Der fehlende Sinn für Realitäten

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Prof. Dr. Bassam Tibi

Die WELT veröffentlichte am 4.7.2016 ein höchst bemerkenswertes Interview mit Bassam Tibi, dem wohl ältesten, kompetentesten und bekanntesten Verfechter eines Reformislam.

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Andrea Seibel Bildquelle: WELT

Andrea Seibel, die von mir hochgeschätzte langjährige Leiterin des FORUMS der WELT und stv. Chefredakteurin, führte das Gespräch. Wie immer kompetent.

Bis zu einem bestimmten Punkt. Da sagte Bassam Tibi:

„[…]Das sehen Sie schon an Göttingen: Die Stadt war früher sehr studentisch, 20 Prozent waren Ausländer, eine verträumte, idyllische Stadt. Heute sieht sie aus wie ein Flüchtlingslager. Da laufen die Gangs, ob afghanisch oder eritreisch, durch die Straßen, und man bekommt es mit der Angst. Das Göttinger Gemeinwesen ist erschüttert. Und über all das: keine Sitzung oder Debatte des Bundestages! Alles der Alleingang einer Frau.“

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Donald Trump

Neulich war es so weit.

Beim Saisonabschluss „Spargelessen“ kam das ThemaWappen US Präsident

„Donald Trump wird womöglich Präsident“

auf den Tisch.

Da könne man ja nicht mehr in die Vereinigten Staaten fahren, empörte sich  ein Spargelesser.

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Boateng: Ein Lehrstück aus Aachen

Erinnern Sie die Boateng – Debatte ?

Die Aachener Nachrichten (AN) veröffentlichten dazu etliche Leserbriefe. Einen erläuternden (6.6.2016) von Dr. Netzel, einem Mathematiker.

Diesem sachlichen Brief wurde kurz darauf von empörten Bürgern (9.6.2016) widersprochen. Meine Meinung dazu im Artikel Das Gute schlägt zurück.

War´ s das?

Durchaus nicht.

Die AN veröffentlichten am 16.6.2016 einen Brief von Edmund Immendorf, der sich  m. E. in sachlicher Form (im Vergleich zu den Hetztiraden der Leserbriefschreiber vom  9.6.2016 und ausgenommen „Baumschulabsolventen“) auf die argumentative Seite Dr. Netzels stellte.

Netzek positiv
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Dachte man nun,

die Sache sei erledigt, sahen sich die AN genötigt, eine Replique zum Brief von Edmund Immendorf zu veröffentlichen.

Replique Immendorf ironisch
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Der geneigte Leser muss wissen, dass Leserbriefe in den AN immer „autark“ – also niemals im Gesamtzusammenhang – veröffentlicht werden. Nur der Zeitungen sammelnde und wirklich nachhaltende Leser kann einen Leserbrief in den entsprechenden Kontext einordnen. Nicht mal die E-Paper Version ist hilfreich, denn auf die Nennung des Erscheinungsdatums des Briefes, auf den sich der aktuelle Leserbrief bezieht, verzichten die AN regelmäßig. Von der Nennung des Ursprungsartikels in den AN, auf den sich Briefe und Antwortbriefe ursprünglich beziehen, ganz zu schweigen.

Zurück bleibt ein schaler Nachgeschmack. Ist offensichtlich nicht die Debatte das wichtige Momentum, sondern gezielte Meinungsmache. Das zumindest ist mein Eindruck.

Es ist  in Zeiten des Internets ein Leichtes, alle Briefe zu einem Artikel zugänglich zu machen. Dann kann sich der Papierleser ein umfassendes Bild machen, eine Meinung bilden.

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Der Verstand normaler Bürger

Nicht nur hinter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
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steckt für gewöhnlich ein kluger Kopf.

Auch Leser der WELT am SONNTAG haben in aller Regel Verstand. Der zeigt sich in den leider sehr karg abgedruckten Leserbriefen. Erwähnenswert ist, dass die WamS auch Leserbriefe abdruckt, die sich kritisch mit einem

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Artikel auseinandersetzen. Dieses Minimum an ausgewogener Berichterstattung ist durchaus nicht bei jedem Printprodukt Standard.

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Islamischer Terror – Eine Einschätzung

Änderung

Für Donnerstag, den 16.6.2016  war der 3. Teil der Analyse der Forderung eines flächendeckenden Islamunterrichts angekündigt.

Aus aktuellem Anlass verschiebt sich die Veröffentlichung um eine Woche.

Danke für Ihr Verständnis.  Lesen Sie Teil 1 und Teil 2, indem Sie auf die Links klicken.

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Islamischer Terror – Eine Einschätzung

Immer wieder hört man in Medien und  Politik, …
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Attentäter von Orlando

… dass es sich bei Terrorakten um einen Einzeltäter handele, der sich im Internet radikalisiert habe. Letztes Beispiel ist der Täter von Orlando.

Was will man den Menschen damit sagen?
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Dass es sich bei Einzeltätern um einen weniger schlimmen Terrorakt handelt, als wenn eine Organisation wie z. B. der Islamische Staat dahinter steht?

Ein Terrorakt wird nicht harmloser, weniger schlimm durch die Tatsache, dass er von einer einzelnen Person, einem Einzeltäter ausgeübt wurde.

Das Gegenteil ist der Fall

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Zitat der Woche: Anton Hofreiter

„[…]Die Gesellschaft driftet auseinander, in einem solchen Klima gedeihen Ressentiments und Vorurteile. Wir müssen den sozialen Zusammenhalt stärken.

Bild Hofreiter Anton
Anton Hofreiter Bildquelle: Die Welt
Nicht alle AfD-Wähler sind Nazis. […]

Nicht jede Meinung, die man für grundlegend falsch hält, ist gleich rechtsradikal. Da waren wir manchmal nicht präzise genug […].“

LogoWELT
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Anton Hofreiter (Bündnis ´90/die Grünen) in einem Interview mit Claudia Kade in der WELT.

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Danke Toni,

15% und mehr der Wahl-Bevölkerung fällt ein Stein vom Herzen!

Es wird rauer!

Achtung: Politisch unkorrekter Artikel!
Inhaltlich
Özil und die AfD
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konnte die AfD – Gauland, Petry & Co. –  nicht verhindert werden. Jetzt müssen Spieler der Fußballmannschaft, die in Frankreich um den EM-Titel kämpfen wird, für das Verhindern herhalten. Ein Mischling und ein Moslem. Herr Boateng und Herr Özil.

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Der Katholikentag – Die AfD – Der schwarze Block

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Es ist sehr wahrscheinlich, dass keine Politiker der AfD zum Katholikentag eingeladen wurden, weil die Sicherheit dieser Menschen nicht garantiert werden konnte.

Sogenannte Gegendemonstranten, linke Extremisten, Antifa und Schwarzer Block, würden den Katholikentag massiv stören, wenn AfD-Politiker teilnehmen würden.

logo zdkDas wollte das ZDK verhindern. Praktisch eine Kapitulation vor Gewalt und Extremismus. 

Es ist eine Schande, dass so etwas in Deutschland nötig, möglich ist.

Darüber sollten sich unsere Guten Menschen in Politik, Medien und Gesellschaft, auch die vielen Guten Menschen in den Kirchen, die bei Gegendemonstrationen kritiklos mitlaufen, Gedanken machen.

Gedanken, was Demokratie, Meinungs- und Versammlungsfreiheit bedeuten. Was Pluralismus ist. Und Toleranz. 

Schaffen unsere Guten Menschen das?

Ich befürchte: Nein!

Deshalb wird der Wähler an der Urne seiner Meinung mit dem Kreuz an der rechten Stelle Ausdruck verleihen.

Es ist kontraproduktiv eine Partei zu dämonisieren. Olaf Scholz hat das verstanden. Andere brauchen länger. Viele schaffen es nie. Der Kreis schließt sich.

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focus
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Lesen Sie in diesem Zusammenhang den Artikel von Eckardt Jesse, einem renommierten Politikwissenschaftler:

´Vom Umgang mit der AfD` 

der am 7.5.2016 im Focus veröffentlicht wurde. Eckardt Jesse bringt das oben thematisierte Problem auf den Punkt.

Sensationell: Bettina Böttingers Sternstunde

BildBöttingerBettina
Bettina Böttinger

Pfingsten habe ich mir eine Videokonserve von Donnerstag, den 12.5.2015, angesehen.

Ich bin fast vom Stuhl gefallen.

Die Live-Diskussionssendung „Ihre Meinung“ wurde souverän moderiert von Bettina Böttinger, die, man glaubt es kaum, im Juli bereits 60 Jahre alt wird. Genau am Unabhängigkeitstag der USA. Sogar genau am 240. Ein Jubiläum. Wenn das kein Omen ist.

Ihre MeinungIst der Islam gefährlich
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„Ihre Meinung“ heißt das Format, „Ist der Islam gefährlich?“ war das Thema.

Hundert  Menschen, darunter einige Experten, taten ihre Meinung kund. Hinzu kamen Gesichtsbuchmeldungen, Zwitschereien, Mails, die von Frau Böttinger zwischendurch vorgelesen wurden.

Bettina Böttinger  eilte mit dem Mikro von Tisch zu Tisch, von Stuhl zu Stuhl. Dennoch: Die Sendung war strukturiert. Die Wortmeldungen nahmen nach der Einführung in das Thema rapide zu. Fast jeder wollte etwas sagen, nicht alle kamen zu Wort. Dafür war die Sendezeit, immerhin knapp 90 Minuten, zu kurz.

Die Teilnehmer merkten, dass sie hier und heute frank und frei ihre Meinung loslassen konnten. Diese Meinungen waren – wie bei der Teilnehmerzahl zu erwarten – differenziert.

Nur ein Mann fiel durch rüde Antiislamsprüche auf; nur ein Experte schien weit weg von der Welt zu sein:

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Burkhard Freier

Burkhard Freier, Chef des Verfassungsschutzes NRW, gab das übliche Politikereinerlei – Alles friedlich; den Rest haben wir im Griff – von sich.

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Nurhan Soykan

Dann war da noch die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Frau Nurhan Soykan. Die war am Ende pikiert. ´Ja, so, also das, was hier heute gesagt wurde, also so eine Sendung,  spiele den Rechtspopulisten in die Hände.` Kein Zitat, sondern eine sinngemäße Zusammenfassung von mir.

Die Dinge sind aber nun mal so,  wie sie sind.

Da gab es die dezidierte Darstellung eines Islamexperten, dass dem Islam Gewalt immanent sei. Mohammed sei nicht nur Religionsführer, sondern auch Staatsmann gewesen, der seine Politik, den Islam mit dem Schwert durchgesetzt habe.

Ein Alevit – Aleviten sind eine vom sunnitischen Islam  gehasste Abtrünnigengemeinschaft des Islam, also eigentlich keine Islamgläubigen –  meldete sich zu Wort. Er führte erregt aus, dass die Menschen, die vor der Scharia geflohen seien, diese doch bitte hier nicht einführen, sondern dann doch besser da bleiben sollten, wo sie herkommen. Dagegen argumentierte eine andere Islamgläubige, dass sie doch hier geboren sei und nicht irgendwohin zurückkehren könne.

Bemerkenswert die Geschichte einer Konvertitin, die von ihrem Mann 3 x verstoßen wurde, und von einem deutschen Gericht dann ratz-fatz gemäß Scharia geschieden wurde. Was ich kaum glauben mag.

Erwähnen möchte ich noch den Mann, der erzählte, dass Metzger in Deutschland auf Grund des Tierschutzartikels 20a Grundgesetz förmlich mit Vorschriften gequält würden; im Islam – auch im Judentum, d.V. – würde den Tieren dagegen bei vollem Bewusstsein einfach der Hals durchgeschnitten. Das sei doch nicht in Ordnung.

Schauen Sie sich die Sendung an. Sie ist eine Sternstunde des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und hat einen Namen:

Bettina Böttinger.

Ganz große Gratulation!

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Ein Wort zur Resonanz in den deutschen Medien: Gleich Null. Das war denn doch wohl politisch viel zu  unkorrekt, was das ablief, um darüber zu berichten, es zu kommentieren. Der sogenannte Qualitätsjournalismus entlarvt sich. Es ist ein Skandal.

Schmähgedicht im Bundestag

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Detlef Seif, CDU-MdB / Bildquelle: CDU Webseite Seif

Der CDU-Abgeordnete Detlef Seif  trug gestern das Schmähgedicht in voller Länge im Bundestag vor. Rahmen war die Debatte  um die Abschaffung des § 103 StGB, des so genannten ´Majestätsbeleidigungsparagrafen`.

Betroffenheit war die Resonanz. Das hätten die wenigen anwesenden Abgeordneten nicht gedacht. Es wurde mit dem Vortrag klargemacht, um was es sich bei dem so genannten Schmähgedicht handelt. Eine klare Verletzung der Menschenwürde des Herrn Erdogan.

Ja, auch wenn viele es nicht glauben: Sogar Herrn Erdogan steht Menschenwürde zu. Sogar Herr Erdogan besitzt sie.

Deshalb war der seriöse öffentlich Vortrag des Streitgegenstandes im Parlament sehr hilfreich. Dank an Herrn Seif, Dank der CDU/CSU-Fraktion, die den Vortrag ganz sicher mitgetragen hat.

Endlich weiß jeder, wovon geredet wird. Welch´ unappetitlicher Schmutz als ´Satire` verkauft wurde.

Zu dem Urteil kommt auch der Anwalt Herrn Erdogans:

„Die Rede ist rechtlich vollkommen in Ordnung und ein gutes Beispiel dafür, wie man schlimme Inhalte wiederholen kann, ohne selbst zu beleidigen“, schrieb Ralf Höcker am Donnerstag auf seiner Facebookseite. Der Kontext sei ein völlig anderer gewesen.

steht in der FAZ zu lesen.

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