… wie ein Journalist mit Guten Gedanken einen politisch angeschlagenen Politiker in die Enge treibt und wohl noch meint, dass sei „guter“ Journalismus.
Der Politiker eiert aus Angst vorm Verletzen der politischen Korrektheit rum, so dass dem Hörer, dem Leser insgesamt nur ein intensives Kopfschütteln bleibt.
Die Idee, Völker, die sich in Nationalstaaten vereint haben, durch eine Art Supranation zu verbinden, ist mehr als zweifelhaft.
Völker wollen in erster Linie unter sich leben.
Bestes Beispiel ist der Zerfall der Kunstnation Jugoslawien nach dem Abriss des Eisernen Vorhangs. Es kam zu jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen bis schließlich die Gründung etlicher neuer Staaten zu einer fragilen Befriedung führten. Noch immer brodelt der Konflikt zwischen diversen Ethnien unter der Oberfläche.
Die Sezessionsbestreben der Katalanen, aber auch die Bemühungen der Kurden auf angestammten Gebiet einen eigenen Staat zu gründen, belegen meine These.
Es geistert seit einigen Jahren die These durch Politik und Medien, dass die EU und deren Vorgängerorganisationen seit nunmehr über 70 Jahren für Frieden in Europa – zumindest unter den Mitgliedsstaaten – geführt hätten.
Das ist schlicht falsch. Eine rigide Abschreckungspolitik gegenüber den Staaten des Warschauer Paktes und das Versammeln des Westens unter dem atomaren Schutzschirm von USA, Frankreich und Großbritanniens haben den Frieden = Abwesenheit von Krieg = kalten Krieg gewährleistet.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist die Welt insgesamt instabilergeworden.
Immerhin: Deutschland, der Aggressor Nr. 1 des 20. Jahrhunderts hat seine Lektion in Sachen Expansion durch Krieg anzetteln und vielem anderen gelernt. Heute ist das Land nicht mehr in der Lage seine Grenzen zu schützen und lässt deshalb alle Menschen – egal mit welcher Absicht sie kommen – in das Land einreisen. Eine Waffe ist für die sukzessive Eroberung Deutschlands nicht nötig. Das Wort „Asyl“ reicht.
Die EU hat – als sie noch eine Wirtschaftsvereinigung diverser Nationalstaaten (Erst EWG, dann EG) war – zum Wohlergehen der Völker beigetragen. Aber bereits mit dem Öffnen der Grenzen und der Aufnahme wirtschaftlich z. T. erheblich schwächerer Nationen und später mit der Einführung des Euro kamen Spannungen auf. Zu groß sind die wirtschaftlichen Differenzen. Da wären zum einen der Kriminalitätstourismus, der (grenz)übergreifende Menschenhandel, und auch eine zu starke Nutzung der Personenfreizügigkeit, welche zu Spannungen führen. Letzteres ist sicher Mitursache für den Brexit, denn viel zu viele Polen haben Großbritannien mit im Verhältnis billigster Arbeitskraft überschwemmt.
Selbst auf einer niedrigeren Ebene klappt wenig. Es gibt keine z. B. einheitlichen Steuersätze, auch weil die Leistungskraft der Nationen so unterschiedlich ist. Im Verwaltungsbereich kocht jedes Land ohnehin sein eigenes Süppchen. Ziehen Sie mal von Aachen nach Belgien …
Wer nun noch behauptet, dass die Völker zu einer alles verbindenen Vereinigung bereit wären, ist ein Phantast. Im Gegenteil …
… sie oben, Abschnitt 3: Völker wollen …
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Ein weiterführender Bericht zum Thema:Hier klicken
Um es vorab zu sagen: Es ist nicht seriös einen Vergleich in der Form anzustellen, wie hier auf WELTonline geschehen.
Nicht nur, dass der Artikel fast vollständig etwas an den Haaren herbeizieht, was in den Bereich des Banalen gehört. Etliches ist sachlich nicht haltbar. Von so etwas wie „Wissenschaft“ kann ohnehin keine Rede sein. Ein intellektuelles Desaster wird abgeliefert.
Lesen Sie meinen Essay, in welchem ich den Artikel Abschnitt für Abschnittkommentiere und seine mehr als fragwürdige Botschaft detailliert widerlege.
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*Weil das Thema außerordentlich wichtig für die Fragestellung „Debattenkultur, Deutschland, AfD, Nationalsozialismus“ ist, zitieren wir den Text als PDF. Verweise und alle Kommentare der Leserschaft lesen Sie komplett, wenn Sie WELTplus testen/abonnieren. Wir empfehlen WELTplus ausdrücklich: 30 Tage kostenlos/günstig testen.
Heute um 17:00 Uhr erscheint der Essay, der sich ausführlich mit dem VergleichNSDAP – AfD beschäftigt, der am 25.9.2017 in WELTplus veröffentlicht wurde.
Selbstverständlich muss „entlarvt“ werden. So wie das ja auch schon bisher in Politik und Medien geschehen ist. Was im Prinzip aber nur billige Verunglimpfung* war. Verunglimpfung, die der AfD mehr genutzt als geschadet hat.
Der Mann macht sich doch lächerlich.
Nur weil er es hervorragend versteht, sich und seinen m. E. kruden Glauben in ein geschöntes Licht zu setzen, bedeutet das noch lange nicht, dass er ehrlich, wahrhaftig ist. Im Gegenteil.
Lesen Sie dazu auch den Artikel zum Sonntag, 1.10.2017, in dem ich einen Bericht von WELT-Autor Sven Felix Kellershoff, der AfD und NSDAPvergleicht, detailliert entlarve.
Da wird das Fell des Bären verteilt, bevor dieser erlegt ist!
Der mediale Mainstream tut, schreibt, sendet so, als sei „Jamaika“ schon in trockenen Tüchern. Da soll wohl so was wie eine self fulfilling prophecy installiert, initiiert werden.
Dass dabei der verlässlichste und fähigste Mann für den Posten des bundesdeutschen Finanzministers/Bundeskanzlers geopfert werden soll, ist ein Riesenskandal.
Standhaftigkeit, Standhaftigkeit und noch mal Standhaftigkeit …
… ist vonnöten, um den unsäglichen Schuldentreibern und Schuldenverteilern der EU, der EZB und einzelner Nationalstaaten etwas entgegenzusetzen.
Angela Merkel tut alles dafür, Deutschland vor die Wand zu fahren.
Die Frau ist dem purem Machtwahn verfallen. Das Land, Deutschland, die Menschen hier werden es ausbaden müssen.
Dafür habe ich noch, wenn auch wenig, Verständnis.
Vor allem, wenn man, wie Frauke Petry , ein Direktmandat zugesprochen bekommen hat, welches mehr auf die Person abzielt, denn auf die Partei, welche diese Person vertritt.
Dann aber hinzugehen und eine neue Partei gründen zu wollen, ist ganz sicher nicht in Ordnung. Eine neue Partei hat der Wähler von Frau Petry bestimmt nicht gewollt. Er wusste ja nicht mal davon.
Wenn Frau Petry mit Ihrem Mann Marcus Pretzell tatsächlich eine neue Partei gründen sollte, säße diese im Landtag NRW und im Bundestag.
Das wäre eine böse Täuschung des Wählers, eine Missachtung des Wählerwillens.
Ein weiterer Schritt Richtung Niedergang Politischer Kultur.
Genauso denken offensichtlich auch die Anhänger von Frau Merkel.
Man will wohl mit aller Macht in der Versenkung verschwinden.
Nicht heute, nicht morgen, doch die Richtung ´stimmt`. Ein Blick zur SPD wäre hilfreich. Oder nach Baden-Württemberg. Oder nach Italien.
Die Abschaffung der unkontrollierten Zuwanderung ist der Schlüssel. Findet diese nicht statt, wird Deutschland weiterhin mit 15.000 Menschen oder mehr pro Monat geflutet, wird der Nidergang der etablierten Parteien weitergehen. Die Menschen, die bereits länger hier leben, machen dies auf Dauer nicht mit.
Ich bin gestern am frühen Nachmittag durch Aachens Innenstadt gegangen. Da gibt es Bereiche (Peterstraße/Bushof), da waren meine Frau und ich gefühlt praktisch die einzigen deutschen Menschen.
Mitten in der Stadt.
Ich will das nicht. Das ist nicht in Ordnung. Viele Menschen denken so wie ich. Es werden immer mehr.
… mehr derart offensiv für ein Konstrukt geworben, das man durchaus als Vereinigte Staaten von Europa bezeichnen könnte. Nach dem Scheitern des EU-Verfassungsvertrags stand für die Mehrheit der Staatschefs offensichtlich fest, dass mit dem abgeschwächten Lissabon-Vertrag
das höchste der Gefühle in Sachen Vergemeinschaftung erreicht ist.“ Quelle: Kommentar rechts
Glaube doch bitte niemand, dass Herr Macron ein Mensch sei, der Europa als Projekt sieht, in das Frankreich seine Souveränität einbrächte.
´Frankreich zuerst` …
… war, ist und bleibt seine Devise, die Devise eines jeden französischen Präsidenten.
Das braucht gar nicht gesagt werden, das war immer so.
Denn sonst könnte der französische Präsident sofort ´einpacken`.
Was Herrn Macron bereits aus Anlass der Arbeitsmarktreformen passieren könnte.
Der Widerstand in Frankreich dagegen formiert sich immer mehr. Hunderttausende sind bereits – in Deutschland wurde das kaum kommuniziert– auf die Straße gegangen.
Der Ursprung der „Europäischen Idee“ war, Deutschland wirtschaftlich so einzubinden, dass ein weiterer Angriff auf Frankreichso weit wie möglich unmöglich wird.
Das nämlich hatten die Allierten gelernt: Die wirtschaftliche Knebelung Deutschlands durch den Versailler Vertrag hat nicht unerheblich, m. E. sogar fast ausschließlich zum Aufstieg des Nationalsozialismus beigetragen.
Deren Sprachrohr ist Sven Felix Kellerhoff. Herr Kellerhoff ist Historiker und Buchautor.
Einen Tag nach der Bundestagswahl hat Herr Kellerhoff einen Artikel geschrieben, in dem er glaubt zu analysieren,
Was NSDAP und AfD verbindet – und was sie trennt.
So denn auch der Titel des Artikels.
Das Wichtigste war für Herrn Kellerhoff wohl,AfD und NSDAPin einem Satz, in einer Titelüberschrift zu nennen. Die perfide Strategie der Verunglimpfung eines Menschen mit offensichtlich Guten Gedanken.
Dass es Strategie ist, belegt u. a. der Hinweis in einer Antwort auf einen Leserkommentar, dass hier nicht die NSDAP als staatstragende Partei von 1933 bis 1945 gemeint sei, sondern die NSDAP des Jahres 1930.
„Sie haben aber schon verstanden, dass wir die NSDAP des Jahres 1930 mit der AfD heute vergleichen, oder? Und nicht eine als Oppositionins Parlament gewählte Partei mit der Staatspartei des Drittem Reiches? Ihre WELTGeschichte“
Quelle: Leserkommentare zu dem Artikel, den Sie unten rechts aufrufen können.
Das allerdings ist nicht der einzige Punkt -gleichwohl ein zentraler – der den Artikel des Herrn Kellerhoff unerträglich macht.
Deshalb werde ich einen Essay verfassen, der voraussichtlich im Rahmen des „Artikels zum Sonntag 1.10.2017“ erscheinen wird. In diesem Essay werde ich den Artikel sorgfältig sezieren und kritisch würdigen. Auch wird er Antworten von Herrn Kellerhoff auf ausgewählte Leserkommentare zum Artikel nebst Kommentierung meinerseits enthalten.
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