Für ein der Energiewende wohl gesonnenes Blatt schon eine kleine Sensation. Deshalb zitiere ich die wesentliche Punkte des Artikels. Sie können diesen selbstverständlich auch komplett im original lesen. Genau wie die über 1.500 Leserkommentare. Die Verlinkungen finden Sie unter dem Ausschnitt „Der Totalausfall“.
Ob Ökostrom, Netzausbau, Atom- und Kohleausstieg, bei Deutschlands größtem Energieprojekt läuft zurzeit vieles extrem schief. Besonders dramatisch aber ist die Lage beim Ausbau der Windenergie an Land. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres gingen unterm Strich nur 35 neue Windräder mit einer Leistung von rund 230 Megawatt ans Netz. Das ist der schlechteste Wert seit 20 Jahren, 80 Prozent weniger als im Vorjahr.
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Die Unternehmen der Branche spüren die Folgen. Von „existenzieller Krise“ und von einem „Totaleinbruch“ spricht Hans-Dieter Kettwig, Geschäftsführer von Enercon, Deutschlands größtem Windradproduzenten. Zahlen veröffentlicht der Mittelständler aus Ostfriesland traditionell nicht, aber zweifellos gebe es eine „miserable Auftragslage und einen deutlichen Gewinnrückgang im Inlandsgeschäft“. Erst im Frühjahr musste der Windhersteller Senvion aus Hamburg Insolvenz anmelden.
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Mehr als 20.000 Arbeitsplätze hat die Windbranche allein im Jahr 2017 zum Vorjahr verloren, aktuellere Zahlen liegen nicht vor. War Deutschland früher weltweit führend in der Windenergie, so kommt es heute nur noch auf einen Anteil von mickrigen 2,5 Prozent des Weltmarktvolumens.
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Die Situation erinnert an die Krise der deutschen Solarindustrie vor fünf Jahren. Damals brach eine ganze Branche in sich zusammen, die zuvor dank lukrativer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) immer größer geworden war, bis sich zeigte, dass chinesische Unternehmen die azurblauen Zellen viel günstiger und ebenso gut herstellen können.
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Mehr als 1.000 Bürgerinitiativen, organisiert im Dachverband Vernunftkraft, wehren sich, und sie sind so einflussreich, dass Bundesländer mittlerweile zögern, einen bestimmten Anteil ihrer Landesfläche für Windenergie zu reservieren. Gegen mehr als 300 Windräder mit insgesamt rund 1.000 Megawatt Kapazität wird laut Fachagentur Windenergie an Land zurzeit geklagt.
Heftiger Widerstand kommt auch von Naturschützerinnen und Naturschützern. Bei der Hälfte der beklagten Windräder führen die Klagenden Artenschutzgründe an. Sie sehen den Bestand des Rotmilans bedroht, oder den von Fledermäusen.
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Deutschlands Energiewende aber wird ohne den Ausbau der Windenergie kaum zu schaffen sein. Wind ist unter den Erneuerbaren der etablierteste Energieträger. Die Bundesregierung hat sich als Ziel gesetzt, bis 2030 65 Prozent des Stromverbrauchs mit Ökostrom zu decken – im ersten Halbjahr 2019 waren es 44 Prozent. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssten nach Berechnungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie jährlich neue Windräder mit einer Kapazität von 4.700 Megawatt gebaut werden. […]
Ohne den Mehrverbrauch durch die E-Mobiltät und den Ersatz anderer Energieträger durch Strom wären das 1.660 Anlagen à 3 MW oder 587 Anlagen à 8 MW pro Jahr netto. Die wegfallenden alten Anlagen müssten zusätzlich gebaut werden. Es wären weniger an Stückzahl als bisher, weil die Leistung neuer Anlagen höher ist, als bei den alten Windrädern.
[…] Nun muss ausgerechnet Altmaier ran, um die Windkraft neu zu beleben, der Minister, der noch vor sechs Jahren ausdrücklich für eine Strompreisbremse plädierte und die Deckelung der Erneuerbaren verteidigte. Für den 5. September hat er Branchenvertreter, Politiker und Aktivisten zum Windkraftgipfel geladen, um den Stillstand zu beenden. Unter Zeitdruck lässt das Wirtschaftsministerium nun noch schnell Deutschland kartieren, um passende Fläche für Windparks zu finden, die nicht gleich wieder vor Gericht landen sollen.
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In Mecklenburg-Vorpommern hat man es anders versucht und als erstes Bundesland ein Bürgerbeteiligungsgesetz beschlossen. Jetzt müssen Windparkentwickler den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gemeinden mindestens 20 Prozent Beteiligung an einem Windpark anbieten, damit von den Erlösen auch etwas in der Region bleibt. Jeder Anteil darf maximal 500 Euro kosten. Alternativ kann der Betreiber der Kommune eine Ausgleichsabgabe zahlen oder den Bürgern einen Sparbrief anbieten.
Doch weil so viele Projekte noch immer in der Genehmigungspipeline feststecken, ist die Zwischenbilanz verheerend: Selbst nach drei Jahren macht bislang keine Kommune mit.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat eine …
Interaktive Karte
… in´ s Netz gestellt, mit der jedermann ganz einfach den CO2-Ausstoß eines Staates, sowie den pro Kopfausstoß CO2 pro Bürger ermitteln kann.
Es werden die Zahlen von 2017 ausgeworfen. Was insofern nicht so dramatisch ist, weil die Tendenzen und Größenverhältnisse so eindeutig sind, dass mit massiven Verschiebung weder in Richtung weniger CO2 absolut kaum zu rechnen ist. Auch wenn europäische Staaten im Jahr 2019 weniger CO2 erzeugen, fällt das kaum in´ s Gewicht gegenüber den Superstaaten China, USA und Indien. Der deutsche Anteil ist mit etwa 2,3 % ohnehin kaum von Bedeutung. Das wird von China und anderen aufstrebenden, energiehungrigen Ländern innert eines Jahres locker dazugepackt.
Klicken Sie auf die Karte: Die Webseite mit dem Interaktivmodul ploppt auf.
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Die bundesdeutsche Entwicklung …
… angeblich klimaschädlicher Spurengase und eine Projektion bis in das Jahr 2050, dem Jahr der von Deutschland angestrebten Klimaneutralität, liefert das Umweltbundesamt:
Klicken Sie auf den Chart: Sie gelangen zur Webseite des Umweltbundesamtes, welcher der Chart entnommen wurde und zu etlichen weiteren Informationen in Sachen Treibhausgas-Emissionen.
Entspannt kann sie als größte Oppositionspartei sowohl in Brandenburg , als auch in Sachsen beobachten, wie die „Wahlsieger“ nunmehr krampfhaft versuchen werden, eine Regierungskoalition zusammen zu basteln.
Mit den ´Nazis` will keiner zusammenarbeiten. Also heißt es, abwarten und Tee trinken. Und die Oppositionsrolle so ausfüllen, dass die Bürger, die aus welchen Gründen auch immer nicht die AfD gewählt haben, sehen, dass da die Partei der Zukunft agiert. Und das nächste Mal ihr Wahlverhalten ändern.
Das ist schwer genug. Aber durchaus machbar.
Denn die Etablierten helfen ja wacker mit.
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Lesen Sie auch meine Einschätzung gestern:Hier klicken
Es sieht so aus, dass auch mehrere Kandidaten der AfD, die nicht auf der Landesliste stehen, ein Direktmandat gewonnen haben. Deshalb werden mehr als 30 Kandidaten der AfD dem Landtag in Sachsen angehören. Was nichts an meiner Meinung gestern ändert.
Die Reaktion der Medien ist natürlich alles Andere, als begeistert. Hören Sie hier, wie der Deutschlandfunk am 2.9.2019 im Interview mit Jörg Meuthen weiter „Wahlkampf“ gegen die ´Nazis` macht:
Hören Sie auch das Interview des Dlf am 2.9.2019 mit Robert Habeck, der froh ist, dass eigentliche Grünen-WählerSPD bzw. CDU gewählt haben, um die Demokratie gegen die AfD zu retten:
Die AfD hat mit prognostizierten 27% der Stimmen weit mehr Sitze erobert, als ihr nach dem skandalösen 30 Sitze-Entscheid des Sächsischen Verfassungsgerichtshof zusteht. Formale Regeln zur Landeslistenerstellung, die in erster Linie dazu dienen Kungeleien bei der Besetzung der Listenplätze zu verhindern, werden so ausgelegt, dass nun etliche Sitze zunächst überhaupt nich besetzt werden können.
Das ist eine Farce und wird die AfD-Wähler zu Recht an den Gepflogenheiten der parlamentarischen Demokratie zweifeln lassen. Hier wird eine Partei klar benachteiligt. Sie ist das Opfer zweifelhafter Machenschaften von Menschen, die meinen, „Das Gute“ mit Löffeln gefressen zu haben. Dabei sind sie der Teil von jener Kraft, die stets „Das Gute“ will, und dann das Böse schafft.
Dazu gehört auch die Redaktion des Deutschlandfunks, die den klaren Gewinner der Wahlen in Sachsen und Brandenburg einfach gar nicht erwähnt:
Pfui Teufel!
Im Übrigen würde ich gerne mal wissen, wieviele AfD-Stimmen im Namen des Guten und zwecks Verhinderung von Konzentrationslagern, Fremdenverfolgung und Anzettelung Weltkrieg 3 der CDU oder den Grünenzugeschoben wurden.
Da geht eine CDU lieber mit der Linken und den Grünen ein Bündnis ein!
Mal sehen, wie es heute Abend aussehen wird. Eines ist sicher:
Einfach wird es nicht! Für niemanden.
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Grün-kursive Zitate und kompletten Bericht des Dlf lesen: Hier klicken
Bei den letzten Bundestagswahlen 2017 und den Europawahlen im Mai wurde die AfD in Sachsen stärkste Kraft. Um auch bei den kommenden Landtagswahlen bei ihren Anhängern zu punkten, holte sich die Partei Unterstützung von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke. Eine realistische Machtoption hat sie trotzdem nicht.
Es ist heiß und stickig im Grimmaer Rathaus, einem prächtigen Renaissancebau im Zentrum des Städtchens bei Leipzig. Der Saal in der ersten Etage ist mit gut 200 Menschen gefüllt. Der Anteil der meist älteren Männer liegt bei über 80 Prozent. Auch junge Männer in T-Shirts einschlägiger Marken der extremen Rechten sind da. 28 Prozent der Stimmen holte die AfD in Grimma bei der Europawahl.
Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke malt ein düsteres Untergangsszenario für Deutschland und die Welt, spricht von der sogenannten „One-World Elite“, einer auch antisemitisch auslegbaren Verschwörungstheorie. Höckes Rede ist geprägt von völkischem Nationalismus. Die Deutschen, so sagt er, drohten zur Minderheit im eigenen Land zu werden. Die Bemühungen zum Klimaschutz zieht er ins Lächerliche, lobt stattdessen die Kohle. Den Kampf gegen rechts will Höcke, der im Oktober bei der Wahl in Thüringen antritt, einstellen.
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Die Rede komplett:
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„Also es ist ein Erlebnis einmal mit Björn Höcke in einem Saal zu sein und ihm zuzuhören. Ich weiß nicht, wie Sie das hier empfunden haben, aber ich habe mich hier sehr wohlgefühlt.“
Begeisterter Beifall für Höcke
Seinetwegen sind sie an diesem Abend nach Grimma gekommen. Wegen des Anführers des AfD-Flügels, den der Verfassungsschutz als „Verdachtsfall“ führt. Der sich rassistisch geäußert hat und eine andere Erinnerungspolitik an die NS-Zeit fordert. Es dauert, jemanden zu finden, der ins Mikrofon sagen will, welche Eindrücke er vom Abend mitnimmt.
„Positive Eindrücke. Für Deutschland.“ – „Was überzeugt Sie davon?“ – „Schauen Sie mal ins Programm, lesen Sie das Programm. Und dann wissen Sie die Antwort.“ – „Alles hat mir gefallen, die Reden waren sensationell wie immer. Wir sind AfD-Mitglieder.“ – „Was überzeugt Sie an der Partei?“ – „Oh Gott, das wäre jetzt so viel, was ich Ihnen jetzt erzählen müsste. “ – „Was sind vielleicht die drei wichtigsten Dinge, die Sie überzeugen?“ – „Helf mir mal jetzt, die drei wichtigen drei Dinge.“ – „Ja vor allen Dingen, dass es wieder so wird wie es früher war, was auch die CDU früher gefordert hat.“
Und Höcke? Sei weder Rassist noch rechtsextrem:
„Also ich stehe zu Höcke. Und gerade auch die sächsische AfD sowieso auch.“
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Der komplette Bericht des Deutschlandfunks:Hier klicken
… und seine Frau, die Anthropologin Miki Sakamoto, haben sich der Tier- und Pflanzenwelt in Wald und Auen verschrieben. Gemeinsam sehen sie viel – und das meiste ganz anders als Greta Thunberg und andere Klimaaktivisten.
Hinweis für den Leseweg: Deutschland stellt in gut 1 % der Weltbevölkerung. Tendenz fallend. Der CO2-Ausstoß liegt 2018 mit 866.000.000 Tonnen CO2-Äquivalenten bei etwa 2,3 % der weltweiten CO2-Emissionen weltweit (37.100.000.000 Tonnen CO2 im Jahr 2018). Was würde es bewirken, wenn Deutschland 0,00 Tonnen CO2 emittieren würde
Reichholfs Naturbegriff unterscheidet sich radikal von dem geläufigen, besonders dem der Grünen. Für ihn ist Natur „das, was selbstständig existiert. Existenz und Wirken der Menschen schließt dies nicht aus. Insofern bin ich anderer Meinung als viele Naturschützer. Natur in der Stadt ist daher für mich kein Widerspruch“. Die Tiere und viele Pflanzen hätten sich in den Städten selbst angesiedelt. Warum sollten Wanderfalke oder Amsel in der Stadt weniger Natur verkörpern als im Wald oder in einer Gebirgsschlucht? Das gelte für die Stadtfüchse genauso. „Im strengen Sinne existiert nichts mehr auf der Erde, das nicht die Signatur der Menschen trägt, auch nicht auf den Eispolen oder in dichten tropischen Regenwäldern.“
Was sich daraus ableitet: Es gibt keine Reinform, keine Unschuld, kein „natürliches Gleichgewicht“, sondern da sind immer Ungleichgewichte, die in moderater Form erträglich sind, weil alles, Menschen, Tiere, Pflanzen im Werden sind und alles im Fluss ist. Die Globalisierung verheißt eben nicht nur Warenströme, sondern auch Völker-, Pflanzen- und Tierwanderungen, und kann dann Anpassung, so wie im Falle der beiden beschriebenen Grenzflüsse bedeuten, oder aber Verdrängung, was Artensterben meint.
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„Wenn Deutschland mit einem Schlag aufhörte zu existieren, würde es die Welt nicht einmal merken. Aber nein, wir müssen Vorreiter sein.“ Werden sich die Amerikaner, die Chinesen, Inder oder die Afrikaner Deutschland als Vorbild nehmen? „Ich habe den Eindruck, dass es für die deutsche Mentalität schwerer ist als für andere, ein vernünftiges Maß zu finden.“
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Letztlich seien wir alle Säugetiere, ob Mensch oder Elefant, ob Eichhörnchen oder Ratte.
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Aber Mensch und Eichhörnchen leben länger als die beiden anderen Genannten. Während die Ratte innerhalb eines Jahres schon Urgroßmutter sein kann, erlebt das Eichhörnchen-Junge eine regelrechte Pubertät und kann bis zu zehn Jahre alt werden. Mensch und Eichhörnchen sind sich in ihrer enormen Energie ähnlich – und in ihrer Verspieltheit. Über dieses „Kleinmodell Mensch“ sollte man durchaus nachdenken, wenn man das Tier am Baum eines Stadtparkes entlangflitzen sieht.
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Eine interaktive Karte zum weltweiten CO2-Ausstoß:Hier klicken
Vor genau 80 Jahren überschritt (überfiel) Deutschland die Grenze zu Polen.
Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs. … Am 3. September 1939 erklärte Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg und wenige Stunden später auch Frankreich. Das Deutsche Reich hatte sich geweigert, das Ultimatum, die Truppen aus Polen zurückzuziehen, zu erfüllen. Damit begann der Zweite Weltkrieg. Quelle: Hier klicken
Am 17.9.1939 betrat (überfiel) die Rote Armee der Sowjetunion Polen und besetzte das halbe Land. Dieses Verbrechen blieb ungesühnt. Warum?Hier klicken
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Bild genau so – ohne die von mir hinzugefügte Sprechblase – von meinem Smartphone abfotografiert. Zum Artikel: Hier klicken
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Genau heute finden die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg statt. Morgen ist Deutschland ein anderes Land: Wetten?