Während der Corona-Krise sind die weltweiten CO₂ Emissionen deutlich zurückgegangen. Die Statista-Grafik zeigt auf Basis einer Schätzung des Global Carbon Projects, wie stark der Rückgang in den einzelnen Sektoren ausfiel. Den größten Rückgang verzeichnete demnach der Verkehr zu Lande. In Spitzenzeiten, am 8. April 2020, etwa fielen die Emissionen im Landverkehr um rund 7,5 Millionen Tonnen CO₂ geringer aus als im Jahr 2019. In diesem Sektor war der Rückgang am stärksten. Es folgen der Menge nach absteigend sortiert die Sektoren Industrie (-4,2 Mio. t), Energie (-3,2 Mio. t.), Luftfahrt (-1,7 Mio. t.) und der Öffentliche Sektor (-0,9 Mio. t.). Einzig die Emissionen im Gebäudesektor legten im Vergleich zu 2019 dauerhaft zu, am 8. April etwa um 0,2 Millionen Tonnen CO₂.
Die Ursachen für den Rückgang sehen die Experten in den Maßnahmen vieler Länder zur Eindämmung der Pandemie. Diese hätten den Umfang und die Art des Energieverbrauchs drastisch verändert. Viele Ländergrenzen wurden geschlossen, Lieferketten unterbrochen und die Bevölkerung zum Aufenthalt in ihren Wohnungen aufgerufen, was den weltweiten Güterverkehr eingeschränkt und die Konsummuster verändert hat. Zu Spitzenzeiten gingen die Emissionen in einzelnen Ländern durchschnittlich um –26% zurück. Die Auswirkungen auf die jährlichen Emissionen im Jahr 2020 hängen von der Dauer der pandemiebedingten Einschränkungen ab, derzeit schätzen Experten des Global Carbon Projects den Rückgang im mittleren Szenario auf rund 4 Prozent ein. Sollte es in vielen Ländern zu weiteren Infektionswellen kommen, könnte der Rückgang auch auf 7 Prozent ansteigen, wenn einige Beschränkungen bis Ende 2020 bestehen bleiben. Staatliche Maßnahmen und wirtschaftliche Anreize nach der Krise „werden wahrscheinlich die globale Entwicklung der CO2-Emissionen über Jahrzehnte beeinflussen“, so die Experten.
[…] Um 67 Prozent sind die weltweiten Kohlendioxid-Emissionen seit 1990 gewachsen: von 22,6 Milliarden Tonnen auf 37,9 Milliarden Tonnen im Jahr 2018. Waren jahrzehntelang die Industriestaaten die größten Verschmutzer, haben sich die Gewichte inzwischen verschoben. Schon 2005 hat China den ehemaligen Kohlendioxid-Weltmeister USA beim absoluten CO2-Ausstoß überholt, wie aus Daten der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission hervorgeht.
Allein die drei größten Verursacher China, USA und Indien sind inzwischen für etwas mehr als die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.
[…]
Betrachtet man nicht nur Kohlendioxid aus der Verbrennung von fossilen Brenn- und Kraftstoffen, sondern sämtliche Treibhausgase, verschiebt sich die Reihenfolge etwas. Auf dem 6. Platz liegt Brasilien vor Deutschland auf dem 7. Rang. Auf den Plätzen 8 bis 10 folgen Indonesien, Iran und Kanada.
Einbezogen werden in diese komplexere Rechnung mit Daten für das Jahr 2015 auch andere Treibhausgase wie Methan und Lachgas aus der Landwirtschaft. Die unterschiedliche Wirkung verschiedener Gase wird dafür in sogenannte CO2-Äquivalente umgerechnet. Demnach verursachte Deutschland rund 929 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, wovon 786 Millionen Tonnen reines CO2 waren. Weltweit betrugen die Emissionen 2015 rund 49 Milliarden CO2-Äquivalente gegenüber 36 Milliarden Tonnen CO2.
Bemerkenswerterweise hat eine Art Verantwortlichen-Massenhysterie zu einem Lockdown in den meisten wirtschaftlich relevanten Ländern der Welt geführt. Wegen einer angeblichen Pandemie. In keinem Land der Welt erreichte die Zahl der Infizierten die 1%-Marke. In China erkrankten nur 0,0058% der Bevölkerung. Bei ´Infektions-Spitzenreiter` Spanien waren es 0,6154% (Stand 5.6.2020).
Unten sind die Zahlen so aufbereitet, dass der Widersinn des Lockdowns mit den viel, viel schlimmeren Folgen als Covid-19, schnell erkannt werden kann. Natürlich kann und wird behauptet werden, dass der Lockdown viel Schlimmeres verhindert hat. Schauen Sie sich mal das Verhältnis von Aktiven Fällen gesamt zu den milden zu den schweren Fällen an. Das hat nichts mit dem Lockdown zu tun. Dieses Verhältnis belegt in praktisch allen betroffenen Ländern, das Covid-19 eine milde, in den allermeisten Fällen eine nicht tödliche Krankheit ist. Nicht tödlicher als eine Lungenentzündung oder „normale“ Grippe, die einen bereits kranken, einen alten Menschen trifft. Eine Krankheit wie viele andere Viruserkrankungen auch. Der Lockdown war daher vollkommen unnötig. Er widerspricht ganz eindeutig dem hypokratischen Grundsatz:
Dieses Verhältnis belegt in praktisch allen betroffenen Ländern, das Covid-19 eine milde, in den allermeisten Fällen eine nicht tödliche Krankheit ist. Nicht tödlicher als eine Lungenentzündung oder „normale“ Grippe, die einen bereits kranken, einen alten Menschen trifft. Eine Krankheit wie viele andere Viruserkrankungen auch. Der Lockdown war daher vollkommen unnötig. Er widerspricht ganz eindeutig dem hypokratischen Grundsatz:
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„Ich danke Ihnen vielmals. Meine amerikanischen Mitbürger: Meine erste und höchste Pflicht als Präsident ist es, unser großes Land und das amerikanische Volk zu verteidigen. Ich habe einen Eid geschworen, die Gesetze unserer Nation aufrechtzuerhalten, und genau das werde ich auch tun.
Alle Amerikaner waren zu Recht bestürzt und empört über den brutalen Tod von George Floyd. Meine Regierung setzt sich voll und ganz dafür ein, dass George und seiner Familie Gerechtigkeit widerfahren wird. Er wird nicht umsonst gestorben sein. Aber wir können nicht zulassen, dass die rechtschaffenen Rufe und friedlichen Demonstranten von einem wütenden Mob übertönt werden. Die größten Opfer der Unruhen sind friedliebende Bürger in unseren ärmsten Gemeinden, und als ihr Präsident werde ich dafür kämpfen, dass sie in Sicherheit sind. Ich werde kämpfen, um Sie zu beschützen. Ich bin Ihr Präsident für Recht und Ordnung und ein Verbündeter aller friedlichen Demonstranten.
Aber in den letzten Tagen wurde unsere Nation von professionellen Anarchisten, gewalttätigen Mobs, Brandstiftern, Plünderern, Kriminellen, Randalierern, der Antifa und anderen gepackt. Eine Reihe von Staats- und Kommunalregierungen haben es versäumt, die notwendigen Maßnahmen zum Schutz ihrer Einwohner zu ergreifen. Unschuldige Menschen wurden brutal zusammengeschlagen, wie der junge Mann in Dallas, Texas, der sterbend auf der Straße zurückgelassen wurde, oder die Frau im Bundesstaat New York, die von gefährlichen Schlägern brutal angegriffen wurde.
Kleinunternehmer haben gesehen, wie ihre Träume völlig zerstört wurden. New York’s Finest [ref. NYPD, die Red.] wurden mit Ziegelsteinen ins Gesicht geschlagen. Mutige Krankenschwestern, die das Virus bekämpft haben, haben Angst, ihre Häuser zu verlassen. Eine Polizeistation ist auf dem Revier überrannt worden. Hier in der Hauptstadt des Landes wurden das Lincoln Memorial und das Denkmal für den Zweiten Weltkrieg verwüstet. Eine unserer historischsten Kirchen wurde in Brand gesteckt. Ein Bundesbeamter in Kalifornien, ein afroamerikanischer Vollzugsheld, wurde erschossen und getötet.
Dies sind keine Akte des friedlichen Protests. Dies sind Akte des innerstaatlichen Terrors. Die Vernichtung unschuldigen Lebens und das Vergießen von unschuldigem Blut ist ein Verstoß gegen die Menschlichkeit und ein Verbrechen gegen Gott.
Amerika braucht Schöpfung, nicht Zerstörung; Zusammenarbeit, nicht Verachtung; Sicherheit, nicht Anarchie; Heilung, nicht Hass; Gerechtigkeit, nicht Chaos. Das ist unsere Mission, und wir werden erfolgreich sein. Hundert Prozent, wir werden erfolgreich sein. Unser Land gewinnt immer.
Deshalb ergreife ich unverzüglich präsidiale Maßnahmen, um die Gewalt zu beenden und die Sicherheit in Amerika wiederherzustellen. Ich mobilisiere alle verfügbaren – zivilen und militärischen – Ressourcen des Bundes, um die Ausschreitungen und Plünderungen zu stoppen, die Zerstörung und Brandstiftung zu beenden und die Rechte gesetzestreuer Amerikaner zu schützen, einschließlich ihrer Rechte nach dem Zweiten Verfassungszusatz [ref. das Recht Waffen zu tragen, die Red.]. Daher treten die folgenden Maßnahmen sofort in Kraft:
Erstens: Wir beenden die Unruhen und die Gesetzlosigkeit, die sich in unserem Land ausgebreitet haben. Wir werden sie jetzt beenden. Ich habe heute jedem Gouverneur dringend empfohlen, die Nationalgarde in ausreichender Zahl so einzusetzen, dass wir die Straßen beherrschen. Bürgermeister und Gouverneure müssen eine überwältigende Präsenz der Ordnungskräfte aufbauen, bis die Gewalt niedergeschlagen ist.
Wenn eine Stadt oder ein Bundesstaat sich weigert, die Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um das Leben und das Eigentum ihrer Einwohner zu verteidigen, dann werde ich das US-Militär einsetzen und das Problem schnell für sie lösen.
Ich ergreife auch schnelle und entschiedene Maßnahmen zum Schutz unserer großen Hauptstadt Washington, D.C. Was gestern Abend in dieser Stadt geschah, war eine totale Schande. Während wir hier sprechen, entsende ich Tausende und Abertausende schwer bewaffnete Soldaten, Militärangehörige und Vollzugsbeamte, um die Unruhen, Plünderungen, den Vandalismus, die Übergriffe und die mutwillige Zerstörung von Eigentum zu stoppen.
Wir warnen alle vor den Unruhen: Unsere Ausgangssperre von sieben Uhr wird strikt eingehalten. Diejenigen, die unschuldiges Leben und unschuldiges Eigentum bedrohen, werden verhaftet, inhaftiert und mit dem vollen Ausmaß des Gesetzes strafrechtlich verfolgt.
Ich möchte, dass die Organisatoren dieses Terrors darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie mit schweren Strafen und langen Haftstrafen rechnen müssen. Dazu gehören auch die Antifa und andere, die führende Anstifter dieser Gewalt sind.
Ein Gesetz und eine Ordnung – und das ist es, was es ist: ein Gesetz. Wir haben ein schönes Gesetz. Und sobald dieses wiederhergestellt und vollständig wiederhergestellt ist, werden wir Ihnen helfen, wir werden Ihrem Unternehmen helfen, und wir werden Ihrer Familie helfen.
Amerika ist auf Rechtsstaatlichkeit gegründet. Sie ist die Grundlage unseres Wohlstands, unserer Freiheit und unserer Lebensweise selbst. Aber wo es kein Gesetz gibt, gibt es keine Möglichkeit. Wo es keine Gerechtigkeit gibt, gibt es keine Freiheit. Wo es keine Sicherheit gibt, gibt es keine Zukunft.
Wir dürfen niemals Zorn oder Hass nachgeben. Wenn Bosheit oder Gewalt herrschen, dann ist keiner von uns frei.
Ich ergreife diese Maßnahmen heute mit fester Entschlossenheit und mit wahrer und leidenschaftlicher Liebe für unser Land. Unsere größten Tage liegen bei weitem noch vor uns.
Ich danke Ihnen vielmals. Und nun werde ich einem ganz, ganz besonderen Ort meinen Respekt zollen. Ich danke Ihnen vielmals.“
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… sind die epidemiologisch wirkungsvollste Maßnahme seit Beginn der modernen Medizin – seit die Giganten des 19. Jahrhunderts wie Rudolf Virchow und Louis Pasteur die Zellularpathologie entdeckten, nämlich erkannten, dass alle Krankheiten zelluläre Ursachen haben. Impfungen gehören wie Vorsorgeuntersuchungen zur primären Prävention. Darunter versteht man Maßnahmen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten. Besser kann man nicht medizinische Kosten sparen und Leid verhindern. Man kann sogar so weit gehen, als einzig positiven Aspekt des DDR-Totalitarismus den Primärpräventionszwang zu sehen, der dort beispielsweise den Gebärmutterhalskrebs ausgerottet hatte, während im Westen tausende junge Frauen daran starben und nach wie vor auch heute sterben, weil die Prävention freiwillig ist.
Doch sind Impfungen nur dann sinnvoll, wenn sie sicher und wirksam sind. Was bedeutet das? Eine sichere Impfung führt nur in sehr seltenen Fällen (wie etwa 1 zu 1 Millionen) zu schweren Nebenwirkungen. Wenn diese häufiger auftreten, ist die Impfung nicht sicher. Und eine wirksame Impfung verhindert in der Regel bei mehr als 90 Prozent (idealerweise bei mehr als 99,9 Prozent) der Patienten das Auftreten der Krankheit, gegen die sie impft. Dies geschieht, indem durch den Impfstoff, für dessen Herstellung es viele Prinzipien gibt, die Bildung von Antikörpern gegen den Krankheitserreger gebildet werden. Kommt der geimpfte Mensch mit dem Erreger in Kontakt, wird der vom Immunsystem eliminiert, bevor ersystemischen Schaden anrichten kann. […]
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„Es ist, als erlebe das Land die spanische Grippe von 1918, den Börsensturz von 1929 und die Rassenunruhen von 1968 alle auf einmal.“ Der Demokrat aus dem US-Bundesstaat Delaware meinte damit Corona, die hohe Arbeitslosigkeit in Folge der Pandemie sowie die Unruhen und Ausschreitungen nach George Floyds Tod. Ein Polizeibeamter hatte minutenlang auf dem Hals des Afroamerikaners gekniet, der verdächtig war, weil er mit einem gefälschten Geldschein bezahlt hatte. Seither gibt es friedliche Demonstrationen, aber auch gewalttätige Proteste in vielen Städten der Vereinigten Staaten. Den ehemaligen US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, erinnern die Zustände an das Jahr 1968, indem Martin Luther King und Robert Kennedy ermordet wurden. „Es gibt Ähnlichkeiten, aber es gibt natürlich auch große Unterschiede“, so Kornblum. …
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Das Interview des Dlf vom 5.6.2020 des Dlf mit John Kornblum hören:
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… Die Tötung von George Floyd habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Nach zwei Monaten Quarantäne seien die Leute bereits gereizt, ungeduldig und sauer gewesen. „Das alles war eine ziemlich explosive Mischung.“ Der US-Präsident wirke derzeit so als habe er starke emotionale und psychologische Probleme. „Er igelt sich ein, er redet sehr wenig in der Öffentlichkeit.“
Joe Biden, Trumps absehbarer Herausforderer der Demokraten bei der Präsidentenwahl, mache hingegen derzeit vieles richtig. „Er gibt sich jetzt ziemlich besonnen. Er ist ruhig und ausgeglichen, aber zur gleichen Zeit kritisiert er die Zustände und er kritisiert auch den Präsidenten für sein Verhalten“, so Kornblum.
… auf das Konjunkturpaket wird darüber debattiert, ob die Mehrwertsteuer über das Jahresende hinaus gesenkt bleiben sollte. Die AfD ist dafür, der SPD-Fraktionsvorsitzende Mützenich schließt es nicht aus, die Linke hält die zum 1. Juli geplante Senkung der Mehrwertsteuer grundsätzlich für falsch.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, Holm, sagte im Deutschlandfunk, die Umstellungskosten für Handel und Industrie bei jeder neuen Mehrwertsteuer-Berechnung seien sehr hoch. Seine Partei verlange unter anderem auch deshalb eine dauerhafte Senkung. …
… Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Mützenich, sagte ebenfalls im Deutschlandfunk, er hoffe, dass die vereinbarten Maßnahmen wirkten und die Nachfrage erhöhten. Welche Maßnahmen wirkten, werde sich aber erst in den kommenden Wochen zeigen. Dann werde die Koalition nachsteuern, betonte Mützenich. Er glaube, dass Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Scholz klug genug seien, sich in solch einer Situation auf Entscheidungen einzustellen.
Linke will Abgabe für Multimillionäre
Grundsätzliche Vorbehalte äußerte Linken-Fraktionschef Bartsch. Er nannte die Mehrwertsteuersenkung ökonomisch widersinnig und brachte stattdessen eine Abgabe für Multimillionäre und eine große Steuerreform ins Gespräch.
Nach dem vereinbarten Konjunkturprogramm soll der Regelsatz für die Mehrwertsteuer für sechs Monate von 19 auf 16 Prozent gesenkt werden, der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent. Merkel hatte sich gestern dagegen ausgesprochen, die Regelung über das Jahresende hinaus zu verlängern. Fortwährend anhaltende Einnahmeausfälle könne sich der Bund finanziell nicht leisten, sagte sie in Fernsehinterviews.
Ende Januar 2020 reichte die Gruppe Klimafragen.org an alle im Bundestag vertretenen Parteien ihre sechzehn Klimafragen ein und bat um eine Antwort. Dieser Bitte kamen nur die AfD und die FDP nach. Von den anderen Parteien kam – nichts. Die Grünen antworteten, dass sie nicht antworten werden. Aber sehr wortreich. Ein Schriftwechsel, der es wert ist festgehalten zu werden./mehr
… vom mir vernachlässigt. Leider, muss ich gestehen. Denn sie sind qualitativ hochwertig.
Florian Nill veröffentlichte am 2.6. 2020 eine feine Zusammenfassung der Corona-Problematik. In dieser wird vorher Erschienenes benannt.
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Mit dem Rückgang der Corona-Zahlen wächst der Widerstand gegen noch bestehende Einschränkungen. Während die Einen beständig vor der zweiten Welle warnen, halten die Anderen die Lockerungen für zu langsam und den wachsenden Schaden für Wirtschaft, Kultur, Familie und Volksfrieden für weitaus dramatischer. Vor diesem Hintergrund beobachtet Deutschland weiterhin täglich den Verlauf der Neuinfektionen und die Berichte zum R-Wert.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat mittlerweile eingesehen, dass bei den aktuell niedrigen Fallzahlen ihre bisherige R-Wert-Definition etwas zu nervös reagiert. Seitdem gibt es alternativ eine etwas trägere Variante, die auf 7-Tages-Mittelwerten der Neuinfizierten beruht. Das Problem ist weiterhin der Delay der Berichterstattung zum analysierten Berichtszeitraum. Das Nowcasting als Umgehungslösung kann hier auch mal daneben liegen, wie man an dem mittlerweile wieder verschwundenen R>1 Alarm zwischen dem 09.-11.05. sehen konnte.
Andere Institute machen Konkurrenz mit ihrer jeweils eigenen Darstellung oder gar Prognose von R-Wert Verläufen (z.B. J. Dehning et al. MPI für Dynamics and Self-Organization, Göttingen, oder S. Khailaie et al., Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Bielefeld, s. auch gitlab.com).
Leider nehmen all diese Experten keinen gegenseitigen Bezug aufeinander. Man zitiert sich noch nicht mal gegenseitig, geschweige denn, dass mal eine Erklärung von irgendeiner Seite käme, warum die eigenen Zahlen sich von denen der Konkurrenz unterscheiden oder ob vielleicht unterschiedliche Definitionen auch zu unterschiedlichen Aussagen führen können.
[…]
Der Corona-Wendepunkt liegt ja nun offenbar hinter uns. Aber in der öffentlichen Wahrnehmung war das eher ein heimlicher Prozess. Plötzlich war sie da, die Wende. Aber da lag sie auch schon wieder 4 Wochen zurück. Warum wurde so lange darüber geschwiegen? Wann genau war denn nun der Wendepunkt? Doch nicht etwa schon vor dem Lockdown? Welche Maßnahmen zur Kontakteinschränkung sollten dann ausschlaggebend gewesen sein? Wäre der Lockdown möglicherweise gar nicht in diesem Umfang nötig gewesen?
Ich werde in diesem Artikel keine eigene Position in dieser Diskussion beziehen, sondern lediglich neutral den Sachstand der Daten aufzeigen. Dennoch meine ich, man mag inhaltlich unterschiedlicher Meinung sein, aber wer Kritik nicht zulässt, muss sich nicht wundern, wenn die Extremen mehr Zulauf bekommen.