Dlf 15.8.2021: Annalena Baerbock im Interview

„Der Afghanistan-Einsatz zeigt, wieviel Fehler …

… immer wieder aufeinander gereiht worden sind“, sagte Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, im Deutschlandfunk-Interview der Woche. Diese Kette von Fehlern habe jetzt zu einer wirklich katastrophalen Situation für die Menschen im Land geführt. 

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Die USA und ihre Verbündeten ziehen sich aus Afghanistan zurück, die Taliban sind auf dem Vormarsch.. Was also ist für Afghaninnen und Afghanen das Ergebnis von 20 Jahren „Krieg gegen den Terror“? 

Baerbock: Fehler in Syrien dürfen nicht wiederholt werden

Angesichts der massiv gestiegenen Zahl von Binnenflüchtlingen in Afghanistan, warnt Baerbock davor, Fehler während des Syrien-Kriegs zu wiederholen. Fatalerweise waren die Europäer damals nicht auf die Flüchtlinge vorbereitet, so Baerbock.

Man dürfe nicht den „katastrophalen Fehler“ wiederholen, zu warten, bis alle 27 EU-Länder bereit sind. Man müsse sich „mit den europäischen Ländern, die wollen, und vor allem den Amerikanern und den Kanadiern zusammenschließen, damit wir klare Kontingentregeln gemeinsam vereinbaren“, so die Co-Vorsitzende der Grünen.

Team Baerbock/Habeck 

Baerbock äußerte sich auch zum Grünen-Co-Vorsitzenden Robert Habeck und unterstrich die Teamarbeit. Auf die Frage, ob offene Kritik Habecks an Fehlern Baerbocks abgesprochen war, sagte die Kanzlerkandidatin: Ja. „Wir reden über sehr viele Dinge, weil man nur im Team funktionieren kann, wenn man ehrlich miteinander umgeht und gemeinsam Dinge reflektiert.“

Ihr Anspruch sei eine andere Art von Führung, so Baerbock, und weiter: „Richtlinienkompetenz aus dem Kanzlerinnenamt bedeutet für mich, wirklich Ministerien zusammenzubringen und die großen Zukunftsaufgaben gemeinsam zu meistern. Das tun Robert und ich als Parteivorsitzende, als Spitzenkandidaten und so wollen wir auch die nächste Bundesregierung anführen.“

[…]

Sie kann es nicht, sie wird es nicht: Hoffentlich!

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