Kontrafunk aktuell Sonntagsrunde 2.7.2023 & Kontrafunk Nachrichten vom 2.7.2023 – 6:00 Uhr

Kontrafunk Nachrichten vom 2.7.2023 – 6:00 Uhr

Quelle & aktuelle Nachrichtenausgabe

Kontrafunk Sonntagsrunde

Der Landrat, der nicht sein darf

Erstausstrahlung: Sonntag, 2. Juli 2023, 5:05 Uhr

Burkhard Müller-Ullrich im Gespräch mit Markus VahlefeldPeter J. Brenner und Matthias Burchardt

Der Germanist Prof. Peter J. Brenner, der Philosoph Dr. Matthias Burchardt und der Essayist Markus Vahlefeld diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich bei einer öffentlichen Veranstaltung in Friedrichshafen über Deutschlands langen Bremsweg bis zur Deindustrialisierung, über Frankreichs Probleme mit Migrantenkriminalität und Polizeigewalt sowie über die Umdeutung des Sommers zu einer medizinischen Gefahrenlage. Außerdem geht es um den Bildungsnotstand an der Macht und die Folgen der Landratswahl in Sonneberg. 

Quelle Zitat & Kontrafunk Sonntagsrunde vom 2.7.2023

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Habeck & Heizung & Ampeltod & der Gesetzentwurf aktuell: Es bleibt Stückwerk

Seit Tagen wurde auf die schriftliche Fassung …

… des geänderten Heizungsgesetzes gewartet. Nun liegt der Entwurf WELT vor. Die Koalition hält damit gerade noch die Frist ein, um das Gesetz womöglich noch in der nächsten Woche zu verabschieden. Der Entwurf hält Überraschungen bereit.

Die Ampel-Koalition hat am Freitagvormittag die lange erwarteten schriftlichen Änderungspläne für das Heizungsgesetz vorgelegt. Das 111 Seiten umfassende Dokument, das die geplanten Änderungen mit dem ursprünglichen Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) vergleicht, liegt WELT vor.

Erst am Freitagvormittag um 10.11 Uhr wurde zuletzt Hand an das Dokument gelegt. Damit hält die Regierungskoalition knapp die Frist der Opposition ein, die gefordert hatte, dass die Änderungspläne bis Freitagmittag vorliegen müssten, um die Beratungen noch in der kommenden Woche vor der Sommerpause abschließen zu können.

Das Papier ist das Ergebnis eines monatelangen Streits zwischen den drei Koalitionsparteien. Gleich mehrfach wurden in den vergangenen Wochen angebliche Einigungen auf Kompromisse verkündet, die Interpretationen insbesondere von Grünen und FDP wichen aber stark voneinander ab. Nun liegt erstmals schriftlich der neu geplante Gesetzestext vor.

So wird Paragraf 71 so geändert, dass zunächst eine kommunale Wärmeplanung vorliegen muss, bevor die Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) greifen. Ursprünglich sollte dabei aber zwischen drei Größen der Kommunen unterschieden werden: Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern, Städte zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern und Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. In dem Papier ist die Gruppe der kleinsten Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern nun aber nicht vorhanden.

Pflicht zum Energieberater

Außerdem gibt es laut den geplanten Änderungen keinen Automatismus, dass die Regeln des Heizungsgesetzes sofort gelten, sobald eine kommunale Wärmeplanung vorliegt. Stattdessen muss zunächst „die nach Landesrecht zuständige Stelle“ noch offiziell „unter Berücksichtigung eines Wärmeplans“ beschließen, dass das GEG nun in einem Gebiet gelten soll, heißt es auf Seite 32 des Papiers. Das ist vor allem für Bundesländer und Kommunen relevant, in denen schon heute oder deutlich vor Ende der Fristen ein solcher Wärmeplan vorliegt.

Wer sich dafür entscheidet, eine Gas-, Öl- oder Holzheizung einzubauen, soll laut dem neuen Entwurf dazu verpflichtet werden, sich zuvor von einer qualifizierten Person beraten zu lassen, also von qualifizierten Energieberatern. Allerdings besteht in der Bundesregierung wohl Sorge, dass die Energieberater dem Kunden das falsche empfehlen könnten. Deshalb sieht eine Regelung im neuen Paragrafen 71 vor, dass sich der Berater an das halten soll, was ihm der Staat vorgibt, zu sagen:

„Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen stellen bis zum 1. Januar 2024 Informationen zur Verfügung, die als Grundlage für die Beratung zu verwenden sind“, heißt es wörtlich im neuen Entwurf.

Wie diese Beratungsvorgaben von den Ministerien genau ausgestaltet werden, dürfte noch für Debatten sorgen. Schließlich können auch qualifizierte Energieberater nicht mit Bestimmtheit voraussagen, wie sich die Preise für Wärmepumpenstrom, Öl, Gas und europäische CO2-Zertifikate entwickeln werden.

Fragwürdig wäre es etwa, wenn die Bundesregierung die Energieberater zur Verbreitung von „Informationen“ verpflichtet, die in der Essenz auf ungesicherten Marktprognosen basieren.

Insbesondere mit Blick auf die bayerischen Landtagswahlen im Herbst werden im neuen Paragrafen 71g praktisch alle preistreibenden Auflagen für Holz- und Pelletheizungen gestrichen. Ursprünglich war vorgesehen, dass „bei Nutzung fester Biomasse“ ein Pufferspeicher in bestimmten Dimensionen einzubauen ist, eine solarthermische Anlagen zu ergänzen ist, und zudem eine Einrichtung zur Reduzierung von Staubemissionen von 80 Prozent vorhanden sein muss.

Nach Schätzungen des Holzpellet-Verbandes hätten die Auflagen die Holzheizungen um 50 Prozent verteuert und damit unwirtschaftlich gemacht. Diese Sorge wird den Kamin- und Holzöfen-Fans nun genommen, wenn es bei der vorgeschlagenen Formulierungshilfe bleibt.

„Stück für Stück machen wir nun das Heizen nachhaltig“

Ob nun alle Parteien mit den Änderungen in Schriftform einverstanden sind, steht noch nicht fest. Die ersten Politiker, die sich von der Vorlage des neuen Gesetzentwurfs aus dem Bundeswirtschaftsministerium erleichtert zeigten, waren die stellvertretenden Fraktionschefs der Grünen, Julia Verlinden und Andreas Audretsch: „Die geeinten Änderungsanträge zum Gebäudeenergiegesetz sind nun an den Ausschuss versandt“, erklärten beide in einer frühen Stellungnahme. „Wir freuen uns, dass damit der Weg frei ist für das weitere Verfahren und somit für faire und erneuerbare Wärme.“

Die Grünen-Politiker setzen darauf, dass es mit der neuen Textvorlage am Montag zur Expertenanhörung im Bundestagsausschuss Klima und Energie kommen kann. Damit sei dann, zumindest aus Sicht von Verlinden und Audretsch, „eine umfassende Beratung der Koalitionsvorschläge gewährleistet.“

Die Grünen-Politiker loben die neue Formulierungshilfe des BMWK, die auf einer Einigung der Fraktionsspitzen vom vergangenen Dienstag basiert, als „Meilenstein für den Klimaschutz.“ So werde das Versprechen eingehalten, die Förderung für klimaneutrale Wärme auf 70 Prozent zu erhöhen. „So können alle teilhaben am Klimaschutz im eigenen Zuhause und sich dabei an einem breiten Technologiemix bedienen“, erklärten Verlinden und Audretsch.

Nachdem Kritiker den ursprünglichen Entwurf von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als „Klimaschutz mit der Brechstange“ bezeichnet hatten, befürworten die Grünen-Parlamentarier nun offen eine vorsichtigere Vorgehensweise: „Stück für Stück machen wir nun das Heizen nachhaltig und gehen damit einen riesigen Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität.“

„Die FDP-Fraktion hat die Formulierungshilfe heute geprüft und als Beratungsgrundlage für die Expertenanhörung am Montag freigegeben“, sagte Fraktionschef Christian Dürr der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die FDP-Fraktion hatte besonders große Vorbehalte gegen den ursprünglichen Gesetzentwurf von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Bauministerin Klara Geywitz (SPD).

„Niemand muss seine funktionierende Gasheizung ausbauen“

Der Ausschussvorsitzende Klaus Ernst (Linke) schrieb auf Twitter, die Unterlagen seien gegen Mittag gekommen. Aufgrund der Mehrheit im Ausschuss sei er gezwungen für Montag zu dieser Anhörung einzuladen. „Der Zeitraum ist zu kurz. Eine Missachtung des Parlaments! Keine ausreichende Vorbereitung möglich.“ Die Opposition kritisiert das ungewöhnliche Verfahren mit kurzen Fristen und mehrfachen Nachverhandlungen zwischen den Ampel-Partnern heftig.

FDP-Vertreter Dürr betonte: „Niemand muss seine funktionierende Gasheizung ausbauen und er kann sie auch jederzeit reparieren.“ Zudem werde der Staat in Vorleistung gehen und eine kommunale Wärmeplanung vorlegen. „Erst wenn klar ist, welche Heizoptionen eine Kommune hat, greifen die Vorgaben – und auch dann wird es möglich sein, eine umrüstbare Gas- oder Ölheizung einzubauen.“

Der CDU-Abgeordnete Thomas Heilmann will das Verfahren noch mit einem Eilantrag vor dem Bundesverfassungsgericht ausbremsen.

Bleibt es beim Zeitplan soll am Montag in einer Ausschuss-Anhörung im Bundestag über den neuen Entwurf beraten werden. Bis Freitag soll das Gesetz das Parlament passiert haben.

Quelle Ausschnitt, Text* & kompletter Artikel

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Es kracht schon

Ampel streicht Sonderregel für Ü80-Jährige – Neuer Streit bei den Grünen

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Heizung & Habeck bei MEDIAGNOSE

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*Weil das Thema außerordentlich wichtig für die Fragestellung „Ampel; heizung, Deutschland u.v.m.“  ist, zitieren wir den Text komplett. Verweise und alle Kommentare der Leserschaft lesen Sie, wenn Sie WELTplus testen/abonnieren.  Wir empfehlen WELTplus ausdrücklich: 30 Tage für 1 € testen.  Achtung: Die  Schnupperangebote können sich ändern!

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WELTWOCHE daily 1.7.2023 aktuell

WELTWOCHE – Dokumentation

US-Reporterlegende Seymour Hersh bringt Licht ins Dunkel des Putsch-Versuchs: «Am wichtigsten ist, dass Putin jetzt in einer viel stärkeren Position ist»

WELTWOCHE – Berichte

Umfrage zeigt: Russisches Volk unterstützt Präsident Putin. Auch während Putsch-Versuch war die Zustimmung stabil

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«Der Feind entwickelt sich weiter»: Kiew stoppt den Einsatz westlicher Panzer für den Angriff auf russische Positionen
Ukraine-Krieg: US-Soldatin Sarah Ashton-Cirillo berichtet als erste Transfrau aus der Ukraine

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Opposition aus Ungarn: Orbáns Parlament verschiebt Abstimmung über Schwedens Nato-Beitritt auf den Herbst

WELTplus-Interview mit Viktor Orbán

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Amerikas Oberster Gerichtshof verbietet Diskriminierung von Weissen beim Hochschulzugang – und Präsident Biden ist empört
USA: Muslimisch geführter Stadtrat verbietet Pride-Flagge. LGBTQ-Community ist entsetzt

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Paris brennt, die Regierung zittert: Ein Polizist erschiesst den 17-jährigen Nahel, worauf eine Welle der Gewalt durchs Land fegt. Frankreich fürchtet den Bürgerkrieg. Was ist da los?

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«Humbug und Skandal»: Thüringer AfD kritisiert Demokratiecheck für den neugewählten Landrat Robert Sesselmann

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Stress-Test für Schweizer Bank: Wie beurteilt die US-Notenbank die Widerstandsfähigkeit der UBS?

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«Stimmung gegen Andersdenkende»: Kabarettistin steigt aus «Heute-Show» aus. Auch zu Satiriker Jan Böhmermann findet sie klare Worte
Zeit für Meinungsfreiheit: SRF zensuriert Kommentare und wird jetzt dafür gerüffelt
Mit Angriffen gegen die Presse- und Meinungsfreiheit auf breiter Front versucht das linke Lula-Regime in Brasilien die Opposition zu eliminieren

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«Vision für Deutschland»: Sahra Wagenknecht beglückt uns in der Weltwoche mit unsubstnatiierten Algemeinplätzen (sic!). Sie vermeidet jede Auseinandersetzung mit den Ursachen der Fehlentwicklungen in Deutschland

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Jordan Peterson kämpft gegen Berufsverbot: Der Psychologie-Professor muss Social-Media-«Nachhilfetraining» absolvieren oder seine Lizenz ist weg. Nun soll das Gericht entscheiden

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Panne in Spiegel-TV-Doku: US-Waffe eines ukrainischen Soldaten fällt im Abwehrkampf aus

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Gute Nachricht: Wissenschaftler berichten von Pilzen, die als Puffer im Klimasystem dienen

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«Speck der Hoffnung»: Aussenministerin Baerbock sorgt für amüsanten Versprecher in Südafrika

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«Lecktuch», «Anus mit der Zunge»: Die Social-Media-Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind tabulos

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Präsident Wolodymyr Selenskyj will in der Ukraine Cannabis legalisieren

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Geht es um abgewiesene Asylbewerber, setzt Bundesrätin Baume-Schneider EGMR-Urteile schnell um. Geht es um Corona-Gegner, vollzieht ihr Departement die Entscheide nicht so zackig

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Triumph für FDP-Kantonsrätin Astrid Furrer: Der Zürcher Kantonsrat verankert die Notengebung im Volksschulgesetz
Notrecht in der Kritik: Datenschutzbeauftragter kritisiert Ausschluss der Öffentlichkeit bei der Anwendung von Notrecht

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Kontrafunk aktuell Wochenrückblick & Kontrafunk Nachrichten vom 1.7.2023 – 6:00 Uhr

Kontrafunk Nachrichten vom 1.7.2023 – 6:00 Uhr

Quelle

Kontrafunk Wochenrückblick vom 01. Juli 2023

Erstausstrahlung: Samstag, 1. Juli 2023, 5:05 Uhr

mit Robert Meier

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Migration & Kriminalität & Deutschland & Islam aktuell: Marco Rose in der Aachener Zeitung …

… vom woken Paulus zum realistischen ´Saulus`?

Meinung NORDEIFEL Bei der Berichterstattung über Verbrechen gilt gemeinhin der Grundsatz, dass Nationalitäten keine Erwähnung finden – es sei denn, dies ist für das Geschehen relevant. Um einen solchen Fall handelt es sich hier: Denn die Geschichte der drei Angeklagten aus Gemünd steht exemplarisch für einen wunden Punkt der europäischen Migrationspolitik.

Das Ausländeramt der Städteregion in den Aachen-Arcaden: Was tun mit Flüchtlingen, die die Schlupflöcher des Systems gnadenlos ausnutzen? Foto: MHA/Harald Krömer/Harald Krömer

Die Lebensgeschichte der drei Mohammeds aus Algerien ist ein Schlag ins Gesicht für all jene, die noch glauben, allein mit sozialen und pädagogischen Angeboten sei eine Integration geflüchteter Menschen zu schaffen. Auch fällt es mit Blick auf derlei Fälle schwer, zu glauben, dass Zuwanderung per se eine segensreiche Wirkung auf Deutschland und Europa hat, wie es uns die politische Linke in Deutschland noch immer glauben machen will. Denn es gibt nun mal Menschen, die die komplizierten rechtlichen Strukturen und die sich daraus ergebenden Schlupflöcher innerhalb des grenzenlosen Europas gezielt für den eigenen Vorteil ausnutzen; und die gar nicht vorhaben, sich hier zu integrieren* – zum eigenen und aller Wohle.

Die drei jungen Angeklagten sind erkennbar nicht politisch verfolgt. In ihrer Heimat waren sie eigenen Angaben zufolge bereits Außenseiter. Während sie kiffend, saufend und raubend durch Europa reisen, alle Hilfsangebote ausschlagen, arbeiten ihre Eltern und Geschwister in Nordafrika hart für den eigenen Lebensunterhalt. In welchen europäischen Staaten die Algerier unter welchen Namen gemeldet sind und Asyl beantragt haben, scheint für die hiesigen Behörden kaum zu klären zu sein.

Man sollte nun nicht den Fehler machen, von diesen Biografien auf die aller Geflüchteten zu schließen. Kriminelle gibt es in allen Schichten und Nationalitäten. Wir sind es aber gerade jenen, die wirklich unsere Hilfe brauchen, schuldig, diesem eklatanten Missbrauch einen Riegel vorzuschieben. Wer nicht nur die Vorzüge des europäischen Sozialsystems ausnutzen will, sondern hier auch noch Straftaten begeht, der hat sein Gastrecht verwirkt. Doch es ist ein offenes Geheimnis, dass gerade Kriminelle, die es darauf anlegen, kaum abzuschieben sind. Wenn sich an dieser Praxis nichts ändert, wird Europa genau diese Menschen weiter magisch anziehen.

Quelle Ausschnitt, kompletter Text** und kompletter Artikel 

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Migration bei MEDIAGNOSE

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*Bereits 2016 meinte der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio zusammengefasst im Mainzer Sicherheitsgespräch: 

Es sei ein wesentlicher Fortschritt, wenn sich alle Menschen an die Werte des Grundgesetzes und, weil weniger abstrakt, die ´ Vorschriften` des Strafgesetzbuches halten würden. Dann wäre viel gewonnen. Zusätzlich wäre es hilfreich, wenn sich Menschen, nicht nur neu nach Deutschland gekommene Menschen,  klar darüber würden, dass jede Leistung, die ausgebracht wird, zunächst erst mal erwirtschaftet werden muss.  Daraus leitet Herr Di Fabio die Verpflichtung ab, dass sich Menschen nach ihren Möglichkeiten in den Arbeitsprozess einbringen müssen. Nur Rechte in Anspruch nehmen zu wollen, die Pflichten hingegen der produktiven Mehrheitsgesellschaft aufzuerlegen, sei nicht Ziel einer gelingenden Integration.

Quelle

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**Wir zitieren den Text komplett, weil er zeitgeschichtlich außerordentlich wichtig für die Migrationsdebatte ist. Wir empfehlen die Aachener Zeitung und das Abonnement AZplus ausdrücklich.

WELTWOCHE daily 30.6.2023 aktuell

Roger Köppel: Internationale Ausgabe

AfD: Aggressive Ratlosigkeit und undemokratische Machtallüren im Establishment. Rumoren in der CDU: Wüst gegen Merz. Katar lässt FC Bayern fallen. EU-Gipfel: China wäre eine Riesenchance

Roger Köppel: Schweizerische Ausgabe

Mein Grossvater, der Weltkrieg und die Bedeutung der schweizerischen Neutralität. Schickt die Ruag-Chefin in die Wüste. Schweizer Migrationsinfarkt: Es kommen zu viele und die Falschen

Daily – Spezial

«Daily»-Spezial Salzburg: Roger Köppel über den dümmsten und überflüssigsten Krieg
Hubis Bundeshaus: 7000 Schweizer Pässe für abgewiesene Asylanten. Höfische Dekadenz: Walliser zahlen 350.000 Franken für Amherds Präsidial-Feier, Walliser Hubi ist entsetzt. Molina, Funiciello, Wermuth: Pipifax-Bewerbungen für Berset-Nachfolge. Lichtblick Linus Reichlin

WELTWOCHE – Berichte

Nach AfD-Landratswahl: Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordert, Sonneberg zu boykottieren

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Demokratisch getarnte Anti-Demokratin: Grünen-Chefin Lang erzählt völlig sorglos, sie wolle Austritte von missliebigen AfD-Mitgliedern staatlich fördern

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Gewaltaufruf gegen AfD-Politiker an Queer-Veranstaltung: Das Publikum am Christopher Street Day in Würzburg bejubelt die Aufforderung zur Körperverletzung von Mann mit Hundemaske

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«Biden tut das Richtige, was man gegen Trumpismus unternehmen muss»: Olaf Scholz glaubt an Wiederwahl des US-Präsidenten. Er hält ihn für «fit»
Weisses Haus: US-Präsident Joe Biden verwendet nachts ein Atem-Gerät

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Vorbild Mongolei: Annalena Baerbock will in Ulan Bator für die feministische Aussenpolitik werben

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Paris brennt, die Regierung zittert: Ein Polizist erschiesst den 17-jährigen Nahel, worauf eine Welle der Gewalt durchs Land fegt. Frankreich fürchtet den Bürgerkrieg. Was ist da los?

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EU-Umgang mit künstlicher Intelligenz: Statt neuen Technologien vorurteilsfrei zu begegnen, will die Politik mit Hürden deren Potenzial einschränken

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Das EU-Friedensprojekt will der Ukraine Sicherheitsgarantien geben. Aber wie? Militärisch?

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Moscow Times: Russischer General Surowikin soll verhaftet worden sein – nur einen Tag nach Wagner-Aufstand

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Hunter hat nichts zu befürchten: Das Justizministerium arbeitete eifrig daran, die Ermittlungen zu den dubiosen Finanz-Geschäften des «First Son» zu vereiteln

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«War der US-Krieg im Irak nicht auch ein Aggressions-Verbrechen?»: Der Schweizer Journalist Darius Rochebin grilliert erst Baerbock und nun US-Klima-Gesandter Kerry. Seine Interviews gehen um die Welt

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«Voraussetzung für Kernkraft»: Schwedisches Parlament ändert Energieziel von «100 Prozent erneuerbar» auf «100 Prozent fossilfrei»

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Kampf gegen Korruption: Ukrainische Regierung plant, Bargeldzahlungen zu verbieten

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Showdown in Moskau, Kampf in Kiew: Nicht nur in Russland tobt ein Machtkampf. Auch in der Ukraine herrscht Knatsch zwischen Selenskyj und Klitschko

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Klimaikone in Kiew: Greta Thunberg trifft Wolodymyr Selenskyj

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Wie umgehen mit dem Dauerthema Klimawandel? Umwelt-Physiker rät zu einer gesunden Portion Optimismus

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Fabian Molina spricht an Veranstaltung von «Grossalbanern». Er importiert die Balkanwirren in die Schweiz

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Erster muslimischer Armee-Seelsorger: Im Schweizer Militär wurde erstmals ein Gebetsteppich ausgerollt

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Nach Special Olympics in Berlin: Vierzehn Teilnehmer aus Afrika und dem Libanon sind spurlos verschwunden. Vermutet wird, dass einige in die Schweiz gereist sind

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Schweiz, Lieblingsland der Deutschen: 2022 wanderten über 20.000 Deutsche in die Schweiz aus – fast doppelt so viele wie nach Österreich

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Staat fördert Desintegration: Zürich bietet Migranten-Kindern Kurse für Sprache ihrer Herkunftsländer

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Drama um Madonna: Queen of Pop mehrere Tage auf der Intensivstation

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Staat zahlt Styling: Deutsche Steuerzahler zahlen weiterhin Ex-Kanzlerin Merkel Kosmetik und Frisur

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Kontrafunk aktuell 30.6.2023 & Kontrafunk Nachrichten vom 30.6.2023 – 6:00 Uhr

Kontrafunk Nachrichten vom 30.6.2023 – 6:00 Uhr

Quelle & aktuelle Nachrichtenausgabe

Kontrafunk aktuell vom 30. Juni 2023

Erstausstrahlung: Freitag, 30. Juni 2023, 5:05 Uhr

Benjamin Gollme im Gespräch mit Holger SchmittGerd Gies und Wolfgang Wodarg

Am 30. Juni sprechen wir mit dem Mediziner Dr. Wolfgang Wodarg [ab Min. 20:25] über den Hitzeschutzplan der deutschen Bundesregierung. Wodarg meint: Der Bundesgesundheitsminister sollte sich eher zu Impffolgen äußern, anstatt Kompetenzen der Kommunen zu übernehmen. Mit dem ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt Dr. Gerd Gies [ab Min.  3:56] geht es um das Verhältnis der CDU zur AfD. Den Hauptgegner der CDU sieht er nicht in der AfD, sondern in den Grünen. Und: Der habilitierte Sprachwissenschaftler Dr. Holger Schmitt [ab Min. 33:15] hat über Framing in Politik und Medien geforscht. Er kommt zu dem Schluss: „Das Framing der Linken“ ist weit verbreitet. So auch der Titel seines Buches, über das wir sprechen werden.

Medienschau [ab Min. 46:03 ]

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WELTWOCHE daily 29.6.2923 aktuell

Roger Köppel: Internationale Ausgabe

AfD-Aufstieg: Berliner Establishment panisch wie ein Hühnerhaufen. Deutsche an die Ostfront: Bundeswehr verteidigt Königsberg? Prigoschns Bluff, Putins Stärke. Russlands dreckiger Sieg. Syrische Mütter sorgen sich um ihre Söhne im Ruhrgebiet

Roger Köppel: Schweizerische Ausgabe

Noch nie haben die Russen der Schweiz etwas zuleide getan. Uni-Ranking: ETH spitze auch ohne EU-Subventionen. Heldenhaft: Rochebin grilliert Kerry. EU-Turbo Fasel neuer Schweizer EU-Chefdiplomat. Bundesrat: Keine Leos an Kiew

WELTWOCHE – Berichte

Drama der deutschen Seele: Die Angst der Deutschen vor der AfD gründet in der Angst der Deutschen vor sich selbst. Die Kritik an der unliebsamen Partei schwankt zwischen Wahn und Wirklichkeit

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Wegen Anleihekaufprogramm: Deutsche Bundesbank muss möglicherweise von EZB gerettet werden

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Deutschland bricht internationale Verträge: Indem Verteidigungsminister Pistorius 4000 Soldaten in Litauen stationiert, verstösst die Bundesrepublik gegen die Nato-Russland-Grundakte

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«Im Notfall könnte man noch die Linkspartei wählen» – so viel Seelenstriptease wäre gar nicht nötig gewesen, lieber Herr Lindner. Im Herzen sind Sie eher ein Linker als ein Rechter

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Mütter in Damaskus sorgen sich um junge Syrer im Ruhrgebiet. Wie sicher ist Deutschland?

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Journalisten dürfen vom Staat elektronisch bespitzelt werden. Die EU-Staaten segnen eine Einschränkung der Pressefreiheit ab

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Israels Premier Netanjahu will Kiew keine Offensivwaffen liefern: Waffensysteme könnten «in iranische Hände fallen»

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Wieso verurteilen Sie Ex-US-Präsident Bush nicht gleich wie Putin? Diese Frage stellte ein Moderator Joe Bidens Klima-Zar. Die Antwort erstaunt

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«Putin verliert eindeutig den Krieg im Irak» – US-Präsident Biden sorgt für Verwirrung

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Levrat in den Bundesrat! In stürmischen Zeiten braucht es die besten Leute auf der Kommandobrücke. Der fähigste Mann der SP ist ihr ehemaliger Präsident

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Karriere-Sprung eines EU-Turbos: Dass Alexandre Fasel zum Schweizer Chef-Unterhändler für die EU-Verhandlungen wird, ist ein Signal, dass der Bundesrat auf Biegen und Brechen neue bilaterale Verträge will

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Klima-Kleber und Jetsetter Max Voegtli würde auch Farbanschläge begehen und in den Hungerstreik treten. Demokratie findet er in Krisen ungeeignet. Bald wird er nach China fliegen

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Rote Pässe für Illegale: Die Schweiz hat über 7000 abgewiesene Asylbewerber eingebürgert

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WELTWOCHE – Navigation

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DIE WELTWOCHE – Aktuelle Ausgabe Inhaltsverzeichnis

Kontrafunk aktuell 29.6.2023 & Kontrafunk Nachrichten vom 29.6.2023 – 6:00 Uhr

Kontrafunk Nachrichten vom 29.6.2023 – 6:00 Uhr

Quelle & aktuelle Nachrichtenausgabe

Kontrafunk aktuell vom 29. Juni 2023

Erstausstrahlung: Donnerstag, 29. Juni 2023, 5:05 Uhr

In der Ausgabe vom 29. Juni sprechen wir mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Alexander Bertrams [ab Min. 4:22] von der Universität Bern über linken Autoritarismus und seine Folgen für Politik und Gesellschaft.

Schlägereien und Sexualdelikte im Schwimmbad sind ein Sommerphänomen. Wer sind die Täter? Was wird dagegen getan? Können die Bademeister uns noch schützen? Fragen an Peter Harzheim [ab Min. 17:39], Präsident des Bundesverbands deutscher Schwimmmeister.

Und: Ärger um das erste Schweizer Freedom-Festival. Das hatte nach politischem Druck noch vor seiner Premiere den Veranstaltungsort verloren. Wie man darauf reagiert hat und was Besucher dort erwartet, erklärt uns der Präsident des Festivals, Benjamin Mudlack [ab Min. 31:29].

  • Medienschau [ab Min. 45:45]

Quelle Zitat & Kontrafunk aktuell 29.6.2023 hören

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Medien & Stern & Weidel & AfD aktuell: Ein Tiefpunkt des Journalismus

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MEDIAGNOSE – Einschub

Das Stern-Interview mit Alice Weidel vom 27.6.2023 als PDF*

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… Es stimmt ja: Jedes Gespräch mit der AfD muss auch thematisieren, was auf unserem Titelbild in Frakturschrift steht: Hass. Selbst wenn die AfD exzellente Vorschläge zur Rentenpolitik, zur Energiewende oder zur Konjunkturbelebung machte (mir sind die bislang nicht aufgefallen), darf niemand vergessen: Eine Stimme für die AfD ist auch immer eine Stimme für Menschen, die Hass predigen oder den Holocaust für einen „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte halten. Und Faschisten hören in dieser Geschichte meist nicht auf, Faschisten zu sein.

Ist die Strategie der Nichtbeachtung bisher so gut aufgegangen?

Man darf aber angesichts von fast 20 Prozent Unterstützung für die AfD in aktuellen Umfragen auch die Frage stellen, ob diese Strategie der Nichtbeachtung so gut aufgegangen ist. Ich glaube, es gehört zur Aufgabe von Journalisten, mit allen Menschen zu sprechen, die in unserer Demokratie an die Macht wollen. Wir müssen für unsere Leserschaft herausfinden, mit welchen Menschen wir es zu tun haben, was sie mit der Macht anstellen möchten. Deswegen sollten wir auch Alice Weidel und ihrer Partei Fragen stellen, die wir jeder anderen Partei mit Ambitionen auf das Kanzleramt stellen: Was wollen Sie tun? Was können Sie anbieten?

Frau Weidel hatte also im Gespräch mit meinen Kollegen Veit Medick und Jan Rosenkranz Gelegenheit, sich zu erklären – etwa ob die AfD wichtige Themen wie Migration, Klimapolitik oder Abstiegssorgen nur anspricht, um Ängste zu schüren. Oder ob sie auch Lösungen vorzuschlagen hat.

Ich habe nach der Lektüre dieses Gesprächs einen klareren Eindruck, wie die Argumentationsmuster der AfD funktionieren. Und ich konnte von meinen Kollegen auch lernen, wie man diesen begegnen kann. Deshalb bin ich froh, dass wir dieses Gespräch geführt haben.

Aber bilden Sie sich bitte selbst Ihr Urteil, und lesen Sie auch, was Michel Friedman, jüdischer Publizist, über die Auswirkungen der AfD-Stärke auf unser Land und unsere Demokratie zu sagen hat. (Sein Essay erscheint ebenfalls am Donnerstag im aktuellen stern, morgen finden Sie es auf stern+).

Denn das dürfen wir ebenfalls nicht vergessen: Die Debatte, wie viel Macht eine rechtspopulistische Partei hat, ist angesichts unserer Geschichte keine normale Debatte. Weil sie niemals normal sein darf.

Herzlich Ihr

Gregor Peter Schmitz

Erschienen in stern 27/2023

Quelle Bild-Ausschnitt, Text und kompletter Artikel

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Roger Köppel meint in der WELTWOCHE daily vom 28.6.2023

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 „Video-Erklärung“ des Stern-Chefredakteurs …

… zur Kritik am Gespräch mit Alice Weidel

Auf Bundesebene ist die AfD in der Sonntagsfrage so beliebt wie lange nicht. Im thüringischen Sonneberg hat ein AfD-Kandidat die Landratswahl gewonnen. Teile der Partei werden vom Verfassungsschutz beobachtet, der rechtsextreme Björn Höcke ist mehr als geduldet. Jetzt hat der stern in der aktuellen Ausgabe ausführlich mit der Co-Chefin Alice Weidel gesprochen [PDF*]. Warum – das erklärt Chefredakteur Gregor Peter Schmitz im Video. 

Quelle Ausschnitt, Text* & zum Video

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*Weil das Thema außerordentlich wichtig für die Fragestellung „Debattenkultur, Deutschland, Rechtsextremismus Grün/Linksextremismus, Parteien, AfD“  ist, zitieren wir den Text  als PDF. Verweise und alle Kommentare der Leserschaft lesen Sie komplett, wenn Sie den STERN  testen/abonnieren.  Wir empfehlen den STERN ausdrücklich: 30 Tage kostenlos/günstig testen.