Analyse der Schwedischen Sterbestatistik

„Ach, was muss man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!“

 

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So beginnt Wilhelm Busch seine Geschichten über die Bösewichte Max und Moritz, und tatsächlich mag sich der eine oder andere bei diesen Zeilen an die gegenwärtige Situation erinnert fühlen. Nicht nur, dass die Menschen von sogenannten verantwortlichen Politikern wie unmündige Kinder behandelt werden, die man mit einem seltsamen System aus Lohn und Strafe auf den rechten Weg führen will, man findet auch immer wieder Gelegenheit, mit ausgestrecktem Finger auf die Übeltäter zu deuten, die sich mit böswilligen Demonstrationen oder fast noch böswilligeren kritischen Fragen als nicht hilfreich erweisen.

Doch die schlimmsten Bösewichte scheinen sich in Schweden aufzuhalten, wo man auf harte Maßnahmen, auf monatelange Lockdowns, auf Maskenpflicht einfach verzichtet hat, obwohl Karl Lauterbach es doch besser wusste und des Mahnens nicht müde wurde. Seit etwa einem Jahr konfrontiert man die Schweden – und vor allem auch die Deutschen – mit der Tatsache, dass der schwedische Sonderweg gescheitert und die Lage katastrophal sei.

Ist das wahr? Werfen wir einige Blicke auf die relevanten Daten des statistischen Zentralamtes Schwedens (abgerufen am 23.2.2021) und fangen dabei vorsichtig an. Zu Beginn des Jahres 2020 hatte Schweden 10.327.589 Einwohner zu verzeichnen. Gestorben sind in diesem Jahr 98.124Menschen. Berechnet man die Anzahl der Sterbefälle pro 10.000 Einwohner, so kommt man auf 95,01 – damit auch Politiker und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mitlesen können: Man rechnet dazu 98.124/10.327.589*10.000. Nimmt man nun die entsprechenden Daten des deutschen Statistischen Bundesamtes zur Hand, muss man feststellen, dass hierzulande etwas mehr als 118 Sterbefälle pro 10.000 Einwohner im Jahr 2020 zu beklagen waren. Das ist offenbar mehr als in Schweden, und es ist deutlich mehr. Gäbe es einen schwedischen Karl Lauterbach, so müsste er jetzt lautstark und beharrlich verkünden, der deutsche Weg sei gescheitert und nur im schwedischen Weg liege das Heil.

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2 Gedanken zu „Analyse der Schwedischen Sterbestatistik“

  1. Sterbestatistik. Eigentlich etwas denkbar wenig Lustiges. Und doch gibt es da Dinge, die durchaus zum Lachen reizen könnten. Etwa die Tatsache, dass vor kurzem der Chef der obersten italienischen Gesundheitsbehörde festgestellt hat, dass die Briten-Mutation NICHT zu schwereren Verläufen führe. Haben Sie davon etwas in deutschen Zeitungen gelesen? Ich nicht. Man muss dazu in die italienische Presse schauen.
    Worüber die deutsche Presse berichtet, ist eine britischen Studie an bestimmten Patienten (keine Zufallsstichprobe), und die als Ergebnis hatte, dass die britische Mutation SEHR WOHL tödlicher ist.

    Nun stellt sich allerdings eine klitzekleine Frage, ganz bescheiden:
    Seit einigen Wochen breitet sich die britische Virusmutation auf dem Kontinent aus, in Italien, und jetzt auch in Deutschland, ist sie schon für mehr als die Hälfte der Coronafälle verantwortlich.
    ALLERDINGS: Die Anzahl an schweren Corona-Verläufen (abzulesen an der Belegung der Intensivbetten durch Coronakranke) und die Todesopfer werden im gleichen Zeitraum kontinuierlich WENIGER! SEHR VIEL WENIGER. Und zwar durch die Bank in allen europäischen Ländern, deren Daten ich daraufhin überprüft habe.
    Es geschehen eben noch Zeichen und Wunder….

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