Seltsame Ansicht

Werner Kolhoff …

… gehört zum „Dynamischen Trio“ des Politjournalismus.

Kolhoff Polen
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Er und seine Kollegen  Hagen Strauß sowie Stefan Vetter haben ganz erheblichen Einfluss auf die Meinungsbildung in Deutschland. Beliefern die Drei doch regelmäßig diverse Regionalblätter mit Meinungen und Kommentaren. So auch die Aachener Nachrichten. Aktuell ist zu lesen:

“ Polen will zuallererst Sicherheit vor Russland. Und seit die USA mit Donald Trump keine Garantie mehr dafür sind, gibt es für Warschau nur noch einen Ansprechpartner: Europa, vor allem Deutschland, vor allem Merkel.“ Quelle: Siehe Kommentar links

Eine seltsame Ansicht.

Deutschland ist nicht mal in der Lage, sich selbst zu schützen. Die Bundeswehr verteidigt die Demokratie verteilt in aller Welt. Material ist nur bedingt einsatzbereit. Die deutschen Grenzen sind praktisch nicht mehr existent. Jeder kann kommen, wie er will. Eine Waffe ist gar nicht nötig. Nicht einmal ein Pass muss vorgelegt werden.

Und:

Selbstverständlich liegt die Hauptverantwortung und Hauptlast für die Sicherheit Westeuropas inkl. Polen und den anderen Länder des nun zur NATO gehörenden Staaten des ehemaligen Ostblocks weiterhin bei den USA. Das ist und bleibt so. Daran hat Donald Trump auch nie einen Zweifel gelassen. Sein Begriff „obsolete“ bedeutet „überarbeitenswürdig, weil veraltet“. In allen Bereichen, vor allem aber auch bei den Verteilung der Kosten. Da müssen die Länder, die sich bisher an der Schulter der USA ausgeruht haben, mehr Verantwortung – eben und vor allem auch im Bereich der Kosten – übernehmen. Allen voran ganz sicher Deutschland.

Ein Blick in die jüngere deutsche Geschichte belegt die Fragwürdigkeit der Tatsache, dass deutsche Soldaten im Baltikum den Westen vor einem Angriff Russlands schützen sollen.

Ein Treppenwitz der Geschichte. Die Lage ist eine komplett andere,  als die in der Ukraine. Dass Russland z. B. das Baltikum besetzt, um Russen heim in´ s Reich zu holen, ist ein absurder Gedanke. Die baltischen Staaten sind wie Polen und andere Mitglied der NATO. Es griffe sofort Artikel 5 der NATO-Charta. Der Dritte Weltkrieg wäre praktisch da.

Und die Ukraine? Die nach dem Zerfall der Sowjetunion zu einem Vielvölker-Kunststaat gekürte Ex-Sowjetrepublik ist ob der verschiedenen Ethnien von Anfang an ein Herd der Unruhe. Nach meiner  Meinung sollte der russisch dominierte Ostteil ein eigener Staat werden. Er gehört praktisch und faktisch zur russischen Einflusssphäre. Dass das Krimgeschenk von Stalin/Chruschtschow an die Ukraine 1954 rückgängig gemacht wurde, ist für mich (selbst-) verständlich.

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Gedenken: Angriff auf die Sowjetunion

Wann und wo wird daran erinnert?

„Wer einen geschwächten Gegner hinterrücks angreift, handelt unfair und amoralisch – aber effizient. Am 17. September 1939 um drei Uhr morgens überschritt die Rote Armee die sowjetisch-polnische Grenze. Da nahezu sämtliche Soldaten Polens in einem verzweifelten Kampf versuchten, die seit 16 Tagen vorrückende deutsche Wehrmacht aufzuhalten, gab es nur wenig Widerstand gegen diesen zweiten Überfall.

Die Rote Armee war den Verteidigern 20- bis 40-fach überlegen. Innerhalb weniger Tage war der deutsch-sowjetische Eroberungsfeldzug beendet. Polen verschwand erneut von Europas Landkarte, wie schon 1795 bis 1918.

Die Demarkationslinie zwischen dem deutsch besetzten ´Generalgouvernement“, dem einstigen Zentralpolen, und dem nun sowjetischen Ostpolen, ist bis heute im Wesentlichen die polnische Ostgrenze. Festgelegt worden war sie im geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes.“

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Quelle: