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… sind die epidemiologisch wirkungsvollste Maßnahme seit Beginn der modernen Medizin – seit die Giganten des 19. Jahrhunderts wie Rudolf Virchow und Louis Pasteur die Zellularpathologie entdeckten, nämlich erkannten, dass alle Krankheiten zelluläre Ursachen haben. Impfungen gehören wie Vorsorgeuntersuchungen zur primären Prävention. Darunter versteht man Maßnahmen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten. Besser kann man nicht medizinische Kosten sparen und Leid verhindern. Man kann sogar so weit gehen, als einzig positiven Aspekt des DDR-Totalitarismus den Primärpräventionszwang zu sehen, der dort beispielsweise den Gebärmutterhalskrebs ausgerottet hatte, während im Westen tausende junge Frauen daran starben und nach wie vor auch heute sterben, weil die Prävention freiwillig ist.
Doch sind Impfungen nur dann sinnvoll, wenn sie sicher und wirksam sind. Was bedeutet das? Eine sichere Impfung führt nur in sehr seltenen Fällen (wie etwa 1 zu 1 Millionen) zu schweren Nebenwirkungen. Wenn diese häufiger auftreten, ist die Impfung nicht sicher. Und eine wirksame Impfung verhindert in der Regel bei mehr als 90 Prozent (idealerweise bei mehr als 99,9 Prozent) der Patienten das Auftreten der Krankheit, gegen die sie impft. Dies geschieht, indem durch den Impfstoff, für dessen Herstellung es viele Prinzipien gibt, die Bildung von Antikörpern gegen den Krankheitserreger gebildet werden. Kommt der geimpfte Mensch mit dem Erreger in Kontakt, wird der vom Immunsystem eliminiert, bevor ersystemischen Schaden anrichten kann. […]
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„Es ist, als erlebe das Land die spanische Grippe von 1918, den Börsensturz von 1929 und die Rassenunruhen von 1968 alle auf einmal.“ Der Demokrat aus dem US-Bundesstaat Delaware meinte damit Corona, die hohe Arbeitslosigkeit in Folge der Pandemie sowie die Unruhen und Ausschreitungen nach George Floyds Tod. Ein Polizeibeamter hatte minutenlang auf dem Hals des Afroamerikaners gekniet, der verdächtig war, weil er mit einem gefälschten Geldschein bezahlt hatte. Seither gibt es friedliche Demonstrationen, aber auch gewalttätige Proteste in vielen Städten der Vereinigten Staaten. Den ehemaligen US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, erinnern die Zustände an das Jahr 1968, indem Martin Luther King und Robert Kennedy ermordet wurden. „Es gibt Ähnlichkeiten, aber es gibt natürlich auch große Unterschiede“, so Kornblum. …
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Das Interview des Dlf vom 5.6.2020 des Dlf mit John Kornblum hören:
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… Die Tötung von George Floyd habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Nach zwei Monaten Quarantäne seien die Leute bereits gereizt, ungeduldig und sauer gewesen. „Das alles war eine ziemlich explosive Mischung.“ Der US-Präsident wirke derzeit so als habe er starke emotionale und psychologische Probleme. „Er igelt sich ein, er redet sehr wenig in der Öffentlichkeit.“
Joe Biden, Trumps absehbarer Herausforderer der Demokraten bei der Präsidentenwahl, mache hingegen derzeit vieles richtig. „Er gibt sich jetzt ziemlich besonnen. Er ist ruhig und ausgeglichen, aber zur gleichen Zeit kritisiert er die Zustände und er kritisiert auch den Präsidenten für sein Verhalten“, so Kornblum.
… auf das Konjunkturpaket wird darüber debattiert, ob die Mehrwertsteuer über das Jahresende hinaus gesenkt bleiben sollte. Die AfD ist dafür, der SPD-Fraktionsvorsitzende Mützenich schließt es nicht aus, die Linke hält die zum 1. Juli geplante Senkung der Mehrwertsteuer grundsätzlich für falsch.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, Holm, sagte im Deutschlandfunk, die Umstellungskosten für Handel und Industrie bei jeder neuen Mehrwertsteuer-Berechnung seien sehr hoch. Seine Partei verlange unter anderem auch deshalb eine dauerhafte Senkung. …
… Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Mützenich, sagte ebenfalls im Deutschlandfunk, er hoffe, dass die vereinbarten Maßnahmen wirkten und die Nachfrage erhöhten. Welche Maßnahmen wirkten, werde sich aber erst in den kommenden Wochen zeigen. Dann werde die Koalition nachsteuern, betonte Mützenich. Er glaube, dass Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Scholz klug genug seien, sich in solch einer Situation auf Entscheidungen einzustellen.
Linke will Abgabe für Multimillionäre
Grundsätzliche Vorbehalte äußerte Linken-Fraktionschef Bartsch. Er nannte die Mehrwertsteuersenkung ökonomisch widersinnig und brachte stattdessen eine Abgabe für Multimillionäre und eine große Steuerreform ins Gespräch.
Nach dem vereinbarten Konjunkturprogramm soll der Regelsatz für die Mehrwertsteuer für sechs Monate von 19 auf 16 Prozent gesenkt werden, der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent. Merkel hatte sich gestern dagegen ausgesprochen, die Regelung über das Jahresende hinaus zu verlängern. Fortwährend anhaltende Einnahmeausfälle könne sich der Bund finanziell nicht leisten, sagte sie in Fernsehinterviews.
Ende Januar 2020 reichte die Gruppe Klimafragen.org an alle im Bundestag vertretenen Parteien ihre sechzehn Klimafragen ein und bat um eine Antwort. Dieser Bitte kamen nur die AfD und die FDP nach. Von den anderen Parteien kam – nichts. Die Grünen antworteten, dass sie nicht antworten werden. Aber sehr wortreich. Ein Schriftwechsel, der es wert ist festgehalten zu werden./mehr
… vom mir vernachlässigt. Leider, muss ich gestehen. Denn sie sind qualitativ hochwertig.
Florian Nill veröffentlichte am 2.6. 2020 eine feine Zusammenfassung der Corona-Problematik. In dieser wird vorher Erschienenes benannt.
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Mit dem Rückgang der Corona-Zahlen wächst der Widerstand gegen noch bestehende Einschränkungen. Während die Einen beständig vor der zweiten Welle warnen, halten die Anderen die Lockerungen für zu langsam und den wachsenden Schaden für Wirtschaft, Kultur, Familie und Volksfrieden für weitaus dramatischer. Vor diesem Hintergrund beobachtet Deutschland weiterhin täglich den Verlauf der Neuinfektionen und die Berichte zum R-Wert.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat mittlerweile eingesehen, dass bei den aktuell niedrigen Fallzahlen ihre bisherige R-Wert-Definition etwas zu nervös reagiert. Seitdem gibt es alternativ eine etwas trägere Variante, die auf 7-Tages-Mittelwerten der Neuinfizierten beruht. Das Problem ist weiterhin der Delay der Berichterstattung zum analysierten Berichtszeitraum. Das Nowcasting als Umgehungslösung kann hier auch mal daneben liegen, wie man an dem mittlerweile wieder verschwundenen R>1 Alarm zwischen dem 09.-11.05. sehen konnte.
Andere Institute machen Konkurrenz mit ihrer jeweils eigenen Darstellung oder gar Prognose von R-Wert Verläufen (z.B. J. Dehning et al. MPI für Dynamics and Self-Organization, Göttingen, oder S. Khailaie et al., Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Bielefeld, s. auch gitlab.com).
Leider nehmen all diese Experten keinen gegenseitigen Bezug aufeinander. Man zitiert sich noch nicht mal gegenseitig, geschweige denn, dass mal eine Erklärung von irgendeiner Seite käme, warum die eigenen Zahlen sich von denen der Konkurrenz unterscheiden oder ob vielleicht unterschiedliche Definitionen auch zu unterschiedlichen Aussagen führen können.
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Der Corona-Wendepunkt liegt ja nun offenbar hinter uns. Aber in der öffentlichen Wahrnehmung war das eher ein heimlicher Prozess. Plötzlich war sie da, die Wende. Aber da lag sie auch schon wieder 4 Wochen zurück. Warum wurde so lange darüber geschwiegen? Wann genau war denn nun der Wendepunkt? Doch nicht etwa schon vor dem Lockdown? Welche Maßnahmen zur Kontakteinschränkung sollten dann ausschlaggebend gewesen sein? Wäre der Lockdown möglicherweise gar nicht in diesem Umfang nötig gewesen?
Ich werde in diesem Artikel keine eigene Position in dieser Diskussion beziehen, sondern lediglich neutral den Sachstand der Daten aufzeigen. Dennoch meine ich, man mag inhaltlich unterschiedlicher Meinung sein, aber wer Kritik nicht zulässt, muss sich nicht wundern, wenn die Extremen mehr Zulauf bekommen.
Aktuell legt Josef Kowatsch eine Analyse der Mai-Temperaturen Deutschlands im Lichte des Klimawandels vor:
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Beim Beginn der Betrachtung vor 133 Maijahren war der Mai gleich warm wie 2020. Allerdings wurde damals der Schnitt aus ganz anderen Messstationen gebildet als heute, die Wetterstationen standen an viel kälteren Plätzen. Einzel stehende Klöster in der Landschaft, singuläre Gutshöfe oder Wetterstationen bei Forsthäusern am Waldrand gibt es nicht mehr. Die Wetterstationen stehen bevorzugt dort, wo die Menschen leben oder arbeiten. Ländliche Stationen stehen heute bei Flughäfen, in Gewerbegebieten oder bei Kläranlagen. Auch der Charakter der einst freien Landschaft hat sich wärmend verändert: großflächige Trockenlegungen, Windräder und der Straßenbau durchziehen die Natur. Jede Straße ist bei Sonnenbestrahlung ein Wärmeband in der Landschaft.
Interessant sind noch weiter zurückreichende Einzelstationen, allerdings haben sie genau den gleichen Nachteil wie die DWD-Maitemperaturreihe in Grafik 1. Die Umgebung der Stationen hat sich in den über 200 Jahren durch menschliche Eingriffe wärmend verändert, ebenso wie der Standort. Diese Stationen stehen unter gleichem Namen an einem wärmeren Platz. Aber immerhin erhalten wir einen Maiverlauf aus der kleinen Eiszeit. […]
… dann ist das kein Grund tagelang darüber zu berichten. Das wäre Rassismus.
Neulich in Dietzenbach war es soweit. Nichts davon gehört? Ist irgendwie klar, denn es ist weitaus wichtiger, wie Donald Trump die Menschen aufhetzt, oder? Da wird berichtet und berichtet und berichtet … .
In Dietzenbach greifen nur 50 Terroristen die Polizei aus einem Hinterhalt an.
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[…] Wahlkreisabgeordneter Ismail Tipi ist am Vormittag an den Ort des Geschehens geeilt. „Das ist nichts Typisches für Dietzenbach, das kann und wird überall in Deutschland passieren“, sagt er. Trotzdem seien die nächtlichen Vorfälle alles andere als ein Kavaliersdelikt, seien auf die härteste Art zu verurteilen. „Wer Polizei und Rettungsmannschaften angreift, greift unsere Gesellschaft an.“ Gerade in Dietzenbach leiste die Polizei sehr gute Arbeit, engagiere sich auch ehrenamtlich. Die Stadt habe eine sehr hohe Willkommenskultur, hier zähle Menschenliebe und Fremdenfreundlichkeit. „Die Dietzenbacher werden jetzt noch mehr zusammenhalten, werden sich zusammenschweißen“, ist er sich sicher. […]
George Floyd war ein gesetzestreuer, ruhiger und besonnener Bürger. Er hat sich seiner Festnahme auf keinen Fall widersetzt. Ironie aus!
Die Fixierung durch 3 Polizisten war ganz sicher nicht rassistisch motiviert. Der gute George hat sich der Festnahme mit Händen und Füßen widersetzt. Mit Sicherheit. Der Kniedruck auf den Nacken war keinesfalls tödlich. Der Mann konnte atmen, sonst hätte er nicht sprechen können. Es ist tragisch, dass er später verstarb. Tragisch vor allem für die Polizisten, die nur ihre Pflicht getan haben. Die Festnahme war keinesfalls die Hauptursache für den Tod. Dass die Eltern meinen, er sei ein guter Junge gewesen, ist klar. Was sollen sie auch sonst sagen? Er sei ein Gewohnheitsverbrecher gewesen?
Dass der Vorfall landesweite Unruhen mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen nach sich zieht, belegt, dass es nicht um Objektivität oder Gerechtigkeit geht. Es ist der Machtkampf zwischen schwarz und weiß, der sich mittels solcher Trigger Bahn bricht. Der Firnis der Zivilisation ist dünn.
Verband verteidigt offiziellen Autopsiebericht: Hier klicken
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Die Vereinigten Staaten sind in Aufruhr: Der mutmaßliche Mord an dem 46 Jahre alten Afroamerikaner George Floyd und die daraufhin ausgebrochenen Revolten in mindestens 75 Städten polarisieren das Land. Hier die Fakten:
► Floyd soll in einem Lebensmittelgeschäft mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt haben. Daraufhin wurde die Polizei gerufen.
► Der weiße Polizist Derek Chauvin drückte dem auf dem Boden liegenden Floyd bei der Kontrolle 8 Minuten und 46 Sekunden lang sein Knie in den Nacken. Alle Bitten, ihn atmen zu lassen, ignorierte der Beamte. Floyd verstarb wenig später im Krankenhaus.
►Die vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen, Chauvin wegen Mordes angeklagt.
► In dem von seiner Familie beauftragten und gestern Abend veröffentlichten Autopsiebericht heißt es anders als nach der offiziellen Autopsie: Floyd starb durch Erstickung.
► saß in den 1990er- und 2000er-Jahren wegen verschiedener Vergehen mehrmals im Gefängnis. Von 2009 bis 2014 musste er in Houston (Texas) wegen eines bewaffneten Raubüberfalls fünf Jahre ins Gefängnis. 2014 zog er nach Minneapolis, um ein neues Leben zu beginnen.