Heute wird das Corona-Komitee neue Maßnahmen und Gängelungen für die Ostertage beschließen. Zu Ostern im letzten Jahr hatte ich schon gesagt, dass wahrscheinlich auch ein Jahr später noch Corona-Ausnahmezustand herrschen würde. Und nun erleben wir das zweite Corona-Ostern im Ausnahmezustand. Das ist das Irrste, was ich je erlebt habe, und dummerweise kann es morgen trotzdem noch irrer werden, Aber immerhin: Es gibt auch eine gute Nachricht.
Henryk M. Broders aktuellesBuch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.
… stehen gern mal in der Flaute still. Trotzdem wurde der Kohleausstieg beschlossen. Das belastet unsere Volkswirtschaft mit Risiken und Kosten, obwohl die mögliche CO2-Einsparung für die Welt winzig ist. Ein Gastbeitrag.
Die Energiewirtschaft und auch die Elektromobilität setzen auf die Energiewende: Nur wenn E-Autos auch wirklich CO2-neutral fahren, kann das mit der sogenannten „Klimaneutralität“ klappen. Tatsächlich sieht man in den Werbebildern der Autoindustrie häufig Windräder, wenn es um E-Autos geht; was suggeriert, dass die Fahrzeuge immer mit „grünem“ Strom betankt werden. Doch die Realität ist deutlich komplizierter.
… für nie dagewesene Zahlen und Fakten. Überraschende, traurige, ungekannte. B.Z. hat Corona-Fakten aus Berlin, Deutschland und der Welt zusammengetragen.
► 1,5 Billionen Euro kostet die Pandemie laut der Bundesregierung. Mehr als 150 Milliarden Euro gehen allein an Unternehmen und Selbstständige, die coronabedingt schwere Umsatzeinbußen hatten.
► 3,6 Milliarden Euro hat die Bundesagentur für Arbeit bis Mitte März bereits für Kurzarbeitergeld ausgegeben. Die Behörde rechnet für das gesamte Jahr mit Kosten von etwa 12,5 Milliarden Euro für Kurzarbeit.
► Die Corona-Krise wirkte sich verheerend weltweit auf den Arbeitsmarkt aus. Laut Vereinten Nationen wurden 2020 weltweit rund 255 Millionen Vollzeit-Arbeitsplätze vernichtet.
► In Deutschland besonders betroffen: Reiseindustrie, Gastgewerbe und Kulturbetriebe.
► Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes verzeichnete die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft 2020 einen Umsatzverlust von 22,4 Milliarden Euro.
► Laut Landesmusikrat Berlin stehen 30 Prozent der freischaffende Musiker und Musikerinnen kurz davor, aus dem Beruf aussteigen zu müssen. 10 Prozent haben es schon getan.
Meiner Ansicht nach eines, über das kein Mensch redet:
DIE AUFKLÄRUNG, JENE VIELLEICHT HERAUSRAGENDSTE ERRUNGENSCHAFT DER WESTLICHEN ZIVILISATION, WIRD GERADE RÜCK-ABGEWICKELT.
Wir versinken wieder in mittelalterlichem Obskurantismus und quasi-religiösem Eiferertum.
An vorderster Front dabei:
Medien und – ausgerechnet (!) – die sozialwissenschaftlichen Fakultäten unserer Universitäten. Kaum einer scheint das zu bemerken. Wendts Artikel zählt einige markante Beispiele auf, wie weit wir beim