Erziehung & Rechtsextremismus & Linke s Framing aktuell: Was heute so alles „rechtsradikal“ ist

Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus

Das Kind im Tragetuch tragen, im Familienbett schlafen, generell viel Nähe zum Kind erleben – das alles gehört zur bindungsorientierten Erziehung. Doch plötzlich steht ein Zusammenhang zu Rechtsextremismus im Raum. Unser Autor ist irritiert.

Das Leben mit Kindern ist anstrengend, chaotisch – und wunderschön. Unser Autor hält in dieser Kolumne seine überraschenden Erkenntnisse vom „Leben mit Kids“ fest.

Heute ist Bohnen-Tag. Als unsere Kinder Ragnar und Flora kleiner waren, nannten meine Frau und ich sie Bohnen. Und ein Bohnen-Tag ist ein Tag, wenn sie nicht in den Kindergarten gehen, und wir zusammen irgendwas Schönes machen.

Heute gehen wir zum Frühstücken in die Bäckerei Gulden. Die Kinder bestellen Marmorkuchen. Wir fahren ins Freibad. Wir schwimmen, plantschen und rutschen. Nach den obligatorischen Pommes und einem Eis machen die beiden einen Mittagsschlaf auf der Decke im Schatten. Und ich lese.

In der „Zeit“ schreibt eine Frau, die angibt, Sozialwissenschaften studiert zu haben, einen Artikel, der einen Zusammenhang zwischen „bindungsorientierter Erziehung“ und Rechtsextremismus herstellt.

Und da stehen wirklich absurde Sätze drin. „Die Bindungsorientierung ist von Anfang an mehr als ein feinfühliger achtsamer Erziehungsstil achtsamer Eltern gewesen.“ Bei bindungsorientierter Erziehung, so lese ich dort, geht es um viel Nähe zum Kind, damit man eine bessere Bindung zu ihm haben soll. Stillen. Gemeinsam im Bett schlafen. Im Tragetuch am Körper tragen. Und besonders, das ist der Kern des Textes, Rechte würden das jetzt auch machen.

Hat Milch etwas mit White Power zu tun?

Und ich denke, uijuijui, das haben wir ja auch alles gemacht. Und ich frage mich, ob die Kinderbücher über die schwarze Aktivistin Rosa Parks, die im Irak geborene Architektin Zaha Hadid oder den schwulen Tänzer Rudolf Nurejew, die wir mit unseren Kindern abends zum Einschlafen lesen, vielleicht nur Tarnung sind. So unterbewusst. Um unsere inneren Faschisten vor uns selbst zu verstecken.

Und dann muss ich daran denken, dass Peta, diese militante Tierschutzorganisation auch mal einen Artikel dazu gebracht hat, warum Milchtrinken irgendwas mit White Power zu tun hätte. Und erst letztens, ich weiß aber nicht mehr wo, gab es einen Text, der davon handelte, dass, wer beigefarbene Kleidung trägt, arme Menschen hasst.

 

Die Kinder waren vom Schwimmen übrigens so müde, dass ich sie gleich ins Bett getragen habe. Natürlich in ihre eigenen. Und gestillt wird auch keines mehr. Sicher ist sicher.

Quelle Ausschnitt, Text & kompletter Artikel 

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Birgit Kelle meint bei Kontrafunk aktuell 21.6.2023 zum Thema

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Rechte Erziehung wird bereits im Kindergarten aufgedeckt

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Prof.* Dr.*in Heike Radvan 

… in der ZEIT am 11.4.2012 zu  Rechtsextremer Erziehung

Mittlerweile ist es bereits  rechtsextreme Erziehung, wird der Begriff auf die bürgerliche Normalfamilie  (Vater-Mutter-Kind(er)) ausgeweitet, die nicht der Wokedemie erlegen ist und ihre Kinder liebevoll  nach den Maßstäben des Kleinbürgertums erzieht, in denen das Individuum, seine Freiheit, sein selbständiges Denken, seine Bildung aber auch Sekundärtugenden eine maßgebliche Rolle spielen.

Quelle

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*Weil das Thema außerordentlich wichtig für die Fragestellung „Deutschland, Eriehung Linksradikale, Wokeismus“  ist, zitieren wir den Text als als PDF . Verweise und alle Kommentare der Leserschaft lesen Sie, wenn Sie WELTplus testen/abonnieren.  Wir empfehlen WELTplus ausdrücklich: 30 Tage für 1 € testen.  Achtung: Die  Schnupperangebote können sich ändern!

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