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Annegret Kramp-Karrenbauer glaubt, nur Teile der Wähler der rechts-nationalen Partei zurückgewinnen zu können. Andere hätten ein Gedankengut, das nie zur CDU gehört habe: „Das ist nichts, worum man kämpfen müsste.“
Bleibt die Frage, ob es sich bei diesen Wählern um solche mit dem Gedankengut gehandelt hat, das nie zur CDU gehört hat. Ich denke eher nicht.
Es waren vor allem Ex-Unionisten, die mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden waren.
Auch das sieht AKK nicht ganz so:
Kramp-Karrenbauer widersprach im ersten Interview nach ihrer Wahl auf dem CDU-Parteitag der These, der Einzug der Rechtspopulisten in den Bundestag sei Folge der Flüchtlingspolitik der letzten großen Koalition. Sie sieht langfristige Gründe: „Die AfD hatte eine lange Vorlaufzeit. Im Kern ist sie gegen den Euro gegründet worden. Mit der Flüchtlingskrise ist dann ein Beschleuniger entstanden. Plötzlich hat sich gezeigt, dass vieles in unserem Asylsystem nicht funktioniert – es hat aber auch vorher schon nicht funktioniert, nur da stand es nicht jedem vor Augen, weil die Zahlen relativ klein waren.“
Immerhin gibt sie indirekt zu, dass das Asylsystem – egal ob die Zahl der Migranten klein oder groß war, in vielen Bereichen nicht funktioniert.
Auf die Idee, dass der Hauptgrund hierfür und für den massiven Wählerabgang die offenen Grenzen u. a. auch für Demokratiefeinde jeglicher Couleur als auch Judenhasser sein könnten, das ist zu hoch für die Dame, die sich von der Ministerpräsidentin zur Generalsekretärin „hochgearbeitet“ hat.
Da diskreditiert man lieber mal die AfD und ihre Wähler. Was der Partei mit Sicherheit wieder zusätzliche Stimmen beschert.
Da werden unsere Menschen mit Guten Gedanken hellwach!
Der Weg für Fahrverbote wurde gerichtlich geebnet.
Wo läge der Durchschnitt der Messungen in den 50 Minuten Testfahrt? Vollkommen egal. Die Aussagekraft solcher Messungen geht m. E. gegen Null! Hinzu kommt, dass die Überschrift Unsinn ist. Stickstoff ist Hauptbestandteil unserer Atmosphäre. Dieser „Vertuer“ ist bezeichnend für die Debatte im Medienbereich: Nicht viel wissen, aber alles erklären können. Zum Wohle der Menschheit. Ist ja klar, oder?
Da ist es jetzt dringend notwendig, der Bevölkerung – hier dem gemeinen AN-Leser – aufzuzeigen, ihm zu „beweisen“, in welch´ schlechter Luft er sich tagtäglich bewegt.
Vehikel ist diesmal das Jülicher Mobilab, welches durch die Gegend fährt und regelmäßig diverse Schadstoffe, also auch das mittlerweile berühmt-berüchtigte NO2, misst, sowie die Werte dokumentiert.
Der Fußgänger an der Ampel vor dem Neuen Rathaus in Jülich atmet gerade Luft ein, die in diesem Moment 160 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter (μg/m3) enthält. Das ist viermal so hoch wie der europaweit festgelegte Grenzwert für das Jahresmittel an einem Ort. Stickstoffdioxid
ist gesundheitsschädlich, und es ist die Ursache der aktuellen Diesel-Diskussion. Quelle: Hier klicken
Der Grenzwert für die Stundenmessung NO2 liegt exakt bei 200 (zweihundert!) µg/m3 Luft. Der Mann an der Ampel atmet also Luft ein, die den Grenzwert NO2 = 200 Millionstel Gramm pro Kubikmeter Luft, welcher etwa 1,2 Kilogramm wiegt, nicht erreicht.
Das passt den Aachener Nachrichten nun aber gar nicht.
Deshalb muss der europaweit festgelegt Grenzwert für das Jahresmittel her. Dieser Wert wird folgendermaßen ermittelt: In einem Kalenderjahr finden im Idealfall, also falls die Technik nicht punktuell ausfällt, 365 X 24 = 8760 stündliche Messungen mit Höchstwertaufzeichnung mittels stationärer Messstation statt. Die Summe dieser Höchstwerte wird durch Anzahl der Werte dividiert. So erhält man den Jahresdurchschnittswert. Der Grenzwert dieses Durchschnitts ist festgelegt auf die im Zitat erwähnten 40 µg NO2/m3 Luft. Siehe hierzu auch das Beispiel Aachen: Hier klicken
Nur darf dieser Jahresdurchschnittsgrenzwert für den Mann an der Ampel gar nicht angewendet werden*. Weil die gemessenen 160 µg NO2/m3 Luft Ergebnis einer punktuellen Messung sind. Und eben kein Durchschnitt. Und schon gar kein Jahresdurchschnitt. Macht man aber. Auch wenn der korrekte Sachverhalt später erläutert wird: Der Bürger weiß wieder mal, wie schlimm und gefährlich NO2 ist, wie verseucht die Luft ist. Der erste Eindruck ist entscheidend. Und genau der wird mit dem Beginn des Berichtes in die „richtige“ Richtung gefakt.
Genau das wollen die Aachener Nachrichten.Das ist viermal so hoch hört sich doch so schön gruselig an. Vielleicht ist der Mann an der Ampel ja umgefallen.
Womöglich tot!?
Ich kann beruhigen:
Der Mann an der Ampel hat das NO2 gar nicht wahrgenommen. Nicht mal gerochen. Er hat keine Augenreizungen gehabt und auch keine asthmatischen Beschwerden. Ihm geht es gut, …
… der Grenzwert liegt für punktuelle Messungen bei 200 µg NO2/m3 Luft. 160 µg NO2 sind vollkommen harmlos.
Für Industriearbeiter liegt der Grenzwert sogar bei 950 µg. In Deutschland.
In der Schweiz sind es gar 6000 !!! µg NO2. Details:Hier klicken
Wenn Sie mehr zu den Grenzwerten, aber auch zu der ideologisch vollkommen verzerrten NO2- ´Diskussion` – fern jeder Wissenschaftlichkeit – lesen wollen: Hier klicken.
Dort finden Sie selbstverständlich auch die Belege für meine Behauptungen.
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*Das ist so, als würde ich behaupten, ich wäre 1,75 Kilo groß.
Der letzte Satz von Bouffier ist symptomatisch:“Klare Kante gegen die, die Ängste schüren.“ Nicht etwa klare Kante gegen die, die diese Ängste verursachen, nein, gegen die, die über sie reden. Solange die Brisanz der Lage da oben nicht ankommt wird die afd weiter und weiter wachsen.