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… von der Universität Bonn kritisiert das Vorhaben: „Letztlich wäre die Ausbürgerung von IS-Kämpfern eine deutsche Rücksichtslosigkeit zum Nachteil des zweiten Herkunftsstaates, der sich diese herablassende Behandlung kaum bieten lassen wird.“ Unterschwellig schwinge die Vorstellung mit, dass Doppelstaatler keine „vollwertigen“ Deutschen seien. Das bewege sich zumindest nahe an „latentem Rassismus“.
Diese Ansicht halte ich für ausgesprochene Dummheit!
Wenn ich, Rüdiger Stobbe – alt, blond und weiß – einen konglesischen Pass bekomme, werde ich nicht zum kongolesischen Neger*. Das mag vielleicht rassistisch sein, es ist nun aber halt mal so. Da kann ich wirklich nicht dafür. Wenn ich dann mit dem Pass in den Kongo reisen und dort behaupten würde, ich sei ein „vollwertiger“ Kongolese, da würde man das Lachen der Einheimischen noch in Europa hören. In deren Augen wäre ich zwar kein Rassist. Aber ein riesiger Spinner. Recht hätten die Leute.
*Oh, ich habe Neger geschrieben. Bin ich jetzt Nazi?
… dass Deutschland faktisch keine Grenzen mehr hat, ist hinlänglich bekannt. In aller Welt.
Dass damit irgendwelche Zuwanderungs- und sonst wie genannte Gesetze vollkommen unsinnig sind, um Migration irgendwie zu steuern, leuchtet ein.
Nun gibt es tatsächlich Menschen, die mal aus Deutschland ausgewiesen und mit einer Einreisesperre belegt wurden. Das waren sicherlich die Goldstücke, bei denen nach Kratzen an der Oberfläche nur noch Blech mit Rostansatz zum Vorschein kam. Wenn die zurück nach Deutschland wollen, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder man geht irgendwo über die Grenze, dann ist gut.
Oder man versucht es an einem der 3 an der bayerisch-östereichischen „Grenze“ überwachten Übergängen. Da ´erlaubt` die EU – gehört m. E. sofort abgeschafft – Deutschland zu kontrollieren. Dann gehört man vielleicht zu den 100 Blöden im Monat, die aufgegriffen werden und eine großes Palaver nach dem Motto „Was nun tun?“ bei den Behörden initiieren:
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Wie die Bundespolizei WELT mitteilte, wurden „im Jahr 2018 durchschnittlich 100 Personen pro Monat festgestellt, gegen die ein Einreiseverbot bestand“. Schon im ersten Halbjahr, also vor der Seehofer-Weisung, gab es laut Bundespolizei durchschnittlich 100 solcher Aufgriffe pro Monat.
Wurden die Zurückweisungen tatsächlich vollzogen?
Wie viele der Aufgegriffenen mit Einreisesperre dann wieder zurückgewiesen wurden, kann die Bundespolizei auf Anfrage nicht genau beantworten. Doch den Angaben zufolge waren es weniger als die Hälfte. Denn nur „rund 43 Prozent dieser Personen wurden im Rahmen von Grenzkontrollen festgestellt“, also an dem Grenzabschnitt zu Österreich sowie den Flug- und Seehäfen – nur dort gibt es derzeit Grenzkontrollen.
Die andere Hälfte wurde im Inland aufgegriffen, bei ihnen kommt eine Zurückweisung sowieso nicht infrage, weil sie ja gerade darin besteht, eine noch nicht erfolgte unerlaubte Einreise zu verweigern; das geht nur direkt an der Grenze. Doch was geschah mit den 43 Prozent der monatlich durchschnittlich 100 Ausländer, die an den Grenzen mit Wiedereinreisesperre festgestellt wurden?
„Im Jahr 2018 wurde in 84 Prozent der Fälle entschieden, dass die Personen, welche im Zuge von Grenzkontrollen festgestellt wurden, zurückgewiesen werden sollen“, teilt die Bundespolizei mit. Es könne aber keine Aussage getroffen werden, ob die Zurückweisungen auch tatsächlich vollzogen werden konnten.
So sei etwa denkbar, „dass eine Zurückweisung aufgrund einer nicht vorliegenden Zustimmung des aufnehmenden Staates nicht vollzogen werden konnte“. Darüber hinaus könne „in Fällen eines später vorgebrachten Schutzersuchens von einer Zurückweisung vorerst Abstand genommen und die Personen zur Prüfung an die dafür zuständigen Behörden weitergeleitet“ worden sein.
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… Marianne Bechhaus-Gerst hat dazu eine klare Meinung: Natürlich gebe es rassistische Kostüme. „Gerade hier in Köln gibt es noch eine ganze Reihe von Karnevalsvereinen, die Blackfacing vornehmen. Das heißt, sie verkleiden sich als Fantasie-Afrikaner mit Baströckchen und Knochenkette, mit denen sie dann alte, stereotype Bilder bedienen“, sagt sie. „Man ist damit nicht unbedingt Rassist. Aber es ist eine rassistische Verkleidung.“ Es treffe Menschen, die sich reduziert fühlten. Und der Bastrock sei nur ein Beispiel. „Ich würde mir wünschen, dass es auch eine Diskussion über das Indianerkostüm gibt und was daran problematisch sein könnte. Dass es sich dabei um eine europäische Fantasie über eine Menschengruppe handelt, die nichts mit der Realität zu tun hat.“ In eine ähnliche Kerbe schlug 2017 die Plakatkampagne „Ich bin kein Kostüm!“. Die Beteiligten – darunter der Antidiskriminierungsverband Deutschland – kritisierten, dass die „Zeit des Kolonialismus und der sogenannten „Entdeckungen“, die mit Massenmorden und anderen Gräueltaten einhergingen“, bislang nicht ausreichend aufgearbeitet worden sei. „Das Indianerkostüm und andere diskriminierende und teils romantisierende Bilder bestimmter Gruppen geben die Älteren so immer wieder an die nächste Generation weiter.“
Gott sei Dank!
Und überhaupt: Heute wird alles mit Rassismus konotiert, was unseren Ideologen der Gleichheit nicht in den Kram passt. Das führt zu einer massiven Verharmlosung des tatsächlichen Rassismus. Genau wie die massenhafte Verwendung des Begriffs „Nazi“ zu einer Verharmlosung des Nationalsozialismus führt. In den Köpfen der Menschen, die sich mit der jeweiligen Thematik nicht oder nur oberflächlich befasst haben. Die denken, wenn das jetzt „Nazi“ ist, dann war die NS-Zeit ja wohl doch nicht so schlimm, wie immer erzählt wird.
Wirklicher Rassismus zeichnet sich z. B. dadurch aus, dass Menschen Andere als Untermenschen ansehen, an denen man z. B. bedenkenlos medizinische Experimente ausführen darf.
Echte Nazis sangen „Heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt.“ und zogen dafür in den Krieg. Das wird sich heutzutage mit drei einsatzfähigen Panzern und 2 Kampfhubschraubern der sogenannten Bundeswehr wohl kaum bewerkstelligen lassen. Zum Nazismus gehört eine Führerstruktur mit klar expansiven Elementen. Beides sehe ich in Deutschland nicht.
Die Statistik zeigt die Strompreise privater Haushalte in ausgewählten Ländern weltweit im Juni 2019. Zum angegeben Zeitpunkt lag der Elektrizitätspreis in den Niederlanden bei rund 24 Dollar-Cent pro Kilowattstunde.
Was bestimmt den Erfolg des Erneuerbare-Energien-Gesetzes?
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ersetzte im Jahr 2000 das bereits seit 1991 gültige Stromeinspeisungsgesetz. Das EEG verfolgt nach § 1 den Zweck,
„insbesondere im Interesse des Klima – und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen,
die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern,
fossile Energieressourcen zu schonen und
die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern.“
In § 1 des EEG ist auch der Ausbaupfad für die Nutzung der erneuerbaren Energie (EE) im Strombereich festgelegt. Nach der EEG-Novelle 2017 sollen im Jahr 2025 40 bis 45 Prozent des Stroms aus EE stammen. In gleicher Form sind Ziele für die Jahre 2035 und 2050 mit 55 bis 60 beziehungsweise mindestens 80 Prozent festgelegt. § 2 EEG führt als Prinzipien des Gesetzes Effektivität (Vollständigkeit und Qualität der Zielerreichung), Effizienz (geringstmöglicher Aufwand zur Zielerreichung) und die Erhaltung der Akteursvielfalt ein.
Das EEG verpflichtet die Netzbetreiber, EE-Anlagen vorrangig an ihr Netz anzuschließen und den erzeugten Strom vorrangig abzunehmen und weiterzuleiten. Diese Verpflichtung besteht für alle EE-Anlagen. Mit Einspeisevergütung oder Marktprämie vergütet wird allerdings nur der Strom aus Anlagen, bei denen aufgrund der Erzeugungskosten des Stroms ein wirtschaftlicher Betrieb ohne Förderung nicht möglich ist. Deshalb werden Anlagen zur Nutzung von Windenergie, Solarstrahlung, Erdwärme (Geothermie) generell nach dem EEG gefördert. Biomasseanlagen erhalten dagegen nur bis zur Größe von 20 Megawatt (MW) und Wasserkraftanlagen nur als Neubauten eine Förderung. […]
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[…] Aufgrund der nahezu vollständigen Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten würden sich die Folgen eines langandauernden und
großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von
besonderer Qualität summieren. Betroffen wären alle Kritischen Infrastrukturen, und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials ist ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen
vorhanden.
[…]
Bereits in den ersten Tagen zeigt sich, dass das für einen Katastrophenfall vorgesehene und gesetzlich geforderte Mindestangebot an Telekommunikationsleistungen bei einem langandauernden und großflächigen Stromausfall durch die TK-Anbieter nicht erbracht werden kann. Die für zentrale Kommunikationseinrichtungen vorgehaltenen Reservekapazitäten wie „Unterbrechungsfreie Stromversorgung“ (USV) und Notstromaggregate (NSA) sind nach wenigen Stunden oder Tagen erschöpft bzw. aufgrund ausgefallener Endgeräte wirkungslos. Damit entfällt innerhalb sehr kurzer Zeit für die Bevölkerung die Möglichkeit zur aktiven und dialogischen Kommunikation mittels Telefonie und Internet. Die Vielzahl der strombetriebenen Netzwerkknoten, Vermittlungsstellen und Funkantennen der Festnetz- und Mobiltelefonie sowie des Internets macht deren flächendeckende Wiederinbetriebnahme praktisch unmöglich, da Tausende von Batteriespeichern geladen und Treibstofftanks versorgt werden müssten. Allenfalls an den Rändern des vom Stromausfall betroffenen Gebiets ist eine teilweise Reaktivierung einzelner Infrastrukturelemente denkbar. Darüber hinaus betrifft der Ausfall der Kommunikationsinfrastrukturen auch die Behörden und Einsatzkräfte, die verbleibende bzw. punktuell wieder hergestellte Möglichkeiten zur Kommunikation prioritär in Anspruch nehmen […]
Umweltdokumentation, Deutschland 2018: Elektromobilität gilt als Heilsbringer: umweltfreundlich, sauber, nachhaltig. Doch die notwendigen Rohstoffe für die Akkus sind knapp und stammen oft aus problematischen Quellen.Besonders die Rohstoffe Lithium und Kobalt machen Probleme. In Südamerika werden immer mehr Fabriken in ökologisch sensiblen Regionen hochgezogen. Sie verursachen schwere Umweltschäden. Im Kongo fördern Arbeiter oft unter unmenschlichen Bedingungen Kobalt.
Auf der Achse können und sollen nur die Fakten in Sachen Strom und deren mögliche Auswirkungen dargelegt werden. Hier, auf meinem Blog MEDIAGNOSE kann ich gleichwohl mögliche politische Alternativen zur Energiepolitik des Mainstreams vorstellen. Das ist deshalb sehr wichtig, weil die Ideen, die Konzepte der größten und praktisch einzigen Oppositionspartei,der AfD, konsequent verschwiegen werden. Darum werde ich im Anschluss der Ergänzungen zum jeweiligen Artikel der Kolumne auf achgut.com immer etwas Alternatives bringen:
Alle Reden und Dokumente zum TOP der Bundestagsdebatte vom 19.10.2018, zu dem Marc Bernhard spricht: Hier klicken
Heute wird mit Teil 2 ein 7-Tage-Szenario beschrieben:
[…]
Eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag „Was bei einem Blackout geschieht. Folgen eines langandauernden und großräumigen Stromausfalls“, schildert die Situation so:
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„Aufgrund der nahezu vollständigen Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten würden sich die Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von besonderer Qualität summieren. Betroffen wären alle Kritischen Infrastrukturen, und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials ist ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden“.
[…]
Es ist Mitte Januar, ein kalter, trüber Nieselregen-Abend. Die Familie sitzt in einem Düsseldorfer Randbezirk beim Abendbrot. Es gibt Brote mit Aufschnitt, das Baby nuckelt noch an seiner Flasche. Plötzlich flackert das Licht, geht aus und das im Hintergrund laufende Radio wird stumm. Der Papa schaut aus dem Fenster – alles stockdunkel bis auf ein paar Autoscheinwerfer. An der nahen Kreuzung scheppert ein Blechschaden – die Ampel ist wohl ausgefallen. Wildes Gehupe. Mama hat ein paar Teelichter angezündet, es sieht gemütlich aus.
Pullover an – die Heizung wird kalt
Eine Stunde später ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Papa mault nachhaltig, weil er von seiner sportlichen Betätigung nicht nachgehen kann – das Fußballspiel im Fernsehen ansehen. Bier und Chips ohne Fußball schmecken nicht. Mama hat schon den dicken Pullover an – die Heizung wird kalt. Der Achtjährige hat sein Tablet leergedaddelt und heult umher, weil er es nicht aufladen kann.
Ruf doch mal die Oma an, ob die auch keinen Strom hat. Die Oma geht nicht ran. Wahrscheinlich geht die Schnurlosstation nicht. Mama packt den Geschirrspüler ein und fordert den Papa auf, morgen früh ja das Programm zu starten. Er wird es sowieso vergessen, das weiß sie schon. Schlechtgelaunt und ungewöhnlich früh gehen alle zu Bett.
Vergrößern: Hier klicken /// Quelle: Hier klicken /// Die einzelen Energieträger So wurde die Grafik durch die Abschaltung der konventionellen Ernergieträger und dem Ausschalten der CO2-Linie erstellt.
Ich denke z. B., dass die erwähnten 2,6 TWh in Bezug auf einen Bedarf von über 500 TWh pro Jahr in Duetschland – ohne Elektromobilität – nicht sehr viel sind.
Die Aussage von Hans-Werner Sinn, dass zeitweise mehr Ökostrom erzeugt, als gebraucht wird, stimmt nicht. Es gibt bisher keinen Tag, an dem mehr Ökostrom erzeugt, als benötigt wurde.
Er stellt allerdings sehr schön dar, dass die Energiewende in Deutschland nicht funktionieren kann.
Was die Redakteure der Aachener Nachrichten da produzieren, ist der Beweis, dass Mangelwissen ein noch zu schwacher Begriff für die Kenntnislage dieser gutgedanklichen Journalisten ist.
Gut 2.000 Haushalte in Aachen sollen also mit Fernwärme versorgt werden, wenn kein Braunkohlestrom mehr erzeugt wird. Das trüge zur Versorgungssicherheit bei. So steht es im Hauptartikel zum Ende hin: Hier klicken.
Woher der Strom für die gesamte Städteregion herkommen soll, wenn Weisweiler keinen Braunkohlestrom mehr erzeugt, darüber machen sich die Damen und Herren Journalisten keine großen Gedanken. Der kommt ja aus der Steckdose.
Die Demonstrationen werden von Lehrern, Medien und Politikern unterstützt. Weil es um die Rettung der Welt geht.
Das ist das Ergebnis von permanenter Indokrination durch wirkmächtige Minderheiten, die ein massives, vor allem ökonomisch-ideologisches Interesse am sogenannten Klimawandel und der eingeleitetetn Energiewende in Deutschland haben.
… im real existierenden Sozialismus werden heute Kinder und Jugendliche in Richtung heute gewünschte Ideologie „Energiewende und Rettung der Welt“manipuliert. So war die Anti-Atom-Bewegung in den 80-er Jahren die Grundlage für die Verunmöglichung von dauerhafter Kernenergieverstromung in Deutschland. Die damaligen Schüler sind heute die Menschen, die massiv, aber ohne jegliches Grundlagenwissen gegen Atomkraft eingestellt sind.
In Sachen Klimawandel und Realisierung der Energiewende herrscht ebenfalls vor allem Mangelwissen vor.
Es kann, es wird nicht funktionieren.
Stattdessen stehen den Deutschen sogenannte Blackouts bevor, wenn so weiter gemacht wird, wie bisher.
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… antisemitisch beschimpft. Von einem Goldstück. In Frankreich. Da wird der Beschimpfte auch in Deutschland schlagartig bekannt.
Der Mann heißt Alain Finkielkraut, er gibt der WELT ein Interview und sagt u. a.:
[…]
Man will uns jetzt einreden, dass es sich um ein Wiederaufkeimen alter nationalistischer und antisemitischer Kampfrufe handelt wie „Frankreich gehört uns“, „Frankreich den Franzosen“. Aber derjenige, der das gerufen hat, der Aggressivste von allen, ist ein Salafist. Er hat auf sein Palästinensertuch gezeigt. Wenn so jemand sagt: Frankreich gehört uns, dann heißt das: Frankreich ist dazu bestimmt, islamischer Boden zu werden. Es handelte sich ganz offensichtlich um einen ganz besonders fanatischen Anhänger von der These des Bevölkerungsaustausches.
[…]
Natürlich ist es neu. Auch wenn wir es mit recyceltem Antisemitismus zu tun haben. Das sieht man an der obsessiven Assoziation von Macron und Rothschild. Aber meine Angreifer haben mich ganz spontan als Rassisten und Zionisten bezeichnet. Beide Begriffe bedeuten für diese Leute dasselbe. Seit 20 Jahren spricht ein Teil der Intellektuellen von mir in genau diesen Begriffen.
[…]
Ich will nicht die französischen Moslems kritisieren. Ich bin überzeugt, dass eine große Zahl von ihnen in Frieden und auch ihren Glauben in aller Stille leben will. Diese Leute haben nichts gegen Juden. Ich stelle lediglich fest, dass die massive Immigration in Frankreich und anderswo in Europa etwas radikal verändert hat.
[…]
Ich bin sicher, der Antisemitismus ist nur eine Randerscheinung. Mich beunruhigt der Hass auf jede Form von Hoheit, von Eminenz im Namen der ewigen Gleichheit. Das ist extrem gefährlich.
[…]
WELT: Trotzdem verweigern Sie den Vergleich mit den 30er-Jahren, den alle derzeit anbringen. Warum ist er falsch, wo doch so viele Ähnlichkeiten ins Auge fallen: Antisemitismus, Antiparlamentarismus?
Finkielkraut: Weil ich der Überzeugung bin, dass der Antisemitismus in Frankreich und Europa ein Randproblem wäre, wenn unsere Gesellschaften nicht gegen ihren Willen in multikulturelle Gesellschaften umgeformt worden wären. Der beängstigende Populismus ist eine pathologische Reaktion auf dieses Phänomen der demografischen Veränderung.
Europa wollte das nicht. Die Regierungen haben nicht ernst genommen, was die Gesellschaften dachten und empfanden, und müssen das heute teuer bezahlen. Ohne Angela Merkels „Wir schaffen das!“ und die Million Einwanderer, die Deutschland 2015 aufgenommen hat, hätte es keinen Brexit gegeben.
[…]
Aber ich frage mich, ob es den Brexit gegeben hätte, wenn es nicht diese große Sorge in Europa durch die Grenzöffnung gegeben hätte. Durch Europa ging damals eine Schockwelle. Die Europäer sind nicht gefragt worden. Aber die europäische Zivilisation will ihr Wesen bewahren. Die Nationen wollen das auch. Es stellt sich heraus, dass es schwieriger wird.
[…]
„Wir schaffen das!“ war einfach Unsinn. Sie sehen es ja selbst: Ihr schafft es nicht. Dieser Mix aus extremem Moralismus und wirtschaftlichen Interessen war abstoßend. Die Deutschen wollten sich damit freikaufen und endlich ein moralisch tadelloses Volk werden. Aber das passiert auf Kosten der Juden, die die ersten Opfer sind, wenn immer mehr Einwanderer hineingelassen werden. Herr Habermas sollte mal etwas darüber nachdenken. Die Deutschen mögen ein schlechtes Gewissen, aber nicht auf Kosten der Juden. Ich sage nur: Merci, Monsieur Habermas.
WELT: Handelt es sich nicht um ein sehr französisches Phänomen?
Finkielkraut: Hören Sie mit dem Wort „französisch“ auf. Ilan Halimi ist nicht von einem Franzosen getötet worden. Sarah Halimi auch nicht. Genauso wenig Mireille Knoll oder die Kinder in der Thoraschule in Toulouse, die Mohamed Merah ermordet hat. Selbst wenn es eine Art französische Besonderheit gibt, ist diese Besonderheit importiert. Ich bedauere es sehr, dass die radikale und auch die wohlwollende, politisch korrekte Linke das nicht sehen will.
[…]
Deshalb wiederhole ich nochmal: Europa ist nicht dazu berufen, eine multikulturelle Gesellschaft zu werden. Alle politischen Parteien sollten die Angst davor endlich zur Kenntnis nehmen, damit sie nicht allein das Spielfeld der demagogischen und gefährlichen Parteien bleibt.
WELT: Sie plädieren für eine verantwortungsvolle Immigration?
Finkielkraut: Ja, verantwortungsvoll wenn nicht extrem restriktiv, weil ich davon überzeugt bin, dass die Eingliederung von Einwanderern immer schwieriger wird. Wenn die Einwanderung so weiter geht, werden wir eher umgekehrte Phänomene haben, dass sich nämlich Franzosen an die Kultur des Islam anpassen oder mehr und mehr konvertieren.
WELT: Warum sind Sie so pessimistisch, Sie sind doch selbst Sohn polnischer Immigranten, heute Mitglied der Académie Française, ein perfektes Beispiel für die Fähigkeit der Integration?
Finkielkraut: Ja, das bin ich. Aber ich bin noch in den Genuss einer funktionierenden Schule der Republik gekommen. Seither ist die Schule in Frankreich zusammengebrochen. Als meine Familie ankam, gab es noch eine Mehrheitskultur, an die sich jeder anpassen wollte. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Die grün-linke Ideologie behauptet immer wieder, …
… alle Menschen seien gleich, nichts sei genetisch bestimmt und jeder Mensch sei ein guter, so er denn nur die richtige Sozialisation erführe. Ja sogar das Geschlecht sei gesellschaftlich konstruiert und damit obsolet.
Interessanterweise gilt das nicht, wenn es um die sogenannte sexuelle Orientierung wirkmächtiger Minderheiten (LBGSTUVWXY nix usw.) geht.
Die sexuelle Orientierung – und sei sie noch so pervers – ist wie in Stein gemeißelt, und der Versuch der Veränderung sei ein ´ Verbrechen`, so die Ideologie.