Ein Leserkommentar (26.3.2020) und ein Wort-Video zum Artikel …

 rbb radioeins:

Frau Prof. Mölling zu Corona und das Vorwort zum Interview.

Frau Kerstin Gundermann schreibt:

Hallo und guten Morgen, 

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Bundestag, 25.3.2020: Corona – Das Finanzermächtigungsgesetz

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Lesen Sie dazu unbedingt: Hier klicken

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Quelle des grün-kursiven Textes, des Gauland-Videos & alle Reden und Dokumente: Hier klicken

In seltener Einmütigkeit …

… haben die Fraktionen im Bundestag das millardenschwere Hilfspaket im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie befürwortet. Redner aller Fraktionen machten am Mittwoch, 25. März 2020, in einer Vereinbarten Debatte zur „Bewältigung der Corona-Krise“ deutlich, dass Wirtschaft und Arbeitnehmer in dieser kritischen Phase umfangreiche Unterstützung benötigen. Zugleich müsse alles getan werden, um die bestmögliche medizinische Versorgung der Bevölkerung bei Ärzten und in Kliniken sicherzustellen.

Das Rettungspaket soll im Eilverfahren durch Bundestag (25. März) und Bundesrat (27. März) gebracht werden. Das Paket sieht Hilfen für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige, Familien und sozial Schwache sowie Krankenhäuser und Ärzte vor, die in der Corona-Krise zusätzliche Arbeitsbelastungen und Ausgaben oder Einnahmeausfälle zu verkraften haben. Finanziert werden die erheblichen Mehrausgaben über neue Schulden.

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Auch die AfD macht mit:

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Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro

Dazu wird die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse mit Kanzlermehrheit außer Kraft gesetzt und ein Nachtragshaushalt im Umfang von knapp 156 Milliarden Euro aufgelegt. Um auch große Unternehmen in dieser Notsituation unterstützten zu können, wird ein Wirtschaftsstabilisierungsfonds gegründet, der bis zu 600 Milliarden Euro umfasst, darunter allein 400 Milliarden Euro für Bürgschaften.

Um die Abgeordneten vor dem Coronavirus bestmöglich zu schützen, wurde die Sitzungswoche des Parlaments auf einen Beratungstag verkürzt. Außerdem wurden die Sitzabstände zwischen den Parlamentariern im Plenarsaal vergrößert. Viele Abgeordnete konnten zu der Plenarsitzung nicht anreisen, einige sind erkrankt oder in Quarantäne, darunter auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU).

Regierung: Vor uns liegen harte Wochen

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sprach von einer Krise ohne Vorbild und von einer „schicksalhaften Herausforderung für die ganze Menschheit“, denn ein wirksames Mittel gegen das Coronavirus sei noch nicht gefunden. In dieser Lage sei Solidarität nötig, auch unter Staaten. Es handele sich um eine gemeinsame Herausforderung der Weltgemeinschaft, die Krise zu bekämpfen. Deutschland stehe dabei an der Seite seiner europäischen Nachbarn.

Die Pandemie sei zugleich auch eine nationale Herausforderung, sagte der Bundesfinanzminister weiter und fügte hinzu, die freiheitliche Gesellschaft müsse die Kraft haben, mit der Krise fertig zu werden. Scholz räumte ein, dass der Bevölkerung derzeit viel abverlangt werde. Das öffentliche Leben sei eingeschränkt, die Auswirkungen überall spürbar. Viele Bürger hätten jedoch Verständnis für die Auflagen. Scholz betonte: „Vor uns liegen harte Wochen, wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind.“

„Kluge Antworten auf immer neue Fragen entwickeln“

Es werde alles getan, um die wirtschaftlichen und sozialen Folge der Krise abzumildern. Dazu könne nicht auf einen vorgefertigten Plan zurückgegriffen werden. In kurzer Zeit müssten kluge Antworten auf immer neue Fragen entwickelt werden.

Bei dem jetzt zu beschließenden Programm gehe es vornehmlich darum, eine gute Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, den Lebensunterhalt der Bürger zu sichern, die Wirtschaft zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu erhalten. Dazu werde sehr viel Geld in die Hand genommen. Deutschland könne sich das jedoch leisten, denn es sei in den Vorjahren solide gewirtschaftet worden. Jetzt gehe es darum, dass die Hilfen schnell ankommen.

CDU/CSU: Wir wissen nicht, ob alles richtig ist

Redner der Fraktionen dankten den Helfern, die in dieser Krise teilweise bis an ihre Belastungsgrenzen gingen, um die Versorgung für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten, darunter Ärzte, Pfleger, Polizisten, aber auch Mitarbeiter in Supermärkten und in der Logistik. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sagte, die Menschen in Deutschland wüchsen gerade über sich hinaus. „Es gibt viele Menschen, die das Land am Laufen halten.“ Die an vielen Stellen gezeigte Solidarität mache ihn stolz. Allerdings müssten auch dunkle Tage verkraftet werden, wenn Menschen krank würden und Angehörige verlören.

Brinkhaus betonte: „Wir stehen vor der größten Herausforderung in der Geschichte der Bundesrepublik.“ Niemand könne sich dem entziehen. Jetzt werde gekämpft um Gesundheit, Arbeitsplätze, die Wirtschaft und den Zusammenhalt in der Gesellschaft und in Europa. Er warb zugleich um Verständnis dafür, dass die jetzt getroffenen Entscheidungen womöglich nicht alle treffsicher ausfielen. „Wir wissen nicht, ob alles richtig ist.“ Es sei Mut gefragt, Entscheidungen zu treffen und dabei auch Fehler zu machen.

Brinkhaus dankte der Opposition für ihre konstruktive Mitarbeit an dem Hilfspaket, das in einem sehr schnellen Verfahren umgesetzt werde. Er räumte ein, es werde auch in Freiheits- und Eigentumsrechte eingegriffen, daher sei eine Befristung wichtig. Er versprach: „Wir werden alles auf den Prüfstand stellen, wenn die Pandemie vorbei ist.“

FDP: Gesundheit und Freiheit sind gleichzeitig gefährdet

Auf die Freiheitsechte ging auch FDP-Fraktionschef Christian Lindner ein, der in seiner Rede daran erinnerte, dass die Lage sich weiter dynamisch entwickle. Gesundheit und Freiheit seien gerade gleichzeitig gefährdet, denn das öffentliche Leben werde heruntergefahren, um das Virus zu bremsen. Manche hätten Zweifel an den Vorkehrungen, „die Alternativen wären aber riskant“. Die aktuellen Freiheitseinschränkungen seien daher verhältnismäßig, dürften aber auf keinen Fall länger als nötig aufrechterhalten werden. „Die Menschen müssen schnellstmöglich in die Freiheit zurückkehren können.“

Es gehe jetzt nicht um Kritik im Detail, sagte Lindner mit Blick auf das Rettungspaket, vielmehr seien alle in dem Ziel verbunden, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Nach der Krise müsse aber über die weitere Finanzplanung gesprochen werden. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise dürften nicht zulasten der nächsten Generationen gehen.

AfD: Zusammenstehen ist jetzt erste Bürgerpflicht

AfD-Fraktionschef Dr. Alexander Gauland erklärte, die Regierungspolitik enthalte neuerdings „viele richtige Einsichten“, so etwa die, dass Grenzen geschützt werden könnten. Er fügte hinzu, in der Krise schaue die Bevölkerung auf den Nationalstaat. Deutsche Interessen müssten wahrgenommen werden. „Zusammenstehen ist jetzt erste Bürgerpflicht“, befand Gauland in Anspielung auf das Hilfspaket und signalisierte Zustimmung, sofern eine Befristung gesichert sei.

Der AfD-Politiker hielt der Regierung dennoch Fehler im Krisenmanagement vor. So seien die Einreisekontrollen zu spät gekommen, auch gebe es zu wenig Schutzausrüstung für das Gesundheitspersonal. Das Land sei auf eine solche Epidemie nicht vorbereitet gewesen, obwohl es seit Jahren Konzepte dafür gebe. Die gewaltige Anstrengung sei nicht unbegrenzt durchzuhalten, auch müssten die sozialen Folgen von Ausgangsbegrenzungen bedacht werden. Die Frage sei, wie der Plan aussehe, wenn in drei Monaten noch keine Entwarnung gegeben werden könne. Es bedürfe mehr als des Geldes, sondern einer Strategie, die über drei Monate hinausweise.

SPD: Unternehmen müssen globale Konzepte überdenken

Anders als Gauland hob SPD-Fraktionschef Dr. Rolf Mützenich die Notwendigkeit hervor, auch international Solidarität zu zeigen und sich in der Krise nicht abzuschotten und gegenseitig Schuld zuzuweisen. Es sei inakzeptabel, wenn Staatsführer von einer „italienischen Krankheit“ oder dem „Wuhan-Virus“ sprächen. Deutschland gehe einen anderen Weg, nehme Kranke aus Italien auf und zeige Solidarität.

Die Verbreitung des Virus sei im Übrigen ein Tribut an die Verdichtung von Räumen. Das lasse sich nicht einfach zurückschrauben. Statt an der Globalisierung zu zweifeln, sollte sie gestaltet werden. So müssten Unternehmen ihre globalen Konzepte überdenken, etwa was die Produktion gesellschaftlich besonders wichtiger Güter angehe. Mützenich stellte auch die Frage, warum Menschen, deren Arbeit in der Krise als systemrelevant erkannt worden sei, teilweise so schlecht bezahlt würden.

Linke: Viele stehen wirtschaftlich vor unlösbaren Problemen

Auf diesen Punkt ging auch Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali ein, die zugleich in dem Hilfspaket viele gute Regelungen ausmachte. Andere Regelungen zum Schutz Benachteiligter fehlten jedoch. So wäre ein finanzieller Ausgleich wichtig für Arbeitnehmer in „systemrelevanten“ Berufen, die teilweise „Hungerlöhne“ bekämen. Es sei auch ein fataler Fehler gewesen, lokale Produktionen abzubauen und dem Gesundheitswesen ein Spardiktat aufzuerlegen.

Sie fügte hinzu, viele Menschen stünden derzeit wirtschaftlich vor unlösbaren Problemen. Das Kurzarbeitergeld sollte daher auf 90 Prozent angehoben werden. Auch die ärmsten Teile der Bevölkerung, Hartz-IV-Bezieher und kleine Rentner, aber auch Obdachlose bräuchten mehr Hilfe. Die Linke-Politikerin forderte im Gegenzug eine Sonderabgabe von Menschen mit sehr großen Vermögen und Einsparungen beim Militäretat. Sie warnte außerdem davor, Freiheitsrechte auf Dauer einzuschränken. Das Land dürfe nach der Krise nicht weniger demokratisch und freiheitlich sein.

Grüne: Bürger spannen ihren privaten Rettungsschirm

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt ging in ihrer Rede auch auf die kreative Bewältigung der Corona-Krise ein, die sich an vielen Stellen und mit zahlreichen Initiativen zeige. So spannten die Bürger ihren kleinen privaten Rettungsschirm, das sei großartig. Was den großen Rettungsschirm angehe, müsse in Fragen von Freiheit und Bürgerrechten immer die Verhältnismäßigkeit bedacht werden.

In der aktuellen Lage gehe es auch um Vertrauen in einen handlungsfähigen Staat, der nicht nur national handeln müsse, sondern europäisch und global. Diese Krise berühre alle, die Antworten darauf müssten „außergewöhnlich“ sein. Die „Helden“ der Krise bräuchten Beifall und eine gute Bezahlung. Die Pandemie könne nur gemeinsam bekämpft werden. (pk/25.03.2020)

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In der Süddeutschen? Nein_Doch_Oohhh …

Man glaubt es kaum:

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Guten Morgen, liebe Leser!

[…] Der jedoch mit Abstand wichtigste Grund, …

… heute an Elisabeth Noelle-Neumann zu erinnern, dürfte zweifelsfrei ihre – äußerst aktuelle – Theorie der „Schweigespirale“ sein. Das gleichnamige Buch mit dem Untertitel „Öffentliche Meinung – unsere soziale Haut“ erschien erstmals 1980. Erklärt wird hier, weshalb es möglich ist, dass großflächig als Mehrheitsmeinung wahrgenommene Ansichten in Wirklichkeit nur die Meinung einer Minderheit sind. In den „Erinnerungen“ hat Noelle-Neumann ihre Erkenntnisse noch einmal knapp zusammengefasst. „Da die meisten Menschen die Isolation fürchten, neigen sie dazu, sich mit öffentlichen Äußerungen zurückzuhalten, wenn sie merken, dass sie mit ihrer Meinung in der Öffentlichkeit empörten Widerspruch, Lachen, Verachtung oder ähnliche Isolationsdrohungen auf sich ziehen.“ Umgekehrt vertreten diejenigen, deren Ansichten Zustimmung finden, diese umso unbefangener und heftiger. Dabei verstärke sich die Isolationsdrohung gegenüber den anderen, bei diesen komme das Gefühl auf, mit ihrer Meinung allein zu stehen; sie tendierten schließlich dazu, sich gar nicht mehr zu äußern. „Ein Spiralprozess setzt ein, der dazu führt, dass das eine Meinungslager immer lauter und selbstbewusster wird und das andere mehr und mehr verstummt.“ Anzutreffen sei dieses Muster bei Themen, die eine moralische Dimension besitzen. „Ohne moralische Begründung kommt der Prozess der öffentlichen Meinung nicht in Gang. Wer anders denkt, ist nicht dumm, sondern schlecht.“ […]

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  • Heute, 11:00 Uhr: Ach was – Die Süddeutsche über Corona
  • Heute, 14:00 Uhr: Bundestag –  Das Finanzermächtigungsgesetz
  • Heute, 17:00 Uhr: Ein Leserkommentar

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Die Achse-Morgenlage: Hier klicken

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Deutschland heute, z. B.

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Umwelt

Kurzvideo zum Vortrag Rüdiger Stobbe bei der AfD in Selb: Hier klicken

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Der Firnis der Zivilisation ist …

dünn

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Artikel zum Sonntag, 29.3.2020: Döpfner – Zweifel

Bei WELTonline hinter der Bezahlschranke

Auf der Achse gratis. Die differenzierte Meinung des Vorstandsvorsitzenden des Springer-Konzerns, Mathias Döpfner:

Grün-kursives Zitat & Meinung komplett lesen: Hier klicken

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Dümmlicher Panikjournalismus – Wie so oft in diesen Zeiten:

Die USA haben etwa 335 Millionen Einwohner. 

Pro 1000 Einwohner sterben pro Jahr etwa 8,5 Menschen.

Macht 335.000 x 8,5 = 2.847.500 Tote pro Jahr =7.891 pro Tag im Durchschnitt.

New York City hat 8.600.000 Einwohner.

Macht 8.600 x 8,5 = 73.100 Tote pro Jahr = Macht 200 Tote pro Tag im Durchschnitt.

7.891 Tote USA gesamt / 200 Tote New York City pro Tag!

Nun gab es mehr als  1.000 Corona-Tote in den USA gesamt. Daraus macht WELTonline folgendes:

Quelle: Hier klicken

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Im Übrigen sollte man sich mal überlegen, warum die allgemeine  Todesrate in Deutschland um die Hälfte größer ist, als in den USA: Hier klicken

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Meilenstein – Der Niedergang der Marktwirtschaft, …

… das Ende des Lebens, wie wir es kennen und lieben!

Roland Tichy, schon mehrmals Autor eines „Meilenstein-Artikels“,  bringt es auf den Punkt.

Lesen Sie unbedingt:
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Guten Morgen, liebe Leser!

Zu den aktuellen Zahlen der John-Hopkins-University: Hier klicken

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  • Heute, 11:00 Uhr: Meilenstein – Roland Tichy
  • Heute, 14:00 Uhr: WELTonline – Panikjournalismus
  • Heute, 17:00 Uhr: Döpfner-Meinung & Kritik

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Die Achse-Morgenlage: Hier klicken

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Deutschland heute, z. B.

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Umwelt

Kurzvideo zum Vortrag Rüdiger Stobbe bei der AfD in Selb: Hier klicken

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Der Firnis der Zivilisation ist …

dünn

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NZZ – Was verkennt Dr. Wodarg?

Wolfgang Wodarg ist 73 und Lungenfacharzt, …

Quelle Grün-kursives Zitat: Hier klicken

… er war früher einmal Schiffsarzt und dann viele Jahre Amtsarzt in Schleswig-Holstein. Und er hält die weltweit erlassenen, strikten Massnahmen gegen die Corona-Pandemie für verantwortungslos – weil schädlich für die Wirtschaft – und für einen Ausdruck von Hysterie. Sars-CoV-2 sei nicht gefährlich und vermutlich gar nicht wirklich neu, gibt er sich überzeugt. Um dem seiner Ansicht nach schädlichen Treiben Einhalt zu gebieten, hat er vor wenigen Tagen ein Video gedreht. Er sitzt dort vor einer dunklen Wand, im grün-beigen Jackett, mit weissem Bart und etwas wirren Haaren. Seine Ausführungen garniert er mit einer Prise Verschwörungstheorie: Die Welt folge Virologen, die mit Tests Geld verdienen wollten. Sein Video sowie Interviews mit ihm wurden auf Youtube bereits mehr als eine Million Mal geklickt. Doch seine Kernaussagen halten einer Überprüfung nicht stand. …

Schau´n wir mal:

1. Wodarg sagt: Sars-CoV-2 ist nicht gefährlich und eventuell noch nicht einmal neu

Zwar sind Coronaviren an sich nichts Neues für den Menschen, da hat er recht. So gibt es vier Coronaviren, die seit Jahrzehnten in Menschen vorkommen. Sie verursachen schätzungsweise 5 bis 15 Prozent der winterlichen Atemwegserkrankungen in Europa.

Doch genetische Untersuchungen des Erbguts von Sars-CoV-2 belegen, dass dieses Virus erst vor ganz kurzer Zeit auf den Menschen übergesprungen ist. Und weltweit würden nicht in so kurzer Zeit so viele Menschen daran erkranken, wenn dieser Erreger für den menschlichen Körper und damit das Immunsystem tatsächlich ein alter Bekannter wäre. Denn gegen seit Jahren zirkulierende Viren sind viele Menschen immun.

Korrekt ist, dass rund 80 Prozent der Infizierten nur eine leichte Atemwegserkrankung ähnlich einer normalen Erkältung entwickeln. Es stimmt auch, das vermutlich nicht jede Person, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat und dann gestorben ist, wirklich an dem Virus gestorben ist. Doch Sars-CoV-2 ist nach allem, was man bis jetzt weiss, kein ausschliesslich harmloses Halsweh-Husten-Virus. Es verursacht deutlich mehr schwere Erkrankungen, die eine intensivmedizinische Betreuung inklusive Beatmung benötigen, als andere Coronaviren oder auch manche Grippeviren. «Es kommt bei manchen Infizierten aus noch unbekannten Gründen zu einer fulminanten Verschlimmerung und zur schnellen Entwicklung einer schweren Lungenentzündung, der Sauerstoffaustausch wird derart eingeschränkt, dass der Patient dann daran stirbt», erklärt der Virologe Hendrik Streeck von der Universität Bonn. Diese Todesfälle gehen eindeutig auf Covid-19, die von Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung, zurück. Solch einen Verlauf gebe es auch bei jüngeren, zuvor völlig gesunden Infizierten, keineswegs nur bei älteren mit einer Vorerkrankung.

Wodargs Hauptfehler bei der Betrachtung der Gefährlichkeit ist aber, dass er das derzeitige exponentielle Wachstum der Infektionen völlig ausser acht lässt. Dieser Anstieg ist der grosse Unterschied zur saisonalen Grippewelle.

«Laut unseren bisherigen Erfahrungen müssen rund 5 Prozent der Infizierten intensivmedizinisch betreut werden», erklärt Clemens Wendtner, Arzt an der München-Klinik Schwabing, wo sein Team seit Januar Patienten mit Covid-19 betreut. «Ohne Eindämmungsmassnahmen wie Kontaktverbote, Schulschliessungen und Ausgangssperren wird es gemäss Modellrechnungen in wenigen Wochen bis zu 300 000 Infizierte in Deutschland geben», erläutert Wendtner. Wenn dann 5 Prozent und damit 15 000 Patienten innert kurzer Zeit in intensivmedizinische Betreuung in Spitäler müssten, käme das System an eine Belastungsgrenze. Eine Überlastung wird zurzeit in Italien drastisch vor Augen geführt. Dort transportieren mittlerweile Kolonnen von Militärfahrzeugen die Toten aus den Spitälern ab. Immer mehr Spitäler müssen entscheiden, welche Patienten sie sterben lassen und welche sie beatmen.

Auch für Nichtinfizierte wird die Lage unter solchen Umständen dramatisch, weil Patienten nach Unfällen, Herzklappen- oder anderen Operationen nicht mehr ausreichend versorgt werden können.

Der letzte Satz belegt, dass die Folgen der Corona-Panik wesentlich größer sein kann, als Corona – Covid 19 – selber. Das Bevorraten von Betten und das Verschieben von Behandlungen und Operationen wegen eines möglichen Corona-Ansturms ist nicht zielführend. Ansonsten sind Modellrechnungen eben Modellrechnungen. Die bisherige Anzahl der Erkrankten in Deutschland, die Anzahl der Verstorbenen und vor allen auch die weit aus höhere Zahl der Genesenen, als angegeben, weil nicht meldepflichtig, rechtfertigt in der Tat keine der Maßnahmen, die zur Zeit gefahren werden: Hier klicken.

 2. Wodarg sagt: Wenn wir nicht testen würden, wäre uns das Virus gar nicht aufgefallen

«Doch, auf jeden Fall», sagen Experten. Man hätte vermutlich zuerst gedacht, dass dieses Jahr eine intensive Grippesaison sei. Doch spätestens zu dem Zeitpunkt, als plötzlich wie im Kreis Heinsberg ungewöhnlich viele Patienten mit Atemwegserkrankungen in die Spitäler kamen, wäre uns aufgefallen, dass es sich um ein neues Virus und eine neue Bedrohungslage handeln muss.

Wenn man wirklich einen Überblick über die tatsächlich Infizizierten bekommen wollte, würde ein Ort ausgewählt, der in etwa die Bevölkerungsstruktur Deutschlands aufweist. Da würden alle getestet. Dann könnte man hochrechnen. So sind die Tests und damit die Ergebnisse, reine Zufallsprodukte. Beleg. Letzten Samstag und Sonntag sanken die Neuinfektionen massiv. Erst Montag zogen sie wieder an. Ist ja klar. Samstag, Sonntag sind die Arztpraxen geschlossen, deshalb weniger Neuinfektionen. Allein die Tatsache, dass Deutschland nicht in der Lage ist, eine korrekte und verbindliche Statistik zeitnah zur Verfügung zu stellen, ist ein Skandal. Allein die Tatsache, dass in Medien diverse Zahlen zu Neuinfizierten, Verstorbenen und Genesenen in diversen Größenordnungen geistern, dass die Anzahl der Genesenen nicht meldepflichtig ist, belegt, dass Deutschland schlechter aufgestellt ist, als ein Imbiss.

3. Wodarg sagt: Die durch Sars-CoV-2 verursachten Todesfälle werden wir übers Jahr gesehen nicht in der Sterbestatistik sehenMit dieser Datenlage die Maßnahmen

Es ist richtig, dass bis anhin in der Schweiz oder in Deutschland mit jeweils über 50 an Covid-19 Verstorbenen das Virus noch keinen Todeszug angetreten hat. Doch Wodarg verkennt hier völlig, dass man sich in allen europäischen Ländern – ausser eventuell in Italien – erst am Anfang der Pandemie befindet. Bei einem ungebremsten exponentiellen Wachstum könnten sich die Todeszahlen schnell und drastisch ändern, so Wendtner warnend. Italien sei bereits so weit, dass man in manchen Regionen über die grippebedingte Übersterblichkeit gekommen sei, also mehr Menschen wegen Sars-CoV-2 gestorben seien, als man in einem Winter wegen  Atemwegserkrankungen inklusive Grippe erwarte, meint Christian Drosten, Virologe und Corona-Experte von der Berliner Charité. Einig sind sich Wodarg und Drosten nur darin, dass zurzeit keiner weiss, wie die Sterbestatistik Ende Jahr aussehen wird.

Genau so wird es sein. Das EU-Mortalitätsmonitoring hat bis heute keine erhöhte Mortalität wegen Covid 19 feststellen können, argumentiert aber natürlich vorsichtig:

In den letzten Tagen hat der EuroMOMO-Hub viele Fragen zu den wöchentlichen Gesamtmortalitätsdaten und dem möglichen Beitrag einer COVID-19-bezogenen Mortalität erhalten. Einige fragen sich, warum in den gemeldeten Sterblichkeitszahlen für die von COVID-19 betroffenen Länder keine erhöhte Mortalität beobachtet wird.
Die Antwort lautet, dass eine erhöhte Mortalität, die hauptsächlich auf subnationaler Ebene oder in kleineren Schwerpunktbereichen auftreten und / oder sich auf kleinere Altersgruppen konzentrieren kann, auf nationaler Ebene möglicherweise nicht festgestellt wird. Dies gilt umso mehr für die gepoolte europaweite Analyse angesichts des großen Nenners der Gesamtbevölkerung. Darüber hinaus verzögert sich die Registrierung und Meldung von Todesfällen immer um einige Wochen. Daher müssen die EuroMOMO-Sterblichkeitszahlen der letzten Wochen mit einiger Vorsicht interpretiert werden.

Obwohl in den EuroMOMO-Zahlen derzeit keine erhöhte Mortalität beobachtet wird, bedeutet dies nicht, dass in einigen Gebieten oder in einigen Altersgruppen, einschließlich der Mortalität im Zusammenhang mit COVID-19, keine erhöhte Mortalität auftritt.

Quelle: Hier klicken 25.3.2020, 11:37 Uhr

PDF der Sterblichkeitsverläufe  bis Woche  11/2020: Hier klicken

Wodarg sagt: Der zurzeit durchgeführte Test ist weder validiert noch spezifisch, Virologen wie Drosten wollen damit nur Geld verdienen

Der in Deutschland und auch in anderen Ländern angewandte und von Drostens Team im Januar entwickelte Test auf Sars-CoV-2 war der erste verfügbare Test. Gemäss den auf der Website der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichten Analysen sowie den Aussagen von Drosten wurde in zahlreichen Labortests gezeigt, dass der Test spezifisch ist. Er erkennt Sars-CoV-2 und einige Fledermaus-Coronaviren, die jedoch nicht im Menschen vorkommen. Die uns vertrauten «alten» Coronaviren erkennt er hingegen nicht. Der Test wurde in Labors und Spitälern in Berlin, Rotterdam, London und Hongkong an Hunderten von Virusisolaten aus Patienten validiert. Dem Vorwurf, geldgierig zu sein, widerspricht Drosten energisch. Er verdiene mit den Tests keinen Cent, im Gegenteil, die Bereitstellung von Tests an Labore in diversen Ländern koste die Charité Geld.

Naja, Frau Merkel musste ja auch mehrfach getestet werden, weil ein Test faktisch nicht zuverlässig ist. Denn es kommt darauf an, wann getestet wird. Entscheidend ist der Kontakt mit einem Infizierten. Da die Inkubationszeit aber 3 bis 14 Tage betragen kann, ist jeder Test praktisch unsicher. Testreihen müssten also her. Nun kostet jeder Test richtig Geld.

Da hat Herr Prof. Drosten aber Glück. Und wird Multimillionär. Auch wenn er das bestreitet. Denn, wenn es nicht so wäre, dann wäre er ganz schön blöd, oder?

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Draghi, Merkel und Schäuble haben die Toten in Italien mit auf dem Gewissen

Norbert Häring meint auf seinem Blog

Norbert Häring

19. 03. 2020 | Dass in Italien das Corona-Virus so viele Todesopfer fordert, hat einen Grund: mangelnde Behandlungskapazitäten in Krankenhäusern. Und diese wiederum haben ihren Grund darin, dass die Europäische Zentralbank mit Unterstützung der Bundesregierung die in Not geratene italienische Regierung so lange erpresste, bis sie ihre Ausgaben für das Gesundheitswesen zusammenstrich.

Es war 2011, die Hochzeit der Finanzkrise und die Anleiheinvestoren verlangten immer höhere Renditen um italienische Anleihen ins Depot zu nehmen. Da schrieben der damalige Chef der Bank von Italien, Mario Draghi, und der Chef der EZB, Jean-Claude Trichet einen Brief an die italienische Regierung, den sie zu allem Überfluss auch noch an die Presse geben ließen. Darin forderten Sie, wie in einem lesenswerten aktuellen Beitrag im „Freitag“ unter dem Titel „Austerität ist tödlich“ dargelegt, heftige Einschnitte bei den öffentlichen Ausgaben, Davon machten Draghi und Trichet  den Kauf italienischer Anleihen abhängig. […]

Quelle & weiter lesen: Hier klicken

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Hinzu kommt wahrscheinlich, dass wenn immer möglich jedem Toten ein Corona-Zusammenhang hergestellt wird. Das treibt die Zahlen, erhöht das Mitleid und fördert den Mittelzufluss. Meine Meinung.

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