Zitat Wildermuth: Dass ausgerechnet die Maske zum Symbol für die wichtigste Form der Freiheit herhalten muss, ist in meinen Augen einigermaßen absurd. Ich habe mich an sie gewöhnt. Die Maske vermittelt mir selbst und meinen Gegenübern gefühlt und ganz real ein Plus an Sicherheit. Die mangelnde Bequemlichkeit nehme ich gerne in Kauf und gehe dafür ohne Test einkaufen, sitze im Kino oder treffe mich mit mehr Freunden draußen. Diese Freiheiten sind für mich relevanter. Aber bei der Freiheit gibt es verschiedene Geschmäcker, offenbar macht sie mancher und manche vor allem am unbeschwerten Atem fest.
Sehr geehrter Herr Wildermuth,
der deutsche Bürger hat sich mehrheitlich schon an viel gewöhnt. Die Nazis, die Kommunisten, Frau Merkel. Hauptsache, man richtet sich gut ein, dann klappt das schon … Mit dem Kino, den Freunden und dem Einkaufen.
Freiheit ist keine Frage des Geschmacks. Atmen, auch das Ausatmen von CO2, ist ein Menschenrecht, weil lebensnotwendig. Die Einschränkung des freien Atmens ist Einschränkung des freien Lebens. Mal fünf Minuten darüber nachdenken. Schaffen Sie.
Rüdiger Stobbe
Herr Wildermuth ist von Haus aus Naturwissenschaftler. Er passt lückenlos in die affirmativ-deutsche Wissenschaftstradition. Hauptsache, es läuft. Dann ist alles gut.
Annalena Baerbocks Ansagen zur Außen- und Wirtschaftspolitik (eigentlich Klimapolitik) sind kein Aufbruch, sondern ein Abschied. Der Pakt zwischen Staat und Industrie, den sie vorschlägt, würde Deutschland dem Ende der Marktwirtschaft noch näher bringen.
Eigentlich braucht man, die Rede von Annalena Baerbock nicht zu kommentieren, schließlich wird gerade von Benedikt Brechtken auf Twitter Folgendes kolportiert: „Alle Grünen außer Baerbock: „Oh, es läuft so toll, natürlich haben wir Gegenwind erwartet, wir sind aber erst am Anfang des Wahlkampfs und werden gewinnen. Wir stehen alle hinter Annalena!“ Baerbock selbst: „Scheiße“.“
Damit wäre eigentlich alles gesagt. Neues hat Baerbock nämlich nicht geliefert – und besonders gut abgeliefert hat sie das Altbekannte auch nicht. Sie hat brav und holprig das Programm der Grünen abgearbeitet und den Zuhörer an besonnten und heimeligen Erinnerungen aus ihrem reichen Leben teilhaben lassen. Vor allem war es eine Rede an die eigene Partei, eine Motivations- und Selbstvergewisserungsrede – und die hundert neu eingetretenen Parteimitglieder wussten, worauf es ankommt, und erfüllten ihren Klassenauftrag sogar über. Baerbock hätte auch 40 Minuten schweigen können – der Applaus wäre dennoch laut und trotzig aufgebrandet, vielleicht hätten die Grünbewegten dann auch durchapplaudiert.
Annalena Baerbock wurde mit 98,5 % der Stimmen als Kanzlerkandidatin der Grünen bestätigt, das Ergebnis wurde dann doch nicht ganz nordkoreanisch. Dass ihr ein fulminanter Versprecher unterlief, als sie über die bösen Feinde zur Attacke reiten wollte, und sie dabei über die „liberalen Feinde“ sprach, kann man auch als Freudschen Versprecher verstehen, den sie dann korrigierte, es ging natürlich um die Feinde der liberalen Welt. Nun ja. Mit der Freiheit haben es die Grünen nicht.
Als Annalena Baerbock über die Außenpolitik sprach, entstand nur der Eindruck von Inkompetenz und Moralgroßmannssucht. Deutsche Außenpolitik muss für die Grünen eine europäische Außenpolitik sein, vor allem muss sie eins sein: neu, sie muss die Werte der Grünen in Europa verstärken und in die Welt tragen. Begreifen die Grünen Außenpolitik als ideologische Okkupation? Für die Grünen soll die Außenpolitik offenbar ein Mittel werden, um die große Transformation in Europa und in der Welt durchzusetzen, schließlich können die Grünen, wie Baerbock meint, nur Deutschland erneuern, wenn ihr Aufbruch ein europäischer ist. Hört man Baerbock zu, kommt einem die Paraphrase eines alten Verses in den Sinn: Am grünen Wesen / soll die Welt genesen.
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Die komplette Baerbock-Rede vom 12.6.2021
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Doch „über all dem steht die große Aufgabe unserer Zeit, das Abwenden der Klimakrise.“ Deshalb kommt Baerbock auf den absurden Gedanken, der jeden Bundeshaushalt zerstören würde: „Wir schlagen der deutschen Industrie einen Pakt vor. Es geht um eine verbindliche Verabredung, dass der Staat den Unternehmen die Kosten ausgleicht, die sie zusätzlich noch erbringen müssen, wenn sie klimaneutral werden wollen – Made in Germany.“ Da käme dann einiges zusammen, beispielsweise die Kosten der Umstellung der Autoindustrie von der Produktion von Verbrennungsmotoren zur E-Mobilität. Natürlich werden deutsche Autofirmen weiter Verbrennungsmotoren produzieren – nur eben in China. Es sagt einiges über die Kanzlertauglichkeit der grünenKandidatin aus, wenn sie in der gleichen Rede sich zurecht beklagt, dass China sich in beängstigender Dimension in Europa und auch in Deutschland eingekauft hat, und ihr die kognitive Dissonanz nicht auffällt: Sie treibt doch im gleichen Atemzug deutsche Firmen ins Ausland und eben auch nach China, und offenbar kommt ihr dabei auch nicht der Gedanke, dass die staatlich finanzierte E-Mobilität nebenbei ein Konjunkturprogramm für China darstellt, das sich die „Kobolde“, die Schürfrechte für die zur Batterie-Produktion notwendigen Rohstoffe in Afrika gesichert hat. Wenn der deutschen Industrie tatsächlich die Kosten ausgeglichen werden, die sie zusätzlich noch erbringen müssen, wenn sie klimaneutral werden will, dann frisst das den Staatshaushalt auf. Denn es gibt ja nicht nur die Autoindustrie, sondern auch einige andere Branchen, die „klimaneutral“ werden müssen. …
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Die komplette Habeck-Rede vom 12.6.2021
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… Anderseits hebelt ein Pakt zwischen Großindustrie und Staat vollständig den Markt aus. Man muss es so deutlich sagen, nach diesem Pakt, der sehr an die Vorstellungen in den siebziger Jahren vom Stamokap (Staatsmonopolistischen Kapitalismus) erinnert, gibt es keinen freien Mark mehr, keine soziale Marktwirtschaft mehr, es bedeutet die wirtschaftliche Vervollkommnung der grünen Gemeinwohldiktatur, in der der grüne Staat der Wirtschaft die Richtungen vorgibt, getreu dem Stalin-Wort: „Wenn die Richtung stimmt, bestimmen die Kader alles.“ Und in der Art der Utopisten ruft Annalena Baerbock aus, dass die Märkte und Produkte der Zukunft klimaneutral seien und träumt dann wie Robert Habeck den Traum vom klimagerechten Wohlstand, der in der Realität statt „Wohlstand für alle“ „Armut für alle“ bringen wird. Nebenbei: China wird bis 2060 nicht klimaneutral sein. Von welchem Markt redet Annalena Baerbock, vom Biomarkt um die Ecke?
Die moralische Außenpolitik à la Baerbock wird Deutschland nicht weniger schaden, als die Wirtschaftspolitik. Deutschland wird außenpolitisch zum Spielball, es wird am moralischen Nasenring durch die Arena der Weltpolitik geführt und dafür auch noch bezahlen.
Nebenbei erteilt Annalena Baerbock der deutschen Kultur, der deutschen Geschichte, den deutschen Traditionen eine Absage, indem sie das Land zu einer Sammelbüchse ihrer Einwanderungswünsche macht, denn Deutschland ist für sie nicht Goethe, Schiller, Planck, Einstein, sondern „das Beste aus aller Welt“.Und dass würde sie auch werden, wenn sie Kanzlerin würde, eine Allerweltskanzlerin. Doch wie Frankreich einen französischen Präsidenten benötigt, braucht Deutschland einen deutschen Kanzler. Annalena Baerbock mag Kanzlerin werden, doch eben keine Kanzlerin der Deutschen, sondern die Kanzlerin des Besten aus aller Welt. Das ganze klingt – nebenbei gesagt – eher nach einer Pralinenschachtel als nach Politik.
In ihrer Rede meint sie, dass die Grünen nun den Wahlkampf ihres Leben vor sich hätten, sie seien gut gerüstet und hätten sich auf die Machtübernahme vierzig Jahre vorbereitet. Nur sind sie währenddessen nicht erwachsen geworden. Ihre Lebenswelt ist das Drama des Kindes, das (zu Unrecht) für begabt gehalten wird. Ein alter Satz sagt, der Dilettant greift immer nach dem Höchsten, ohne das Geringste zu vollbringen.
Wie oft habe ich es geschrieben und in Podiumsdiskussionen gesagt, dass der Hauptgegner für die CDU die Grünen sind.Annalena Baerbock hat das nun bestätigt, indem sie die CDU zum Gegner im Duell um die Macht erklärt, nicht die FDP, wie Christian Lindner schmollend begreifen muss, sondern die CDU.
Die FDP sehen die Grünen nicht als ebenbürtig an, die finden sich, wenn sie gebraucht werden, ohnehin dazu. Baerbock beendet ihre Rede mit dem Aufruf: „Erstmals seit Jahrzehnten liegt echter Wechsel in der Luft. Jetzt ist der Moment, unser Land zu erneuern. Und alles ist drin.“ Wenn die Grünen allerdings an die Macht kommen, dann ist nicht alles drin, sondern alles hin.
… Deutschlands bewegt sich das Land wieder mit ungeheurer Dynamik in einen autoritären Staat, der z. B. ungeimpft gesunde Menschen diskriminiert.
Wenn nicht umgehend derStatus quo ante Corona = Menschen ohne respiratorische Symptome sind respiratorisch gesunde Menschenwiederhergestellt wird, wird die Gesellschaft zerbrechen!
In der letzten Woche wurde ja nicht nur der Ausnahmezustand verlängert, auch beim Grünen- Parteitag gab es eine historische Abstimmung: Fast 100 Prozent der Delegierten votierten für Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin. Was für ein Erfolg für eine Hochstaplerin, mit einem Lebenslauf in vielen Varianten. Schade nur, dass es wohl kommen wird, wie 2017 für Martin Schulz (SPD): Ein Höhenflug zum Parteitag und ein Absturz bei der Wahl.
Henryk M. Broders aktuellesBuch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.
… Deutschlands bewegt sich das Land wieder mit ungeheurer Dynamik in einen autoritären Staat, der z. B. ungeimpft gesunde Menschen diskriminiert.
Wenn nicht umgehend derStatus quo ante Corona = Menschen ohne respiratorische Symptome sind respiratorisch gesunde Menschenwiederhergestellt wird, wird die Gesellschaft zerbrechen!
Nachdem bereits im April* vom Dlf eine fulminante Kostprobe …
… des kompletten Unvermögens in SachenCorona von Prof. Brockmann gegeben wurde, kommt es nun wieder zu einem Showdown des hochbezahlten Schwachsinns.
Achten Sie am Anfang darauf, wie der Professor ganz zu Beginn von „verschiedene Faktoren“ spricht, die aber überhaupt nicht nennt. Der Rest ist genau so wenig ergiebig. Immerhin meint er, „dass immer neue Sachen kommen können.“ Und man muss „verstehen“ und natürlich „vorsichtig“ sein.
Ja nee, is´ klaa!
Transkribiert wurde das Interview nicht.
Das Interview des Dlf mit Prof. Brockmann vom 8.6.2021
Auch wenn die aktuellen Corona-Zahlen auf ein Abflachen der Pandemie hindeuten, hat der Berliner Physik-Professor Dirk Brockmann davor gewarnt, das Virus zu unterschätzen.
Brockmann sagte im Interview mit dem DLF, in der Pandemie habe es zuletzt immer wieder Überraschungen gegeben. Die aktuelle Entwicklung mit den deutlich sinkenden Zahlen sei zwar erfreulich, um Entwarnung zu geben, sei es aber noch zu früh.
Virus-Variante B.1.617.2 noch schwer einzuschätzen
Vor allem die so genannte Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, sei noch schwer einzuschätzen, betonte der Physiker, der auch für das Robert Koch-Institut arbeitet, um die Dynamik der Pandemie abzuschätzen. Experten gehen davon aus, dass diese Mutante noch ansteckender ist als alle bisher entdeckten Varianten. Brockmann sagte, man müsse weiter vorsichtig sein, weil viele Menschen in Deutschland noch nicht vollständig geimpft seien.
Hinzu komme, dass viele Menschen derzeit durch weiter bestehende Maßnahmen wie das Tragen von Masken während des Einkaufs, geschützt seien. Wenn wir uns wieder so verhalten würden wie vor der Pandemie, könne auch das Einfluss auf die weitere Verbreitung des Virus haben.
„Früh, schnell und regional“ auf neue Ausbrüche reagieren
In dem Zusammenhang sagte Brockmann, das Konzept der Herdenimmunität gehe davon aus, dass die Bevölkerung gleichmäßig geimpft werde. Wenn man aber in bestimmten Altergruppen – wie derzeit bei Kindern und Jugendlichen – deutlich weniger Geimpfte habe, wirke sich das auch auf die Herdenimmunität aus.
Brockmann, der sich für eine No-Covid-Strategie einsetzt, sagte weiter, bei neuen Corona-Ausbrüchen müsse man jetzt „früh, schnell und regional differenzert“ reagieren. Die Geschwindigkeit sei dabei immer wichtiger als Perfektion
*Dank der „Expertise“ solcher wissenschaftlichen Hampelmänner wird Deutschland komplett vor die Wand gefahren. Herr Prof. Brockmann ist eine Schande für seine Zunft. Meine Meinung.
Das Interview des Dlf vom 22.4.2021 mit dem Professor:
Es ist ein Interview des Grauens und der Inkompetenz!