Tag der Homophobie

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Dragqueen Bildquelle: Google

Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube:

Homoehe ist für mich ein Witz. Verpartnerung: Von mir aus. Aber Ehe? Da vergaloppieren sich Schwule und Lesben m. E.  in eine Welt, die für sie nicht gemacht ist. Die bürgerliche Welt. Dort leben Mann, Frau und Kinder in einer monogamen Beziehung genannt Familie.

Es würde mir allerdings niemals auch nur im Traum einfallen, eine/n Homosexuelle/n in irgendeiner Form anzugehen oder gar anders behandeln, als heterosexuell veranlagte Menschen. Jede/r kann leben, wie er/sie  will.

Allerdings bin ich dagegen, die „Segnungen“ der Reproduktionsmedizin Homosexuellen oder auch Heteros zu Gute kommen zu lassen. Diese Perversion ist faktisch eine Weiterentwicklung der Rassemedizin der Nazis und sollte weltweit verboten werden. Klar, ist utopisch. Aber meine Meinung*.

Homophobie
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Eine Dragqueen beklagt in den Aachener Nachrichten (AN) vom 18.5.2016, dass er sich immer öfter Übergriffen ausgesetzt sieht. Besteht da ein Zusammenhang mit der massiven Zuwanderung von islamgläubigen jungen Männern. Steht zu befürchten. Ist aber kein Thema in unseren Medien. Das wäre xenophob, islamophob und überhaupt.

In Sachen Gewalt und Kriminalität durch Zuwanderer ist Ruhe die erste Medienpflicht. Wenn es denn nicht unbedingt sein muss, wird nicht berichtet, nichts erwähnt. Dafür wird jede Hakenkreuz-Schmiererei als rechte Gewalt gegeißelt. Sonst wäre die Zahl der rechten Straftaten noch viel geringer, als sie es im Verhältnis zu über 80.000.000 Menschen ohnehin ist.

*Lesen Sie dazu auch meinen Essay „Wehret den Anfängen- Gedanken zur PräImplantationsDiagnostik PID im Heft: „Genetik-Religion-Umwelt / Texte zur Sarrazin-Debatte“. 

Ein Anfang

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Wolfgang Bosbach Bildquelle: Google

Der Berliner Kreis der CDU unter Federführung Wolfgang Bosbachs hat ein Manifest herausgegeben, in welchem er sich eindeutig positioniert.

Das ist bemerkenswert, weil innerhalb der CDU bisher zumindest offiziell einer politisch-gutmenschlichen Korrektheit gefrönt wurde, die zu einem massiven Verlust von Wählerstimmen (Landtagswahlen 2016) geführt hat. Die Zustimmung für die CDU nimmt  in Umfragen seit September 2015 kontinuierlich ab. Das liegt nicht daran, dass das Wahlvolk generell „rechts“ – was immer das auch heißen mag – eingestellt ist, sondern einen wesentlich wirklichkeitsnäheren  Blick auf die Vorgänge hat, die in Deutschland vor sich gehen, als Politiker und Politikerinnen, die sich im Buhlen um Anerkennung, Wählerstimmen, Reputation usw. auf den verschiedenen Ebenen bis hin zur EU/Weltpolitik schlicht verstricken, verheddern, sich in Lagen und Situationen bringen, aus denen sie nicht mehr ohne Schaden herauskommen.

Schaden an Ansehen, Glaubwürdigkeit, Kompetenzzuschreibung.

Die Folge: Starker Vertrauensverlust. 
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Angela Merkel Bildquelle: Google

Paradebeispiel: Angela Merkel mit ihrer ´Menschlichkeit` in Sachen Bahnhof Budapest, ihrer Handlungsunfähigkeit in Sachen Idomeni. Den Menschen geht es in Idomeni wesentlich schlechter, als denen in Ungarn September 2015. Eine Lösung der katastrophalen Situation an der mazedonischen Grenze ist gleichwohl nicht in Sicht. Dabei käme es auf die 10.000 Menschen nun auch nicht mehr an. Allerdings mit der Maßgabe, dass Neuankömmlinge (Stichtagsregelung) vor der mazedonischen Grenze / Idomeni in keinem Fall mehr geholt würden. Nicht mal dazu ist die EU/die Kanzlerin  fähig.

Apropos EU: Ein bürokratischer Torso! Wenigstens hat Martin Schulz die Reißleine in Sachen Visumsfreiheit für Türken gezogen. Ein Lichtblick, ein ganz kleiner Lichtblick.

Durch die dramatischen Veränderungen in unserem Land, werden viele Menschen motiviert, nicht nur ihre Meinung zu aktuellen Problemen zu artikulieren. Sie nehmen vermehrt Stellung zu Aspekten, die ihnen schon lange auf der Seele liegen und finden eine Projektionsfläche  bei den so genannten Rechtspopulisten. Die Wähler der AfD sind zum großen Teil keine Protestwähler. Es sind in aller Regel Menschen, die sich mal ernst genommen fühlen. Daher auch die Zustimmung so vieler ursprünglicher Nichtwähler.

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Einigkeit bei der Entgeltungleichheit

Gestern gab es in Aachen eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde zum Thema ´ Entgeltungleichheit `.

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Daniela Jansen Bildquelle: Wikipedia

Nein, eine richtige Diskussion fand nicht wirklich statt. Der Minister für Arbeit, Integration und Soziales NRW, Rainer Schmeltzer, Daniela Jansen, SPD-Landtagsabgeordnete und in dieser Funktion zuständig für Frauenfragen, sowie Stefanie Baranski-Müller, Frauen-Sekretärin des DGB in NRW waren sich einig, dass noch viel zu tun sei.

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Rainer Schmeltzer Bildquelle: Webseite des Ministeriums

Man wolle ja nicht 170 Jahre warten, so der Minister, bis Entgeltgleichheit – z. Zt. angeblich bei weit über 20%* – zwischen Mann und Frau hergestellt sei. Was zwar kaum jemand verstand, aber jeder glaubte.

Es wurde über Sachverhalte und Ursachen der Entgeltungleichheit geredet. Dabei wurde vieles durcheinander geworfen.

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Kampf der Kulturen, oder was?

Heute besucht der Papst 5 Stunden die Insel Lesbos und das Internierungslager Freiheit (1)Moria. Anschließend wird er mit 8 Flüchtlingen eine Mahlzeit zu sich nehmen. Zum Schluss findet am Strand eine kleine kirchliche Feier statt. In diesem Rahmen wird der Papst einen Kranz in´ s Meer werfen (lassen). Zum Gedenken an die vielen auf der Flucht Ertrunkenen. Nach ein paar Minuten nimmt er seinen Sekretär zur Seite und sagt leise: „Schade, niemand ist hinterher gelaufen.“

Vielen guten Menschen wird diese Geschichte nicht gefallen. Weniger wegen des Papstes und dessen Verunglimpfung. Nein, wegen der satirischen Instrumentalisierung der vielen Toten, die im Mittelmeer ja tatsächlich  ertrunken sind. Inkl. des kleinen Jungen, der so schrecklich süß und tot am Stand lag.

Warum diese Geschichte?  

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BERLIN DIREKT am 3.4.2016: Die AfD wird „gegrillt“

Sonntag Abend, nach den Heute – Nachrichten, versucht Thomas Walde den Oberst im Generalstab  a. D. Georg Pazderski,  Mitglied des Bundesvorstandes der AfD, mit Argumenten zu Logo Berlin Direkt„stellen, vorzuführen“. Herr Walde ist extrem kritisch, kommt fast immer arrogant rüber,  bewegt sich auch ab und zu an der Grenze zur Unverschämtheit. Nicht nur bei der Interviews mit der AfD,  sondern generell. Belege sind Gespräche mit Horst Seehofer und Sigmar Gabriel im Sommer letzten Jahres.

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Frauen und das „Böse“: ´Der Reiz der Rechten`

So der Titel eines  Artikels der Sonntagsausgabe des Mediums

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Martina Meister (Paris) und Silke Mülherr (Berlin) schreiben über die Tatsache. dass es Frauen sind, die etlichen ´rechten Parteien` ihr Gesicht geben. Neben Marine Le pen aus Frankreich und AfD-Frontfrau Frauke Petry aus Deutschland sind dies noch Beata Szydlo aus Polen und Anke Van Dermeersch, ein Ex-Model aus Belgien,  so wie Siv Jensen aus Norwegen.

Womit wir  beim weiblichen  Aspekt des Artikels wären. “ Doch weil das Image sanfter wirkt“, so die Autorinnen, „sind die Positionen der Rechtspopulistinnen  nicht weniger drastisch und die Frauen im Kampf um die Macht wenigstens genauso  rücksichtslos wie ihre männlichen Konkurrenten.“

Warum sollten sie, Frauen,  das nicht sein? Es gibt keinen großen Bruder!, der bestimmt, wer welche Funktion hat.

Durchsetzungsvermögen, Intelligenz und Beharrlichkeit sind gefragt. Über diese Eigenschaften verfügen Frauen genau wie Männer oder eben nicht. Allein die These,  Frau Szydlo sei quasi die Marionette  Herrn  Kazczynskis – „dafür halten sie die meisten Polen“ – , ist  fragwürdig.

Warum sind viele Frauen Parteiführer vor allem so genannter rechter Parteien. Darauf gibt der Artikel  leider keine Antwort, nicht mal den Versuch einer Deutung. Könnte es daran liegen, dass diese Frauen sich um Benennungen wie ´rechts, rechtspopulistisch` usw. einen Teufel scheren und das, was sie für richtig, für ´recht(s)` erkannt haben, versuchen durchzusetzen? In der fehlenden sachlichen Analyse liegt die Schwäche des Artikels. Inhaltlich findet praktisch keine Auseinandersetzung statt. Denn:

´Rechts ist böse`. An sich. Warum? Es ist so!

Es verwundert die Autorinnen wohl, dass Frauen sich dem ´Bösen` anschließen, verkörpern sie in der feministischen Theorie doch das generell Gute. Im Gegensatz zum Mann, der das prinzipiell Schlechte in sich trägt. Kurz: Bestände die Welt nur aus Frauen, wäre sie besser. Durch die oben genannten Persönlichkeiten bekommt diese naive Weltsicht Kratzer. Dank dafür.

 

Frauen im Islam

Der Deutschlandfunk macht sich darum verdient, Fragen, die den Islam betreffen, zu thematisieren. In diesem Zusammenhang der Hinweis auf die Reihe „Koran erklärt„.

Deutschlandfunk
Interview

In der Nachosterwoche beginnt der Deutschlandfunk eine vierteilige Reihe zum Thema ´Frauen im Islam` (29.3.2016 bis 1.4.2016). Heute, am 29.3. 2016 wurde Sineb El Masrar von Christiane Florin interviewt. Sie können das Interview lesen, wenn Sie auf das Logo  klicken. Bemerkenswert ist, dass es für Frauen im Islam offensichtlich immer  dann schwierig wird, wenn sie anfangen nachzudenken und ihre Gedanken öffentlich machen. Stichhaltige Aussagen des Koran oder  von islamischen Gelehrten für eine andere Rolle

Averrhoës oder auch Ibn Ruschd
Averrhoës oder auch Ibn Ruschd

von Frauen im Islam, als die bekannte den Männern untergeordnete, gibt es wohl nicht. Sineb El Masrar muss schon auf Ibn Rushd zurückgreifen, einem Gelehrten des 12. Jahrhunderts. Dieser war für seine Zeit bezogen auf den Islam eher ein Freigeist und ist heute sicher keine für die aktuelle Islaminterpretation sonderlich relevante Persönlichkeit.

Ansonsten hebt Sineb El Masrar  die Tatsache hervor, dass es viele Frauen, Ehefrauen und Töchter,  im Umfeld Mohammeds gegeben habe. Der Hinweis auf Reformatoren des 19. Jahrhunderts wirkt wenig überzeugend.

Wenn es denn nicht unmenschlich wäre – Konversion ist im Islam mit dem Tod bedroht -, wäre Frau El Masrar zu empfehlen, zu einer anderen Religionsgemeinschaft überzutreten. Dem Islam die Idee  der Gleichberechtigung von Mann und Frau zu unterstellen, ist ein schöner Versuch. Belastbare Belege gibt es nicht. Auch nicht von Sineb El Masrar.

Erstaunliches zum Equal Pay Day: 100 Jahre schrumpfen auf Artikellänge

22 %  beträgt der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen. Der Durchschnittslohn einer Frau liegt bei 16,20 €, der eines Mannes bei 20,59 €. Bis zum Jahr 2120 dauere es wahrscheinlich,  bis dieser Unterschied eingeebnet sei.

So lesen wir im Artikel von Olaf Gerseman und Tobias Kaiser auf welt.de. Obwohl der Mindestlohn für mehr Gleichheit sorge, ginge die Lohnnivellierung nur im Schneckentempo voran.

Im letzten Teil des Artikels dann die Überraschung.

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Eine ´Lohnpolizei` ist unnötig

Alle Jahre wieder im März werden wir mit den ´Tatsachen` zur Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen konfrontiert. Der Equal Pay Day steht vor der Tür. Am 19. März ist es wieder soweit. Vorher muss in den Medien natürlich getrommelt werden. Wie jedes Jahr wird festgestellt, dass Frauen etwas mehr als 20% (2015: 21,6%) weniger verdienen, als ihre männlichen Kollegen. Nur in Österreich (22,9%) und in Estland (28,3%) seien die Unterschiede noch markanter.

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