Strom in Deutschland: Sonderartikel – Gibt es Erneuerbare Energien?

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2 Gedanken zu „Strom in Deutschland: Sonderartikel – Gibt es Erneuerbare Energien?“

  1. Sehr geehrter Herr Stobbe,

    zu diesem Artikel hätte ich zwei Anmerkungen.
    Sie schreiben: „Aber: Wind kann nicht aufgebraucht werden.“ Wenn das so wäre, sofort patentieren lassen. Nennt sich „Perpetuum Mobile“. Ohne Spaß: Wenn der Wind seine Energie an WKA abgegeben hat, wird er natürlich immer weniger. Das haben sogar Windparkerrichter festgestellt – nach dem dritten Windrad in Windrichtung hintereinander lässt die Ausbeute doch stark nach. Auswirkungen auf das Wetter? Hat noch niemand untersucht.
    Die zweite: natürlich kann man Wasserstoff elektrolytisch erzeugen. Aktuell ist Wasserstoff aber ein Abfallprodukt der Verfahrenstechnik/chemischen Industrie. Wenn der zukünftig auf elektrischem Wege hergestellt werden soll, wird sich das definitiv auf den Preis auswirken. Welche Richtung kann ich nur vermuten.

    1. Sehr geehrter Herr Seidel,

      selbstverständlich haben Sie Recht. Der spezielle Wind am Windrad wird verbraucht=in Strom transformiert. Doch kommt – weltweit gesehen – immer neuer Wind nach. Weil die Sonne scheint, dadurch das Wetter entsteht und eben auch Wind. Wegen des Druckausgleichs zwischen den Hoch- und Tiefdruckgebieten. Insofern kein Perpetuum mobile, aber schon so etwas in die Richtung. Aber selbstverständlichnur solange wie es das Zentralgestirn, die Sonne gibt. Da ist ein kurzfristiges Ende allerdings nicht abzusehen, oder? Was den Wasserstoff anbelangt: Das funktioniert nur, wenn wirklich Strom in praktisch unbegrenzter Menge – wie heute Wasser – zur Verfügung steht. Ansonsten wird es richtig teuer. Denn die Herstellung von Wasserstoff und die Rückgewinnung von Strom mittels Brennstoffzelle benötigt etwa das vierfache an Energie, wie die Verfügbarmachung von Strom über einen Akku. Ich sehe da durchaus Möglichkeiten. Aber niemals nur mit Erneuerbaren Energieträgern. Die werden auch in hundert Jahren nicht ausreichen, um allein den Industriestandort Deutschland mit seinem heutigen Bedarf von 540 TWh Strom netto, knapp 700 TWh brutto nachhaltig zu decken. Auch nicht mit virtuellen Kraftwerken, die den dezentral erzeugten Ökostrom räumlich koordinieren sollen. Von zusätzlichem Bedarf ==> E-Mobilität, Heizen, Industrie mal ganz zu schweigen.

      Beste Grüße

      Rüdiger Stobbe

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