Broder aktuell: Da hat der Henryk M. wohl etwas falsch verstanden

In der brandaktuellen WELTWOCHE vom 30.6.2022 …

… verabschiedet sich Henryk M. Broder als Autor von diesem Schweizer  Medium. Er will für dieses Magazin keine Beiträge mehr schreiben, was er seit vielen Jahren – sind es gar Jahrzehnte – getan hat. Seine Begründung war bereits am 29.6.2022 bei WELTplus zu lesen. Den Originaltext der WELTWOCHE finden Sie unten als PDF*.

Herr Broder hat wohl im Laufe seines langen Lebens vergessen, dass es keine objektive Wahrheit gibt. Auch das, wovon er glaubt, dass es Wahrheit, dass es richtig, objektiv richtig sei, ist nur ein Sampling seiner Gehirnaktivitäten. Deshalb ist es so wichtig, dass es die Schweizer WELTWOCHE gibt. Dort werden und wurden diverse „Wahrheiten“ aus vielen strittigen Bereichen nebeneinander gestellt. Da hat SP-Mitglied Peter Bodenmann aus Brig ein regelmäßiges Forum. Obwohl Herausgeber, Chefredaktor und Nationalrat Roger Köppel Mitglied der SVP (Pendant zur AfD in Deutschland) ist.

So geht Journalismus, das ist gelebter Pluralismus.

Deshalb gibt es meines Erachtens überhaupt keinen Grund für Herrn Broder, die Zusammenarbeit aufzukündigen. Tue ich als Autor der Achse, die Herr Broder herausgibt, schließlich auch nicht. Obwohl ich eine andere Meinung, besser Einschätzung zum Russland-Ukraine-Konflikt habe als Herr Broder, den ich übrigens seit langem schätze. Henryk M. „begründet“ zwar viel und mit Verve seinen ´Ausstieg`.

Faktisch aber signalisiert Herr Broder, dass er überlegen sollte, in den Ruhestand zu gehen.

Meine Meinung. 

Quelle & PDF*

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*Wir danken der WELTWOCHE und empfehlen das Abonnement ausdrücklich.

Ein Gedanke zu „Broder aktuell: Da hat der Henryk M. wohl etwas falsch verstanden“

  1. Ich kann mich diesem Artikel nur anschließen. So gerne wir Herrn Broders gewitzte Artikel mit hintergründigem Charme gelesen und auch zugestimmt haben, bleibt übrig, dass er nun dazu übergeht auszugrenzen. Diese Form der Nichtachtung auch gegenüber Kollegen, erinnert leider an das Gehabe der MSM. Wenn wir in den Nicht-MSM anfangen Überzeugungen zu diskreditieren muss man konstatieren, dass wir uns eigereiht haben in den Markt der Cancel-Culture.

    Es sollte unser aller Ziel sein Kollegen mit Achtung entgegenzutreten, selbstverständlich auch zu kritisieren und Gegendarstellungen liefern, aber um Gottes Willen nicht anfangen auszugrenzen oder die „beleidigte Leberwurst“ zu spielen. Das ist unrühmlich und sollte den MSM vorbehalten bleiben.

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