Artikel zum Sonntag 6.5.2018: Strom in Deutschland

Ein bemerkenswerter Bericht im Handelsblatt …

… lässt die Serie „Strom in Deutschland“ heute  zum „Artikel zum Sonntag“ aufsteigen:

[…] Denn was auch immer man als konkrete Politik vereinbaren wird, eines ergibt sich ganz simpel aus der Mathematik: Um das Klimaziel 2030 zu erreichen, müssen die klimaschädlichen Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger und andere Treibhausgasemissionen um etwa 40 Prozent gegenüber dem heutigen Niveau sinken. Alle Sektoren müssen hierzu mit geeigneten Maßnahmen ihren Beitrag leisten. Das Ergebnis wird dann sein, dass wir im Jahr 2030 nur noch halb so viel Kohle und Erdöl verbrauchen wie heute – denn darauf laufen die Sektorziele des Klimaschutzplans der Bundesregierung hinaus, die jetzt laut Koalitionsvertrag in verbindliche Gesetzesform gegossen werden sollen. […] Quelle: Hier klicken

heißt es dort.

Es ist also Mathematik und simpel: Ja, das stimmt!

Der Gute Gedanke wird wohl mathematisch korrekt hergeleitet. Nicht was sein kann, sondern, was sein soll, ist das entscheidende Moment.

Kernkraft ist ab 2022 in Deutschland Vergangenheit. Damit fällt heute CO2-freier Strom weg. 72 TWH.

Wenn dann bis 2030 noch 50 % Strom aus Kohle (134 TWh aus Braun., 81 TWh aus Steinkohle) und 50 % Erdöl wegfallen sollen bedeutet dies, dass aus

  • Kernkraft 72 TWh
  • Braunkohle 67 TWH
  • Steinkohle 40 TWh

wegfallen und durch „Erneuerbare“ ersetzt werden müssten.

Umgerechnet auf den Tag wären dies 0,49 TWh [(72+67+40)/365 Tage)], die durch Sonne und Wind zusätzlich zu den ohnehin eingeplanten,  doch oft nicht erreichten 0,5 TWh  aktuell hinzukommen müssten.

Kurz und gut, es müsste die Kapazität der Erneuerbaren verdoppelt werden. Bis 2030.

Das ist Utopie. Und würde auch nicht reichen. Denn bei Dunkelheit und Flaute gibt es halt keinen Strom, egal wieviele Anlagen in der Landschaft stehen bzw. auf Dächern montiert sind.  Das belegen die realen Charts (s.u.) eindrücklich.

Damit kommen wir zum Erdöl. Der Verbrauch soll um 50% reduziert werden. Nicht nur, aber für den Privatmann relevant, ist die Tatsache, dass mit Erdöl Auto gefahren und geheizt wird.

Das will man halbieren?

Es ist wie oben gezeigt, mathematisch simpel zu beweisen, dass die Guten Gedanken unserer Klimaschützer – hoch bezahlte, wie viele dieser Spezies – schlicht  sind.

Realtät frisst Gute Gedanken auf!

Durchschnittsberechnungen sind verschleiernde Theorie.

Echte Stromerzeugung/Tag,  besser noch pro Stunde ist entscheidend.

Kurz: Wie will man da 1,0 TWh nachhaltig schaffen. Guter Wille, Gute Gedanken reichen einfach nicht.

Wichtiger Hinweis: Die Zahlen oben habe ich dem Chart „Installierte Netto-Leistung zur Stromerzeugung in Deutschland“ vom 4.5.2018 entnommen. Dieses Chart wurde über Nacht geändert. Es wirft vollkommen andere Zahlen aus. Deshalb habe ich folgende Mail an das Fraunhofer-Institut geschrieben:

Sobald  Antwort erhalte, werden Sie über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Im Übrigen sind die oben von mir genannten aus dem Chart vom 4.5.2018 entnommenen Zahlen – ich habe sie damals notiert! – plausibel. Das aktuelle Chart erschließt sich mir nicht.

Rüdiger Stobbe

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Strom in Deutschland: 22.4.2018 bis 28.4.2018

Immerhin wurde letzte Woche das Ziel von 0,5 TWh

aus Wind und Sonne an 4 Tagen erreicht, bzw. knapp überschritten. Damit wurde ein Drittel des täglichen Stromverbrauchs durch Wind und Sonne erzeugt.

Um welchen Preis?

Der Artikel zum Sonntag, den 6.5.2018 wird sich ausführlich mit dieser Thematik beschäftigen. Und mit der Frage, was geschehen muss, wenn das Klimaziel 2030 – das sind nur noch 12 Jahre! – erreicht werden soll.

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Strom in Deutschland: 15.4. 2018 bis 21.4.2018

Das gewünschte Drittel von  0,5 TWH pro Tag

… wurden von Sonne und Wind in der vergangenen Woche nicht einmal erreicht. Daran hätte auch ein wesentliches Mehr an Windkraft – und Solaranlagen wenig geändert.

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Strom in Deutschland: 8.4.2018 bis 14.4.2018

Erinnern wir uns:

0,5 TWh (Terawattstunden) pro Tag werden in etwa benötigt, um den permanent kommunizierten mehr als ein Drittel – Anteil der Erneuerbaren (2018 Stichtag 15.4. : 41%) an der Stromherstellung in Deutschland darzustellen (Erläuterung: Hier klicken).

Hier die aktuellen Charts:

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Strom in Deutschland: 1.4.2018 bis 7.4.2018

Wenn es immer und regelmäßig so wäre, wie im obigen Zeitraum mit der …

Stromversorgung aus Wind und Sonne

dann, ja dann, wäre es ja fast in Ordnung. Es gibt nur an 2 Tagen etwas Unterdeckung. Und:

Selbstverständlich nur, wenn keine Kernkraft wegfiele und die Braunkohleverstromung nicht gedrosselt würde.

Hier die Charts:

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Volksverdummung #2: Strom in Deutschland

Simone Peter, die neue Präsidentin des Bundesverbandes für Erneuerbare Energien nimmt ihre Arbeit sehr ernst.

Lobbyarbeit!

Da wird direkt zu Beginn des Interviews, welches sie den Aachener Nachrichten gegeben hat, schon mal die Wahrheit gekrümmt, dass sich die berühmten Balken ebenfalls biegen:

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Strom in Deutschland: 19. bis 25. März 2018

Die Stromerzeugung mittels Wind und Sonne …

… reichte während der letzten 7 Tage wieder  mindestens an 2 Tagen nicht aus. Es gab aber auch keine Überkapazitäten.

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Das zeigt sehr schön die Gesamtherkunft des Stroms im Zeitraum. Es musste – wie bereits so oft in 2018 – massiv Steinkohle zusätzlich verbrannt werden.

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Steinkohle, die in erster Linie aus Übersee – Südafrika und Südamerika – nach Deutschland mit Schweröl = umweltschädlich bis zum geht nicht mehr !! betriebenen Schiffen geschippert wird.

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Strom in Deutschland: 11. bis 18. März 2018

Die Stromerzeugung mittels Wind und Sonne …

… reichte während der letzten 7 Tage wieder  mindestens an 2 Tagen nicht aus. Dafür gab es ansonsten Überkapazitäten. Was den Strompreis an der Börse senkte.

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Das zeigt sehr schön die Gesamtherkunft des Stroms im Zeitraum. Es musste – wie bereits so oft in 2018 – massiv Steinkohle zusätzlich verbrannt werden.

Steinkohle, die in erster Linie aus Übersee – Südafrika und Südamerika – nach Deutschland mit Schweröl = umweltschädlich bis zum geht nicht mehr !! betriebenen Schiffen geschippert wird.

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Optimistisch: Der Deutsche Wetterdienst (DWD)

Das mit den Erneuerbaren und der Versorgungssicherheit sei wohl kein Problem.

So der  DWD , eine Bundesbehörde. Man muss nur technisch klug – siehe Animation unten – agieren/kombinieren.

Schauen Sie sich den Bericht des ZDF an.

Klicken Sie hier und gehen Sie auf Minute 13:28. Dann erhalten Sie eine Zusammenfassung.

In diesem Zusammenhang habe ich eine Mail an den DWD geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit höchstem Interesse habe ich die Ausführungen des DWD zur Versorgungssicherheit mittels Wind- und Sonnenkraftwerken verfolgt. Ich habe den Eindruck bekommen, dass „nur“ der Ausbau vorangetrieben werden müsse, dann wäre das mit den Erneuerbaren kein Problem. Nun gibt es in Deutschland bereits extrem hohe Nennkapazitäten, die dazu führen, dass bei Wind und Sonne der erzeugte Strom „mit Geld verschenkt“ werden muss.

Der Link https://www.energy-charts.de/energy_de.htm?source=solar-wind&period=daily&year=2018 zeigt tagesaktuell für 2018 die Stromerzeugung in Deutschland mittels Sonne und Wind, differenziert nach den diversen Betreibern aus.

Bei einem durchschnittlichen!! –  Im Winter ist es mehr – täglichen Strombedarf von etwa 1,5 TWh bringen Sonne und Wind allermeistens nicht mal annähernd einen Anteil von 33% (0,5 TWh) des Bedarfs. Oft liegt er erheblich darunter.

Wie erklären Sie die massive Differenz zu Ihren Aussagen? Wie soll der Wegfall der Kernkraft 2022 ( etwa 0,2 TWh) ersetzt werden?

Ich freue mich auf eine zeitnahe Antwort.

Beste Grüße

Mal schauen was wann kommt.

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Animation des DWD zur „Versorgungssicherheit“ und deren Herstellung

Zum Bericht zur Pressekonferenz des DWD am 6.3.2018: Hier klicken

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Strom in Deutschland: 4. bis.10. März 2018

Die Stromerzeugung mittels Wind und Sonne …

… reichte während der letzten 7 Tage mindestens an 2 Tagen nicht aus.

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Das zeigt sehr schön die Gesamtherkunft des Stroms im Zeitraum. Am 6. und 7. März musste – wie bereits so oft in 2018 – massiv Steinkohle zusätzlich verbrannt werden.

Steinkohle, die in erster Linie aus Übersee – Südafrika und Südamerika – nach Deutschland mit Schweröl = umweltschädlich bis zum geht nicht mehr !! betriebenen Schiffen geschippert wird.

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