephisto. Heute nicht.

Es ist die  politische Korrektheit.

Fällt eine Aussage, ein Gedicht, ein ´ Was auch immer` in den Bereich des wohlgelittenen, dessen, was  unsere gesellschaftlich Relevanten für ´richtig` erachten, dann werden Begriffe wie Satire usw. verwendet. Dann ist auch die allergrößte Beleidigung in Ordnung, nein, sie wird gar zur Kunst, zum Meisterwerk usw. erhoben.

Fällt eine  Äußerung  in den Bereich des politisch Unkorrekten, wird daraus Rassismus, Dreck, ….phob usw. usw.

Man denke mal an Etwas mit dem Inhalt „Afrika, Schwarze, schnackseln, lebensfroh, Tanz, Singen, gebärfreudig.“

Da wäre sehr schnell Schluss mit lustig, mit Satire oder Meinungsfreiheit. Die Zahl der Anzeigen gegen die Urheber schnellten in die Höhe. M. E. zu recht.

Genau  wie die Anzeige des Herrn Erdogan berechtigt ist. Und z. B.  das Löschen der „Satire“ aus der ZDF- Mediathek und anderen Portalen.

Vollkommen berechtigt!

Unverschämtheiten, Beleidigungen usw. bleiben genau das, auch wenn sie verbrämt sind.*

Es zählt das Empfinden der Betroffenen, hier Herrn Erdogans.  Fühlt er sich in seiner Menschenwürde – zur Erinnerung: Auch ein Grundrecht – beeinträchtigt, kann er gegen das  „Kunstwerk“ (Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Springerverlag**) vorgehen. Auch dann, wenn die Ergüsse nach Meinung etlicher Menschen (siehe Petition der über 100.000) in Ordnung, weil politisch korrekt sind. Das aber  ist kein Kriterium. Nicht für den Rechtsstaat.

Im Zweifel soll, muss ein Gericht prüfen und entscheiden. Dafür ist es da.

*Wobei Herr Böhmermann dankenswerterweise in der Anmoderation seines Schmähgedichtes bereits vollkommen richtig angemerkt hat, dass das, was im Anschluss kommt, in Deutschland nicht erlaubt und strafbar sei.

**Axel Springer rotiert in seinem Grab. Ganz sicher.

Laufhaus – Damen – Freier

Der Ort

Mitten in Aachen, nicht weit von Dom und Rathaus, wird das neue Nikolausviertel entstehen. Ein Parkhaus soll abgerissen werden und auch das altehrwürdige, faktisch dreckig und verkommene „Sträßchen“, der Aachener Puff, wo mehr oder weniger hübsche Damen mehr oder weniger freiwillig ihre sexuellen Dienste anbieten, wird der Abrissbirne zum Opfer fallen. Geplant sind Grünflächen, eine Kindertagesstätte und, man lese und staune, das neue Laufhaus. Der Puff von Aachen ist mitten in Aachen und so soll es bleiben. Meinen jedenfalls die Großkopferten. Ein Schelm, wer Spezielles dabei denkt. Ist  der Weg von Kirche oder Rathaus zur ´Entspannung` doch so kurz, dass ein Fahrrad dorthin fast schon zu viel wäre.

Die Damen

Die allermeisten Frauen im Bereich Prostitution arbeiten mehr oder weniger unter Zwang. Allein Geld für „Schutz“ abgeben zu müssen, die über allem schwebende Gewaltandrohung, das „verkauft“ werden können, das beliebige Verfügbarmachen, also bitte:

Was ist das anderes als Zwang?

Krimineller Zwang. Gut, es mag Damen geben, die auf eigene Rechnung arbeiten. Die allermeisten Frauen aber, vor allem die aus dem Ausland „importierten“ – das sind mittlerweile die allermeisten -, arbeiten unter Zwang, sind faktisch Zwangsprostituierte.

Die Herren

Bei dieser Sachlage ist es seltsam, den Hebel beim „Freier“ ansetzen zu wollen. Nimmt dieser die Dienste einer Prostituierten, die unter Zwang arbeitet, in Anspruch, droht ihm Bestrafung. Allerdings muss ihm nachgewiesen werden, dass er davon wusste, von der Tatsache, dass es sich um eine Zwangsprostituierte handelte, mit der er sich vergnügte.

Der gesunde Menschenverstand blitzt auf.

Wenn die Staatsanwaltschaft diesen Beweis führen kann, warum,  um Himmels willen, soll sie gegen Freier vorgehen? Warum wird nicht gegen die Männer und Frauen vorgegangen, die den Zwang auf die Prostituierten ausüben? Die Zuhälter, die Menschenhändler, die Schläger, die Eintreiber, die Vergewaltiger („Zureiten“), die Puffmüter,  all´diese kriminellen Gestalten, die Milliardenumsätze gerieren und sich das Leben gut gehen lassen. Da muss angesetzt werden. Da gibt es ausreichend gesetzliche Handhabe. Man muss es nur wollen und tun.

Und kein Laufhaus mitten in Aachen bauen.

Ein Kommentar zum Thema erschien heute in den LogoAN

Marco Rose arbeitet die  Problematik Zwangsprostitution – Freier auf. Lesen Sie den klugen Kommentar hier

Kurznotiz: Arbeitssklaven in Katar

Es kocht momentan wieder hoch. Vollkommen zu Recht. Die Haltung von Menschen wie Sklaven, damit u. a. die Infrastruktur für die

Fußballweltmeisterschaft 2022 

rechtzeitig fertig wird,  wird medial thematisiert. Leider nur sehr moderat. Die Forderung nach Vergabe an ein anderes Land als Katar wäre angemessen. Müssten es nicht die armen Menschen, die meist aus Asien kommen, denen es mit ihren Familien dort noch schlechter, als in Katar und anderen Arabischen Staaten geht, ausbaden. Der Westen schaut zu. Und profitiert. Der Westen mit seinen westlichen Werten.