Russland & Ukraine aktuell: Wird es doch ein Stellvertreterkrieg? Oder ist es bereits einer?

Update 29.4.2022

In der Diskussion

33 Milliarden Dollar für die Ukraine und ein historisches Gesetz

________

Angesichts der über 4 Milliarden €,

… die die USA der Ukraine für  Militärhilfen bereitgestellt haben, befürchte ich das Allerschlimmste.

Warum stoppt niemand die Kriegstreiber im Westen, insbesondere in den USA?

Das Sterben wird durch die Unterstützung der Ukraine nur künstlich verlängert. Oder soll es tatsächlich ein echter Stellvertreterkrieg werden mit dem Kriegsziel: Die Ukraine (der Westen) besiegt Russland?

Dann rückt der WK III in greifbare Nähe. Atomar!

 

Bei einem Vergleich der Rüstungs- und Waffenhilfen von Regierungen an die Ukraine liegt Deutschland nach dem Wert der Waffen mit 0,12 Mrd. Euro an sechster Stelle. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis des Ukraine Support Trackers des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Die größte waffentechnische Unterstützung bekommt die Ukraine aus den USA: Im Zeitraum vom Beginn des Kriegs bis zum 27. März sagten die USA der Ukraine Waffen im Wert von 4,37 Mrd. Euro zu. Das kleine Estland liegt an Position zwei und liefert wertmäßig fast doppelt so viele Waffen wie Deutschland. In Teilen hat Estland allerdings Waffen an die Ukraine geliefert, die ehemals der Bundeswehr gehörten und die aus NVA-Restbeständen stammten. Dazu gehörten Medienberichten zufolge zahlreiche Haubitzen.

Seit Tagen wird in Deutschland hitzig darüber diskutiert, ob die Bundesrepublik mehr und vor allem auch schwere Waffen an die Ukraine liefern soll. Maschinengewehre, Panzerfäuste und Luftabwehrraketen hat Deutschland bereits geliefert. Bundeskanzler Olaf Scholz möchte aber keine Panzer, Flugzeuge und ähnlich schweres Kriegsgerät liefern. Das wohl gewichtigste sicherheitspolitische Argument gegen derartige Waffenlieferungen ist die Befürchtung, Deutschland und die NATO könnten zur Kriegspartei werden. Die Grünen und die FDP haben sich für die Lieferung schwerer Waffen ausgesprochen. Die SPD zeigt sich hier gespalten. Scholz deutete allerdings eine mögliche Beteiligung an der Lieferung von Artillerie aus den USA oder den Niederlanden in die Ukraine an.

Der Ukraine Support Tracker des IfW Kiel erfasst systematisch den Wert der Unterstützung, die Regierungen von 31 westlichen Ländern der Ukraine seit der russischen Invasion am 24. Februar 2022 zugesagt haben. Erfasst sind militärische, finanzielle und humanitäre Hilfen, die öffentlich bekannt sind. Die Datenbank soll die Diskussion über die Unterstützung der Ukraine mit Fakten unterfüttern.

2 Gedanken zu „Russland & Ukraine aktuell: Wird es doch ein Stellvertreterkrieg? Oder ist es bereits einer?“

  1. Stellvertreterkrieg wieder auf europäischem Boden

    Die von Europa bzw. Nato geführte Kriegseskalation durch Waffenlieferungen und Finanzunterstützungen an die Ukraine haben das Potential einen nächsten Weltkrieg zu befeuern, der dann gewohnterweise wieder hauptsächlich in Europa stattfindet. Anscheinend sind für Europa zwei Weltkriege nicht genug. Dieser mögliche Krieg entspricht auch nicht den Interessen Europas. Hier findet ein Stellvertreterkrieg zwischen der USA und der „Russischen Förderation“ statt.

    Die schon vor den Maidanaufständen umkämpfte Ukraine, Zielobjekt der USA (Nato) und althergebrachtes Einflussgebiet Russlands, wird zum „Gordischen Knoten“ in dieser Auseinandersetzung. Die sukzessive westliche Unterwanderung oder auch Demokratisierung genannt hat zum Ziel, direkt vor Moskaus Mauern ein militärisches Bollwerk zu errichten nach dem Motto: bis hierher und keinen Schritt weiter! Russland soll weiter eingeengt werden, um geopolitisch aus dem Rennen genommen zu werden. Man akzepttiert kein Russland auf der Weltbühne. Wie Obama das schon drastisch vorgetragen hat, Russland ist eine Regionalmacht.

    Der wirtschaftliche Niedergang Russlands nach der Auflösung der Sowjetunion bzw. auch nach der Auflösung des Warschauer Pakts war erheblich. Mit dem Amtsantritt als Ministerpräsident in 1999 unter Jelzin und später als Staatspräsident mit 4-jähriger Unterbrechung ist Putin die herausragende Persönlichkeit, die Russland wirtschaftlich stabilisiert und wieder weltpolitisch oppertun gemacht hat.

    Auch seine Initiative der Annäherung an Europa bzw. der Nato zeigten auf, dass er gewillt war für gutnachbarliche Beziehung zu sorgen. Das allerdings ging zu weit: Russland und Deutschland im Gleichschritt wäre eine zusätzliche Kraft mit dem Anspruch auf geopolitische Gestaltung, das galt es zu verhindern! Auch die europäischen Länder des ehemaligen Warschauer Pakts schlossen einen Zusammenschluß mit Russland aus. Ihre Erfahrungen mit der ehemaligen Sowjetunion waren derart prägend, dass Russland in der europäischen Gemeinschaft ein „NO GO“ war.

    So kam es, wie es kommen mußte, das verschmähte Russland ging seinen eigenen Weg. Und das war ein erfolgreicher Weg. Mit seinen gewaltigen Bodenschätzen, Kohle, Öl, Gas wurde Europa zum Hauptkunden Russlands. Selbst die USA kauft bei Putin, auch heute noch, gerne ein. Das machte Russland stark und wieder wettbewerbsfähig für die große geopolitische Weltbühne.

    Einerseits bediente sich ganz Europa und wie vorgetragen auch die USA gerne bei Russlands „Schätzen“, doch die Erstarkung Russlands war ein Ärgenis besonderer Güte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion glaubte man diesen Konkurrenten los zu sein und nun entpuppt sich Russland als erneuter, starker Konkurrent im Wettbewerb um Einflußsphären und üblichem Gerangel um die Macht. Jetzt stehen sie sich wieder gegenüber und behindern sich gegenseitig auf den Tummelplätzen der Welt um Größe und um Macht.

    Der materielle Aufbau der Ukraine durch Europa und die USA haben keinen sozialfördernden Hintergrund. Hier wurde ein „Trojanisches Pferd“ errichtet, welches einzig dem Gerangel um Macht und der Schwächung Russlands dient. Der Bürgerkrieg in der Ukraine seit 2014 ist das Ergebnis dieser Bemühungen, natürlich unter dem Deckmantel der Demokratisierung des Landes. Die Korruption in der Ukraine mit seinen Oligarchen und seiner korrupten Regierung sind das Ergebnis dieser „demokratischen“ Unterwanderung.

    Selten waren die Anzeichen für einen Stellvertreterkrieg so deutlich wie in diesem Fall! Dieser nun provozierte Krieg, der Putin als den alleinigen Agressor hinstellt, ist der schamlosen Propaganda des „demokratischen Westens“ zu verdanken. Die berechtigten Sicherheitsinteressen Russlands gegenüber der Nato, sprich den USA, wurden vom Westen ignoriert und zurückgewiesen. Auch kann man sich nicht mehr an Absprachen hinsichtlich der Osterweiterung der Nato erinnern, die man Russland zu Zeiten der Wiedervereinigung Deutschlands gegeben hat. Ganz im Gegenteil weist man daraufhin, dass die Ukraine den Status als Atommacht als Zugeständnis aufgegeben hat. Das ist natürlich grober Unfug, da der Schlüssel zu den Atomwaffen immer in Moskaus Besitz war.

    Die jetzige Zuspitzung des Kriegs, verursacht durch ungeheure Waffenlieferungen und Finanzmittel durch den Westen, sind Zeichen der indirekten Kriegsbeteiligung. Russland entscheidet nun, ob diese Art der Beteiligung als aktive Kriegsbeteiligung gesehen wird. Westliche Beteuerungen der „Unschuld“ sind reine Augenwischerei. Die Entscheidung liegt in Putins Händen! Sollte das Schlimmste eintreten, ist Europa wieder der Austragungsort, sprich das Schlachtfeld!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.