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Maske tragen ist auf lange Sicht gesundheitsschädlich!
Seit Beginn der Coronakrise …

… wird Mund-Nasen-Bedeckungen weltweit eine lebensverlängernde Wirkung zugeschrieben. An der Maskenpflicht zu rütteln, gleicht einem Sakrileg. Längst ist die Maske zum Synonym für den Gehorsam gegenüber den Maßnahmen der Regierung geworden.
Doch weder internationale Institutionen wie die WHO noch nationale wie das RKI belegen mit fundierten wissenschaftlichen Daten einen positiven Effekt. Eine wissenschaftliche Evidenz für ihren Nutzen gibt es nicht. Zwar kam eine Meta-Analyse der WHO im vergangenen Juni zu dem Ergebnis, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung das Infektionsrisiko um 85 Prozent senken kann. Doch bezieht sich darin nur eine einzige der 172 ausgewerteten Studien direkt auf SARS-CoV-2.
Nun offenbart eine umfassende Meta-Studie, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen Masken verursachen können. „Ist eine Maske, die Mund und Nase bedeckt, frei von unerwünschten Nebenwirkungen im täglichen Gebrauch und frei von potentiellen Gefährdungen?“, fragen die Autoren der am 20. April veröffentlichten Arbeit, die 65 Publikationen auswertet.
44 dieser Arbeiten wurden für eine quantitative Auswertung herangezogen, die in unterschiedlichen Kategorien „erhebliche unerwünschte Wirkungen von Masken“ aufzeigt. Die Autoren wiesen eine statistisch signifikante Korrelation zwischen den negativen Begleiterscheinungen der Blutsauerstoffverarmung und der Müdigkeit bei Maskenträgern nach.
„Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten“
Die Auswertung zeigt Veränderungen in der Atmungsphysiologie von Maskenträgern mit einem gehäuften gemeinsamen Auftreten von Atmungsbeeinträchtigung und einem Abfall der Sauerstoffsättigung (67 %), N95-Maske und CO2-Anstieg (82 %), N95-Maske und Abfall der Sauerstoffsättigung (72 %), N95-Maske und Kopfschmerzen (60 %), Beeinträchtigung der Atmung und Temperaturanstieg (88 %), aber auch Temperaturanstieg und Feuchtigkeit (100 %) unter den Masken. Ein längeres Maskentragen in der Bevölkerung könnte in vielen medizinischen Bereichen zu relevanten Effekten und Folgen führen, so die Wissenschaftler.
Das Tragen von Masken führe zwar nicht durchgängig zu klinischen Abweichungen von der Norm. Jedoch sei aufgrund der langen Tragezeit eine deutliche Verschiebung in die pathologische Richtung, eine pathologische Langzeitfolge mit klinischer Relevanz zu erwarten. Dazu zählen neben Arteriosklerose und koronaren Herzkrankheiten auch neurologische Erkrankungen.
Bedrohlicher noch: „Maskentragen hat das Potenzial, eine chronische Stressreaktion auszulösen, die durch Blutgasveränderungen induziert und von Gehirnzentren gesteuert wird. Diese wiederum induziert und löst die Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems und das metabolische Syndrom mit kardiovaskulären und neurologischen Erkrankungen aus.“
Theoretisch reichen die durch die Masken induzierten Effekte des Sauerstoffabfalls im Blut und des Kohlendioxidanstiegs bis auf die zelluläre Ebene und verstärkten entzündungs- und krebsfördernde Effekte. Dagegen wirken die Kurzzeiteffekte bei zunehmender Maskentragezeit geradezu belanglos: Kohlendioxid-Retention, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfungsgefühl, Hautreizungen (Rötung, Juckreiz) und mikrobiologische Kontamination (Keimbesiedelung).
„Erhebliche nachteilige physiologische und psychologische Auswirkungen“
Diese Ergebnisse decken sich mit einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC vom Juni vergangenen Jahres, die darüber hinaus noch die Nutzlosigkeit der Mund-Nasen-Bedeckungen aufzeigte. Erst im Januar attestierte eine wissenschaftliche Analyse der Stanford University dem Tragen von Gesichtsmasken „nachweislich erhebliche nachteilige physiologische und psychologische Auswirkungen.“
Ein Teil der Lockdown-Debatte sollte dieser richtungsweisende Aspekt der Schlussfolgerung in der aktuellen Meta-Studie werden: „Neuere Studien zu SARS-CoV-2 zeigen sowohl eine deutlich geringere Infektiosität als auch eine signifikant niedrigere Fallsterblichkeit als bisher angenommen, da berechnet werden konnte, dass die mittlere korrigierte Infektionssterblichkeitsrate (IFR) 0,10 % an Orten mit einer unterdurchschnittlichen globalen COVID-19-Populationssterblichkeitsrate betrug.
Anfang Oktober 2020 gab die WHO außerdem öffentlich bekannt, dass die Hochrechnungen zeigen, dass COVID-19 für etwa 0,14 % der Erkrankten tödlich verläuft – im Vergleich zu 0,10 % bei der endemischen Influenza, was ebenfalls weit unter den Erwartungen liegt.“
Guten Morgen, liebe Leser!
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Der Firnis der Zivilisation ist dünn!
Corona-Mutationen: Wie gefährlich sind sie?
Reitschuster: Corona, Impfung, Grippe – Ein Gastbeitrag von …
… Prof. Dr. Stephan Luckhaus,
Universität Leipzig, Mathematisches Institut
Ist Corona gefährlicher als die Impfung oder die Grippe?

Diese Frage bedarf einer dringend notwendigen Diskussion, die nicht durch Desinformation ersetzt werden sollte. Lassen Sie mich gleich sagen, beantworten kann ich die obige Frage bezüglich der Impfung natürlich nicht. Der Grund ist eigentlich ein positiver. Bei unter 70-Jährigenmoreentwickelt sich nur sehr selten aus der Covid-19-Infektion die SARS-typische Erkrankung. Wir müssten also zwei seltene Ereignisse vergleichen, z.B. den Tod nach einer Impfung und den Tod nach der Covid-Infektion. Und für die Impfung haben wir noch keine guten Daten. Für Covid selbst dagegen schon.
Ich werde nicht müde, in diesem Kontext, die Genfer SEROCoV-Pop-Studie zu zitieren. Dort wurde durch Antikörpertests nachgewiesen, dass mindestens 10 Prozent der dortigen Bevölkerung Anfang Mai 2020 die Infektion durchlaufen hatte. In der Altersgruppe der 50-64-Jährigen hatten ca. 10300 Genfer eine Immunantwort in Form eines nennenswerten IgG-Antikörpertiters, spezifisch für Covid. In dieser Altersgruppe waren bis zum 6.6.2020 16 Covid-Tote zu beklagen, also Tote, die maximal 28 Tage vorher PCR-positiv getestet waren. Macht eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 1,6 Promille, an der Infektion zu sterben, wenn man sich infiziert hat. Das ist die sogenannte I(nfection) F(atality) R(ate). Wenn es manchen Virologen passt, werden solche seriösen Studien immer wieder in Frage gestellt oder unterschlagen. Oft werden dann andere Studien zitiert, in denen die Anzahl nachgewiesener Infektionen mit den Covid-Todesfällen verglichen werden, die sogenannte C(ase) F(atality) R(ate), ohne dass je eine Studie durchgeführt wurde, um die Gesamtzahl der Infektionen in der Bevölkerung zu bestimmen. Die Aussagekraft dieser Studien ist Null, solange man keine Schätzung für die Dunkelziffer der nicht entdeckten Covidinfektionen hat. Auf randomisierte Tests wie in Genf kann man nicht verzichten.
Was sagen die Genfer Zahlen über die Gefahr, die von Corona ausgeht
[…]
Manfreds Kolumne: Coronafrühling
Die letzten Tage des Monats April …
… sind sonnendurchflutet, allerdings nur mäßig warm für diese Jahreszeit.
Wir befinden uns in einer Hochdrucklage mit kühlen Winden aus nördlichen Richtungen. Die Nächte sind frostig und morgens sind die Wiesen mit Raureif bedeckt.
Längere Wanderungen hier bei uns im Bergischen Land sind erst sinnvoll ab der Mittagszeit, es sei denn, man ist gefühlter „Eismann“. Die letzten warmen Tage hatten wir Ende März und von den Empfindungen her ist diese kühle Zeit ein leichter Rückschritt. Der tägliche Zuwachs an Sonnenlicht liegt so bei 5 Minuten täglich und das bedeutet in der Woche ca 1/2 Stunde mehr Licht pro Woche. Die graue, farblose Winterzeit in der Natur wandelt sich zum Farbenfest. Die erblühten Sträucher und Bäume sind in ihren gelben, rosa und weißen Farben tonangebend, wobei frisches Grün das Bild abrundet. Wiesenschaumkraut, Löwenzahn, Gänseblümchen und Knöteriche aller Art beleben die Wiesen und ziehen Hummel, Biene und andere Insekten an, sich am Nektar zu bedienen. Die Vogelwelt geht ihrem Brutgeschäft nach, was mit sich bringt, dass das Leben auf den Seen und Teichen als auch in den Lüften weniger wird, da mindestens ein Teil mit dem Brüten beschäftigt ist.
Jetzt ist die Zeit des Auf- und Durchatmens. Wir erleben das Weniger von Dunkelheit und Kälte, wir fühlen uns freier und lebendiger! Das jährliche Frühjahrserwachen ist pures Lebenselexier. Mit der Aufnahme von Sonnenlicht und Wärme werden wir wieder aktiv und unser Immunsystem wird zusätzlich durch die Sonneneinstrahlung stimuliert. Jetzt ist auch die Zeit gekommen in der Erkältungsviren abtauchen und erst mit Beginn des Herbstes wieder auftreten.
Das ist der natürliche Rhythmus in der Natur.
Wir erleben jetzt den 2. Coronafrühling. Während Fauna und Flora sich entfalten, werden wir Menschen durch Exekutivanweisungen mit Zwangsmaßnahmen überzogen. Zwangsmaßnahmen wie Freiheitsentzug, Kontaktsperre, Isolation, Nachtausgangssperren und weiteren. Unsere Individual- und Freiheitsrechte, die Grundrechte, die uns immer zustehen, werden uns entzogen. Am schlimmsten betroffen sind die Schwächsten des Gemeinwesens, die Kinder, die Alten und Kranken, die am meisten unserer Fürsorge bedürfen.
Die Unverantwortlichkeit der Politik ist nicht mehr nachvollziehbar. Angeblich sollen diese festgeschriebenen Zwangsmaßnahmen uns vor gesundheitlichen Schäden schützen und eine Pandemie eindämmen, die in ihren statistischen Auswirkungen schlicht nicht bemerkbar ist. Parameter einer Pandemie war einmal die Sterblichkeit. Bezogen auf die letzten 5 Jahre gibt es keine Übersterblichkeit. Ganz im Gegenteil hatten wir im März 2021 eine Untersterblichkeit laut Statistischen Bundesamt zu verzeichnen. Ein weiterer Parameter ist die Kapazität an Intensivplätzen in den Krankenhäusern. Auch hier erleben wir die Zustände, die es jährlich beim Influenzageschehen gibt. Falls Engpässe auftauchen, werden die Patienten in andere Krankenhäuser verbracht. Es gibt keinen Notstand, nur ein Notstandstheater durch Politik und Medien, die mit allen Mitteln die Pandemie am Leben erhalten wollen. Das gelingt ihnen auch mit maßlosem Testgeschehen, welches einzig dazu dient, die Inzidenzwerte aufzublasen, um als Nachweis der Pandemie durch angebliche Neuinfektionen zu dienen.
Würde man hier ausschließlich Personen mit Symptomen testen, gäbe es keine Pandemie, die im übrigen längst zu einer Endemie geworden ist.
Die Verantwortungslosigkeit der Politik gipfelt nun in einer Rettungsimpfkampagne. Diese Impfaktionen kann man auch als vorsätzliche Körperverletzung deuten. Die vorläufigen Zulassungen dieser Impfstoffe, die im Kern keine Impfung sondern eine genetische Behandlung darstellen, haben nicht vorschriftsmäßig alle Kriterien durchlaufen, die bei anderen Impfstoffen ein „MUSS“ darstellen; die Phase 3 fehlt gänzlich.
Diese weltweiten Impfaktionen sind Menschenversuche in gigantischem Ausmaß. Zur Überprüfung des ganzen Geschehens ist ein Zeitraum von 2 Jahren vorgesehen. Erst nach diesen Auswertungen kann eine ordnungsgemäße Zulassung erfolgen.
Es stellt sich auch die Frage, wie wir in den letzten Jahrzehnten die jährlichen mehr oder weniger starken Grippewellen überstanden haben, ohne Zwangsmaßnahmen, mit wenig Impfgeschehen, die in ihrer Auswirkung durchaus mit der Coronapandemie vergleichbar sind.
Wir haben in Eigenverantwortung diese Herausforderung gemeistert. Wir haben das selbst in die Hand genommen, mit bewährten Mitteln der Naturheilkunde oder haben unter Zuhilfenahme von Ärzten und medizinischem Personal und uns gegen diese Krankheiten gewehrt, oder mit Präventionmaßnahmen die Krankheit verhindert.
Gerade eben erst kam vom Hygienepapst, Herrn Prof. Dr. med Zastrow die Aussage: Hätten wir mit bspw. mit Mitteln wie Betaisodona, ein in Apotheken erhältliches rezeptfreies Mittel, bei Symptomen gegurgelt, bräuchten wir weder Lockdown noch andere Zwangsmaßnahmen. Erreger, die sich im Rachenraum in den Schleimhäuten befinden werden mittels Gurgelns vernichtet. Heute glaubt nun die Politik uns belehren zu müssen, wie wir unsere Hände waschen, wie wir Abstand zu halten haben etc. Nur mit Impfungen könne die Pandemie besiegt werden.
FAZIT
Die aktuellen Änderungen des Bevölkerungschutzgesetzes/IfSG sind der letzte Schritt in Richtung ´Untertan`. Im Gesetz wurde durch Festlegung der Inzidenzwerte Automatismen geschaffen, die einer Abschaffung der individuellen Grundrechte gleichkommen. Gleichzeitig wird mit dieser Gesetzesänderung Druck auf die Bevölkerung ausgeübt, sich impfen zu lassen. Das Ziel aller Aktionen ist, dass ohne geimpft zu sein, ohne aktuellem Test keine Teilnahme am Tagesgeschehen und somit des natürlichen Lebens mehr möglich ist. Wer nicht an den Maßnamen teilnimmt führt eine Leben in Isolation. Diese Art der Erpressung ist menschenverachtend, steht im Gegensatz zu den Menschenrechten und ist schlicht Mittel zum Zweck der Neuregelung der Gesellschaft.
Guten Morgen, liebe Leser!
Neues von Annalena Baerbock
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Bundestag, 23.4.2021: Familienpolitik
Linksfaschistisch und wirr …
… ist beispiehaft die Rede des SPD-Abgeordneten Schrodi. Ich empfehle, die Rede dringend anzuhören.
Die Rede strotzt vor bösartigen Unterstellungen, ist hetzerisch und hasserfüllt.
Hören Sie nun die Rede des AfD-Abgeordneten Reichardt und versuchen Sie, die Unterstellungen, die Herr Schrodi ablässt, zu finden/nachzuvollziehen. Schrodis Rede folgte der des Abgeordneten Reichardt.
Alle Videos, sowie alle weiteren Reden und Dokumenten, sowie den grün-kursiven Text finden Sie hier.
Mit Familiensplitting bei der Einkommensteuer …
… und einem zinsfreien Kinderkredit will die AfD-Fraktion Familien mit Kindern fördern. Ihre beiden Anträge (19/28763, 19/28795) führten am Freitag, 23. April 2021, zu einer sehr grundsätzlichen Debatte über die Familienpolitik und ihre Ziele.
Familiensplitting und Kinderkredit
Das Familiensplitting weitet das bestehende Ehegattensplitting, bei dem das Familieneinkommen gleichmäßig auf beide Ehepartner verteilt und dann versteuert wird, auf alle Familienmitglieder aus. Eine fünfköpfige Familie würde dann so versteuert, als würde jedes Familienmitglied ein Fünftel des Familieneinkommens verdienen, und käme in einen deutlich niedrigeren Steuersatz.
Den Kinderkredit in Höhe von 10.000 Euro will die AfD-Fraktion Schwangeren gewähren, um einmalige Kosten durch das Wachstum der Familie besser bewältigen zu können. Es soll zinsfrei und innerhalb von fünf Jahren abzuzahlen sein. Beide Anträge wurden schließlich zur weiteren Beratung in den Finanzausschuss überwiesen, gegen die Stimmen der AfD-Fraktion, die eine Überweisung in den Familienausschuss beantragt hatte.
AfD bekennt sich zur „traditionellen Familie“
Martin Reichardt (AfD) nannte seine Partei „die einzige, die zur traditionellen Familie aus Vater, Mutter und Kindern steht“. Das sei „zutiefst modern und ein Bekenntnis zur Zukunft Deutschlands“. Familien „erziehen mit den Kindern die Zukunft Deutschlands“, sagte Reichardt, zahlten aber „überproportional Steuern und Abgaben“.
Deutschland leiste sich seit über einem halben Jahrhunderte eine der weltweit niedrigsten Geburtenraten, aber „anstatt eine aktivierende Familienpolitik zu betreiben, setzt die Regierung auf Masseneinwanderung“. In den letzten sechs Jahren seien zwei Millionen Menschen über das Asylsystem eingewandert, und die Regierung habe dafür viel Geld ausgegeben, „das für unsere Familien fehlt“. …
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Die Rede von Mariana Harder-Kühnel, AfD
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… „Wir brauchen starke Mittelschicht-Familien“
Deshalb fordere seine Fraktion ein Familiensplitting, bei dem eine durchschnittliche Familie mit drei Kindern keine Steuern mehr zahlt, folgerte Reichardt. Denn „wir brauchen auch starke Mittelschicht-Familien, die sich wieder trauen, Ja zu Kindern zu sagen“. Familien finanzierten heute „einen großen Teil der an sie hinterher als Almosen zurückgegebenen Leistungen der Regierung durch ihr Steueraufkommen selbst“, kritisierte er.
Reichardt verwies darauf, dass der Wissenschaftliche Beirat für Familienfragen 1988 ein Familiensplitting und Familiengründungsdarlehen gefordert habe. Keine dieser Forderungen sei in den letzten dreißig Jahren umgesetzt worden.
CDU/CSU für höheren Kinderfreibetrag statt Familiensplitting
Darauf antwortete Antje Tillmann (CDU/CSU) mit einer langen Liste von Familienentlastungen in der laufenden Legislaturperiode. Diese seien den Familien aus Mutter, Vater und Kind zugute gekommen, „aber eben auch allen anderen Familien“, wie sie als alleinerziehende Mutter hervorhob mit dem Zusatz: „Glauben Sie mir, ich bin eine Familie.“
Tillmann gestand zu, dass eine Familie „steuersystematisch eine GbR“, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, sei und deshalb „die klassische Besteuerungsform einer Familie selbstverständlich das Familiensplitting wäre“. Das aber würde den Staat 56 Milliarden Euro kosten, und das Geld käme nicht bei denen an, die es am dringendsten brauchen.
Deshalb setze ihre Fraktion stattdessen auf die schrittweise Angleichung des Kinderfreibetrags an den Freibetrag für Erwachsene. Als Schwerpunkt für die nächste Legislaturperiode kündigte sie zudem Hilfen für Familien knapp über der Sozialhilfegrenze an, die für verschiedene Förderprogramme „immer den Euro zu viel haben“.
FDP: AfD-Anträge „zwischen abenteuerlich und naiv“
Markus Herbrand (FDP) nannte das Familiensplitting ein Modell, über das man politisch streiten könne. Aber wie die AfD dieses „hochkomplexe Thema“ angehe, sei „ehrlich gesagt schon unterkomplex“.
Ihr Antrag sei ein „großes Füllhorn an Forderungen“ ohne konkrete Aussage zur Finanzierung. Ihr Vorschlag, alle Ministerien sollten eine Prioritätenliste ihrer Ausgaben erstellen und der Bundestag dann die am wenigsten wichtigen streichen, sei „irgendwie zwischen abenteuerlich und naiv einzustufen“.
SPD: Es fehlt nur die Forderung nach dem Mutterkreuz
Redner von SPD, Linken und Grünen empörten sich über das Familienbild der AfD-Abgeordneten. „Sie wollen zurück zu einer völkischen Gesellschaftsordnung aus dem vergangenen Jahrhundert“, warf ihnen Michael Schrodi (SPD) vor. Es gehe ihnen nicht um das Wohl der Kinder, sondern um eine „krude Bevölkerungspolitik“. Rolle der Frau sei es, möglichst viele Kinder zu kriegen. „Es fehlt hier nur noch die Forderung nach dem Mutterkreuz“, spottete Schrodi.
Schrodis Rede zeigte aber auch deutliche Unterschiede zur Familienpolitik von CDU und CSU. Nicht nur lehnte er das Familiensplitting ab, man müsse „auch an das Ehegattensplitting ran“. Und statt des Kinderfreibetrags plädierte er für eine Kindergrundsicherung. Auch in diesen Punkten zeigten sich deutliche Gemeinsamkeiten mit nachfolgenden Rednern der Linken und Grünen.
Grüne: Weg von diesem bekloppten Ehegattensplitting
So kritisierte Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen), ein Familiensplitting schaffe Anreize zur geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, man müsse aber im Gegenteil „die vielfältige Welt der Familien stärken“. Und er fügte an: „Wir wollen endlich weg von diesem bekloppten Ehegattensplitting.“
Auch gelte es zu verhindern, dass „die mit hohen Einkommen mehr für ihre Kinder bekommen als die mit mittlerem Einkommen“, betonte Strengmann-Kuhn. Die Grünen wollten jedes Kind gleich fördern und hätten deshalb ein konkretes Konzept zur Kindergrundsicherung vorgelegt. Dieses „soll nach der Wahl kommen“.
Linke wirft AfD „Verschwörungsquatsch“ vor
Ganz ähnlich argumentierte Norbert Müller (Die Linke). Zwischen dem Kindergeld und der maximalen Entlastung aus dem Kinderfreibetrag liege ein Unterschied von hundert Euro pro Kind und Monat. Der Gesellschaft müssten aber „alle Kinder gleich viel wert sein“, erklärte er und forderte ebenfalls eine Kindergrundsicherung.
Der AfD hielt Müller vor, ihre Familienpolitik baue auf dem „Verschwörungsquatsch“ auf, dass die Deutschen ausstürben und die Regierung „Horden von Zuwanderern“ einschleuse. Dabei seien die Geburtenzahlen so hoch wie seit den achtziger Jahren nicht mehr. Für die AfD aber seien nur die Kinder die richtigen, die „eine deutsche Mutter, einen deutschen Vater haben, die deutsche Mutter am besten zuhause, und die Familie am besten ein hohes Einkommen hat“.
AfD: Keine Verschwörungstheorie, sondern Mathematik
Mariana Iris Harder-Kühnel (AfD) entgegnete, dass die Deutschen zur Minderheit im eigenen Land würden, sei „keine Verschwörungstheorie, sondern simple Mathematik“. Führende Demografieforscher machten seit Langem darauf aufmerksam: „Die Deutschen bekommen zu wenig Kinder, die Bevölkerung wird immer älter, die Sozialsysteme kollabieren“.
Viele Linke, „die mit Familie und Vaterland noch nie etwas anfangen konnten“, hätten in dieser „demografischen Katastrophe“ sogar „eine große Chance“ gesehen. Die Kinderarmut der Deutschen diene ihnen „als wunderbare Rechtfertigung von Masseneinwanderung und einer Politik der offenen Grenzen“. Anspruch von Politik müsse es aber sein, die Interessen des eigenen Volkes zu vertreten.
Erster Antrag der AfD
Die AfD fordert die Bundesregierung in ihrem ersten Antrag (19/28763) auf, dem Deutschen Bundestag einen Gesetzentwurf zum Familiensplitting unter Beibehaltung des Ehegattensplittings vorzulegen. Dieser Gesetzentwurf solle sich am Ziel orientieren, dass Familien ab dem dritten Kind bis zu einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro keine oder nur noch eine geringe Einkommensteuer zahlen müssen sowie auch Familien mit ein oder zwei Kindern spürbar entlastet werden.
Im Gesetzentwurf müsse auch sichergestellt werden, dass auch Eltern, die ihre Kinder alleine erziehen, den Vorteil des Familiensplittings erhalten. Kindergeld und Kinderzuschlag sollten zusätzlich zum Familiensplitting erhalten bleiben. In allen Ministerien müsse ferner eine Prioritätenliste ihrer Ausgaben erstellt und dem Bundestag vorgelegt werden, um bestimmen zu können, wo Ausgaben zugunsten der Umsetzung eines Familiensplittings reduziert oder beendet werden sollen.
Zweiter Antrag der AfD
Die AfD-Fraktion fordert in ihrem zweiten Antrag (19/28795) ein Kreditmodell über die Kreditanstalt für Wiederaufbau zu schaffen, das Familien zinslose Kredite in Höhe von bis zu 10.000 Euro gewähren soll. Die Vergabe des Kredites soll zudem mit Beginn der 12. Schwangerschaftswoche möglich sein. Außerdem soll die Vergabe des Kredites daran geknüpft werden, dass eine Vaterschaftsanerkennung vorliegt, die bei verheirateten Paaren als Voraussetzung entfallen soll. Die Vergabe sei zudem daran zu knüpfen, dass das gemeinsame zu versteuernde Einkommen beider Eltern nicht 90.000 Euro überschreitet.
Zwei weitere Anträge, mit denen die Fraktion die „volle Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten und bessere Absetzbarkeit von hauswirtschaftlichen Dienstleistungen“ sowie die Herstellung von „Steuergerechtigkeit für Familien“ fordert, wurden von der Tagesordnung abgesetzt. (pst/23.04.2021)
Ist der Mainstream noch ganz dicht? Oder schon autoritär-verblödet?
Meine Meinung: Er ist autoritär-verblödet!!
Dreiundfünfzig Schauspieler …
…tun sich zusammen und machen sich in Videos über die Bundesregierung lustig. Na und, könnte man sagen. Kunst und Macht haben noch nie gut miteinander gekonnt. Es ist die Aufgabe des Harlekins, auch dem mächtigsten Despoten den Spiegel vorzuhalten. Auf der Bühne lebt die Kritik, die draußen verboten ist.

Aber was heute geschah, nachdem die Filme veröffentlicht wurden, zeigt den Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland. Garrelt Duin, früher SPD-Wirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen und derzeit Rundfunkrat beim WDR, fordert, die Kritiker aus den Programmen zu entfernen.
Wird Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts jetzt aus den Krimis herausgepixelt? Werden die Filme von Jan Josef Liefers aus der Mediathek gelöscht? Darf Heike Makatsch doch noch gezeigt werden, weil sie sich als erste von der Aktion gleich wieder distanziert hat?
Nun kann man über die Corona-Politik unterschiedlicher Meinung sein. Ich werfe Jens Spahn vor, dass er die Impferei (heute habe ich übrigens einen Impftermin festgelegt) so versiebt und verzögert hat, wie er es mit seinen privaten Immobilien- und Maskengeschäften niemals gewagt hätte. Darf man das nicht kritisieren? Ist Digital-Staatsministerin Dorothee Bär über jede Kritik erhaben, weil sie 100 Millionen Euro für die Digital-App verbrannt hat, und sie nicht nur zweck- und sinnlos ist – schlimmer noch: weil sie die Ausbreitung des Virus befördert hat?
Darf man das kritisieren? In einer Demokratie eigentlich schon. Nicht unbedingt in Deutschland. Da drohen Shitstorms und Schikanen, denn jeder Kritiker wird als „rechts“ gestempelt. So trommeln es die regierungstreuen Medien und Politiker den braven Bürgern in die Ohren.
Wir erinnern uns: Als die Pandemie begann, waren es der Gesundheitsminister und die Sender der ARD, die behaupteten, die Warnungen vor der Pandemie seien die Erfindung von Rechten, um die Bevölkerung zu verängstigen.
Aber wer verängstigt jetzt die Bevölkerung? Doch die Regierung und die ihnen zugetanen Medien, die jede erhöhte Inzidenz nutzen, um Panik zu erzeugen. Und das wohl nur mit dem Ziel, die Bürger zu schikanieren und die mittelständische Wirtschaft zu ruinieren. Denn dass das tote Virus nicht nachtaktiv ist, dass es nicht ausrottbar ist und dass es schlummert oder immer wieder neu eingetragen wird – das ist doch mittlerweile Allgemeinwissen.
Die Regierung ist auf dem falschen Trip, es sei denn, sie plant Größeres und nimmt Corona nur zum Anlass, sich neue Machtbefugnisse anzueignen und bürgerliche Freiheiten abzuräumen oder den Föderalismus zu beseitigen.
Und wer das alles kritisiert, ist rechts? Das ist lächerlich. Wir wissen, dass auf den Corona-Demonstrationen Linke und Rechte und vor allem frühere Grünen-Wähler ihrer Ansicht Ausdruck verleihen. Das Links-Rechts-Schema taugt da nicht, einst nannte es Norbert Blüm eine überholte „Gesäß-Geographie“. Aber es wird als Totschlagargument benutzt.
Jedenfalls sind wir den Schauspielern zu Dank verpflichtet, auch wenn man ihre Meinungen nicht teilen mag, das darf ja auch sein.
Dieser Staat zeigt gerade sein Gesicht. Es ist kein schönes Gesicht. Es ist verbissen, rechthaberisch, engstirnig und furchterregend.
Wir kennen diesen Umgang mit Künstlern aus unserer finsteren Teil-Geschichte. Das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED vom 16. bis 18. Dezember 1965 ging als sogenanntes „Kahlschlag-Plenum“ in die Geschichte der DDR ein: Es diente vor allem der Säuberung in der DDR-Kulturpolitik von kritischen Kunstwerken und Künstlern. Das damalige Politbüromitglied Erich Honecker warf einer Reihe von Regisseuren, Drehbuchautoren und Schriftstellern „Nihilismus“, „Skeptizismus“ und „Pornografie“ vor. Als Folge des Plenums wurde die halbe Jahresproduktion der staatlichen DDR-Filmproduktionsfirma Defa verboten, unter anderem die Streifen „Das Kaninchen bin ich“ von Kurt Maetzig, „Denk bloß nicht, ich heule“ von Frank Vogel und „Die Spur der Steine“ von Frank Beyer. Auch das Theaterstück „Der Bau“ von Heiner Müller und Stefan Heyms Buch „Der Tag“ kamen auf die schwarze Liste. Insbesondere die Filme gelten heute als sehenswerte Klassiker.
Es sieht so aus, als wollten Duin und andere aus der Geschichte nicht lernen. Sie diskreditieren Künstler, die halt mal anderer Meinung sind. Wir merken, dass Deutschland kein liberales Land mehr ist, in dem man auch Schauspielern eine abweichende Meinung zugesteht, so wie sie jedem Bürger garantiert sein muss.
Die Saat von Merkels Politik geht auf: Misstrauen, Hass und Hetze gegen jeden, der es wagt, ihre „alternativlose“ Politik zu kritisieren. Es fällt auf, dass um uns herum andere Maßstäbe herrschen. Anderer Länder in Europa machen auf, schaffen Begrenzungen ab, feiern den Frühling und das Verschwinden der schlimmsten Bedrohung. Deutschland dagegen sperrt sich selbst ein, die Bürger werden gegängelt, strafbar ist es, nachts das Haus zu verlassen.
[…]
Zur „allesdichtmachen“ – Webseite und einem excellenten Interview mit Prof. Ulrike Guérot, Uni Krems
WELTplus*: Wie groß ist die Intensivbetten-Not tatsächlich?
Die Belastung des Gesundheitssystems …

… ist das schärfste Argument für weitere Lockdowns. Und ein umstrittenes. Deutschland verfügt zwar über international vergleichsweise viele Intensivbetten. Doch für ein genaues Bild sind weitere Kriterien zu beachten.
Seit Samstag ist die „Bundesnotbremse“ in Kraft. Im verschärften Infektionsschutzgesetz gilt bundesweit nun einzig der Inzidenzwert als Kriterium für die Auslösung von Ausgangssperren, Geschäfts- und Schulschließungen, also die Zahl positiv Getesteter je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen: Mal reichen 100, mal 165, mal 200, um eine Lockdown-Verschärfung in einer Region auszulösen.
Die Notwendigkeit einer solch pauschalen Regelung wird häufig mit einem anderen quantitativen Argument begründet: Tue man nicht mehr, dann stehe eine dramatische Überlastung der Intensivstationen bevor – womöglich des ganzen Gesundheitswesens.
Dieses Argument führte im Bundestag auch Minister Jens Spahn (CDU) an: „Ich verstehe die Logik nicht, dass einige immer warten wollen, bis die Intensivstationen überlastet sind, bevor sie Maßnahmen machen.“
Die Interessenvertretung der Deutschen Intensiv- und Notfallmediziner (Divi) warnt: „Wir wollen keine Zustände wie in London, wo Anfang des Jahres Rettungswagen stundenlang vor den Kliniken warten mussten“, sagte ihr Präsident Gernot Marx WELT AM SONNTAG.
Inzwischen lägen 30- bis 40-Jährige auf den Intensivstationen; auch 30-Jährige ohne Vorerkrankungen müssten beatmet werden, von den Beatmeten sterbe die Hälfte. Solche Aussagen erschrecken viele Menschen. Ist das in jedem Fall begründet?
Tatsächlich gibt das von der Divi und dem Robert Koch-Institut betriebene Intensivbettenregister keinen systematischen Aufschluss über das Alter der Patienten – insofern bleibt unklar, wie viel mehr jüngere Menschen genau betroffen sind.
Gleichwohl sind Tendenzen erkennbar: Die Sieben-Tage-Inzidenz scheint gegenwärtig stabil, während die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen gegenüber den früheren Pandemiewellen gesunken ist. Derweil steigt die Zahl der Intensivpatienten. Es sind häufiger jüngere Menschen betroffen, die vergleichsweise länger intensiv betreut werden. Die Medizin verliert also weniger Patienten, diese bleiben dafür länger auf Station.
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Einschub MEDIAGNOSE
Die Zahl der Intensivpatienten steigt eben nicht.
Unter dem Strich
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Zahlen der positiven PCR-Tests stiegen, Corona-Todesfälle rückläufig
Deutschland verfügt über international vergleichsweise viele Intensivbetten, es sind fast viermal so viele pro 100.000 Einwohner wie in Großbritannien. Deshalb versuchen manche Wissenschaftler, der Alarmstimmung mit anderen Zahlen zu begegnen: Deutschland erlebe seit Februar 2021 keine Über-, sondern im Vergleich zu den Jahren 2016 bis 2019 eine klare Untersterblichkeit, schreibt Thomas Mansky, Professor für Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen an der TU Berlin.
Das könne unter anderem daran liegen, dass die Hochbetagten geimpft seien und es zurzeit durch die Corona-Maßnahmen im Nebeneffekt keine gefährlichen Influenza-Erkrankungen gebe. Zudem stiegen durch Schnelltestungen zwar die Zahlen der positiven PCR-Tests, aber die Corona-Todesfälle nähmen ab.
Ähnlich sieht es der Medizinsoziologe Bertram Häussler vom privaten Berliner Iges-Institut: Die Todeszahlen seien seit Januar massiv zurückgegangen. Tatsächlich waren vor fast genau drei Monaten, zum 22. Januar, am Tag 859 Corona-Tote zu beklagen, 623 davon auf Intensivstationen. Zum 21. April wurden 331 Verstorbene gemeldet, davon 113 auf Intensivstationen. Die Arbeit auf diesen Stationen mag dadurch nicht leichter geworden sein, die Einschätzung einer generellen Hoffnungslosigkeit aber müsste sich verändert haben.
In Deutschland gibt es etwa 1300 Kliniken, die in der Lage sind, die laut Divi-Register zurzeit rund 5000 intensiv behandelten Corona-Patienten zu versorgen. Deutschland hat 500.000 Krankenhausbetten, je nach Zählweise sind maximal 30.000 davon Intensivbetten. Die innerhalb von sieben Tagen zusätzlich mobilisierbare Notfallreserve wird auf 10.000 Betten geschätzt.
Selbstverständlich kann die Lage in Ballungszentren wie Berlin ganz anders aussehen als etwa in Kiel. In der Kölner Uniklinik werden gerade wieder 30 Prozent der „elektiven Eingriffe“ verschoben. Dass eine Schwerpunktklinik wie die Berliner Charité am Anschlag arbeitet, ist keine Frage.
Allerdings steht mit dem vom Ex-Präsidenten des Technischen Hilfswerks Albrecht Broemme aufgebauten Sonderkrankenhaus im früheren Kongresszentrum eine Notfalleinrichtung bereit, die den Berliner Kliniken zur Entlastung sofort 500 leichte bis mittelschwere Covid-Fälle abnehmen könnte. Bisher ist es leer. „So groß ist die Not wohl doch noch nicht“, sagt Brömme. „Einen Zusammenbruch des Berliner Gesundheitswesens befürchte ich jedenfalls nicht.“
Andernorts ist man noch weiter davon entfernt. Das Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) kann in Kiel und Lübeck gut 400 Intensivbetten betreiben. Pro Standort gemeldet sind im Augenblick jeweils 120, je bis zu 30 davon sind verfügbar. In Kiel wurden vergangene Woche acht Corona-Kranke intensiv behandelt, in Lübeck waren es fünf. „Wir müssen gegenwärtig keine anderen Operationen zurückstellen“, sagt UKSH-Sprecher Oliver Grieve.
Natürlich sei das Pflegepersonal durch die Pandemie extrem gefordert: „Wir dürfen nicht vergessen, dass in den allermeisten Kliniken seit Monaten ein Betretungsverbot gilt. Das heißt, dass unsere Mitarbeiter die einzigen Kontakte für die Patienten sind – und sie stellen auch den Kontakt zu den Angehörigen her, die sich sorgen, und berichten ihnen, wie es den Kranken geht. Das kostet Kraft und Zeit.“
Dass die bundesweit rund 54.000 Intensivpflegekräfte (Krankenhauspflegekräfte: etwa 320.000) in der Pandemie besonders beansprucht sind, kommt bei Ingo Böing täglich an. Er arbeitete 17 Jahre lang in der Intensivpflege und Anästhesie, heute ist er Referent beim Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).
„Mehr noch als die Bezahlung sind die Arbeitsbedingungen unser Problem“, sagt Böing. Das habe lange vor Corona begonnen: So seien im Namen von Sparsamkeit und Effizienz im Pflegebereich mehr als 50.000 Vollzeitstellen abgebaut worden. Das traf natürlich auch die Intensivpflege. „Von diesem Kahlschlag haben wir uns nie richtig erholt“, sagt Böing.
Deshalb fordern DBfK, Deutscher Pflegerat, Deutsche Krankenhausgesellschaft und Ver.di eine bedarfsorientierte Personalbemessung für Krankenhäuser – gerade in Pandemiezeiten ist man bei zum Teil ausgesetztem Pflegeschlüssel noch weiter entfernt davon.
Im vergangenen Jahr gaben immerhin 9000 Pflegekräfte ihren Beruf auf; einer aktuellen Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin zufolge wollen 31 Prozent der Intensivpflegenden nicht länger in ihrem Beruf arbeiten.
„Wir brauchen eine große Krankenhausstrukturreform“, sagt Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters: „Sie darf nicht ökonomisch orientiert sein, sondern muss die Daseinsvorsorge in den Mittelpunkt stellen.“
Ausgerechnet seit Beginn der zweiten Corona-Welle gibt es eine weitere Erschwernis: Nur noch bestimmte Kliniken erhalten Freihaltepauschalen und auch die nur, wenn 75 Prozent ihrer Intensivbetten belegt sind. Auf diese Weise fielen in Nordrhein-Westfalen zwei Drittel der kleineren Krankenhäuser als Reservekapazitäten aus, kritisierte Jochen Brink, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft NRW, bereits im November:
„Die bürokratische Regelung kann schnell dazu führen, dass schwer erkrankten Corona-Patienten eine Odyssee zu freien Behandlungsplätzen droht, weil manche Kliniken keine Betten freiziehen können, ohne in existenzgefährdende Liquiditätsengpässe zu geraten.“ Die Finanzierung ausreichender Notfallkapazitäten ist also ebenfalls ein Thema.
„Aktuell werden in der Mehrzahl der Kliniken wie schon zu Beginn der ersten und zweiten Welle planbare Eingriffe verschoben“, sagt Gerald Gaß, Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Das sei für die betroffenen Patienten schlimm, aber noch kein Anzeichen eines Notstands: „Wir befinden uns mitten in der größten Herausforderung, die das deutsche Gesundheitswesen seit Gründung der Bundesrepublik zu bestehen hat, da kann niemand erwarten, dass die Krankenhäuser gleichzeitig einen uneingeschränkten Regelbetrieb garantieren.“
Das ganze Land jedenfalls ist weit entfernt vom Normalbetrieb.
Intensivbetrieb ist nie „Normalbetrieb“!
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