2 Gedanken zu „Luisa Neubauer & die Klima-Uniongründerin bei Lanz zu Klimawandel & Flutkatastrophe“

  1. Was ist die schlimmste Seuche unserer Zeit? Sehr viele, wenn nicht die meisten, würden sagen: Corona. Ich bin nicht dieser Meinung.
    Es gibt etwas viel schlimmeres. Nämlich eine Wohlstandskrankheit, die man als „ZIVILISATIONSMÜDEN IDIOTISMUS“ bezeichnen könnte (ich weiss auch nicht, wie ich beim Thema Neubauer darauf komme aber ich bin alt, und die Gedanken eines alten Mannes sind manchmal etwas gewunden).
    Dieser ‚zivilisationsmüde Idiotismus‘ hat als eines seiner Hauptsymptome einen chronischen Rationalitätsüberdruss. Gewisse Fakten werden einfach ausgeblendet, andere masslos übertrieben, andere erfunden. Die Realität ist einfach pfui-bah für die Kranken. Langweilig, abgestanden, „un-cool“. Und einfach störend. Sie entwickeln mit der Zeit eine regelrechte Allergie gegen sie.

    Dies äussert sich etwa in einer bis ins Extreme getriebenen „Simplifizieritis“, einem für den Kranken als quälend empfundenen Drang zum Vereinfachen komplexer Zusammenhänge, die ihn geistig überfordern. Alles und jedes wird auf ganz bestimmte eng umgrenzte Aspekte der Weltsicht begrenzt, gewisse Dinge „horrifiziert“ (Max Weber sprach von „perhorreszieren“), andere glorifiziert. Horrifiziert wird zum Beispiel die Geschichte der westlichen Zivilisation, die als eine einzige Geschichte der Unterdrückung anderer Völker und der kapitalistischen Umweltzerstörung angesehen wird. Glorifiziert werden die tatsächlichen und angeblichen Opfer dieser Geschichte.
    Demnach ist jeder weisse Westler eine Art „Proto-Nazi“, jedes Opfer, besonders wenn anderer Hautfarbe, nicht nur Opfer, sondern sozusagen ein Heiliger, der keiner Sünde fähig ist. Die Kranken huldigen oft in fast kultischer Form der Vorstellung des „Edlen Wilden“.

    Alle Wohltaten, jede moderne Entwicklung, die der Kolonialismus fernen Weltgegenden gebracht hat (diese gibt es ja sehr wohl auch, sonst hätten sich die „unterdrückten Völker“ ja nach dem Ende der Kolonialzeit von den modernen westlichen Errungenschaften verabschiedet) werden ausgeblendet. Ebenfalls ausgeblendet wird die Tatsache, dass sehr wohl auch andere Zivilisationen, nicht nur die westliche, Eroberungen, Imperialismus, Kolonisation kannten.
    Kein Kranker wurde jemals dabei beobachtet, wie er die Eroberungen der muslimischen Araber als imperialistisch und kolonialistisch verurteilte. Diese gewaltsamen Eroberungen werden vielmehr mit der Brille des Wohltätertums betrachtet: sie hätten den eroberten Landschaften blühende Kulturen geschenkt, wo vorher in dieser Hinsicht nur öde geistige Wüste gewesen sei.

    Dass dies so nicht historischen Realitäten entspricht, interessiert den Kranken in seiner zwanghaften Gefühls- und Gedankenwelt nicht. Die Erwähnung gegenläufiger Fakten führt bei ihm regelmässig zu Anfällen wütender Raserei, nicht selten auch zu Beschimpfung Andersdenkender.
    In solchen Situationen extremer Erregung des Kranken empfiehlt es sich, ihm nicht offen zu widersprechen, sondern beruhigend auf ihn einzuwirken. Lindernd kann sich auswirken, wenn Sie von den kulturellen Errungenschaften der Araber sprechen (was ja durchaus auch historische Realität darstellt).

    Ähnlich ist vorzugehen bei seiner Glorifizierung der Opfer. Vermeiden Sie es, zu erwähnen, dass weitaus die meisten schwarzen Sklaven von anderen Schwarzen versklavt wurden, um sie dann erst an weisse Händler zu verkaufen. Oder dass von nordafrikanischen Piraten massenhaft Weisse versklavt wurden. Der Kranke würde ohnehin nur mit Ausflüchten und Vorwürfen des „what-aboutism“ reagieren.
    Vermeiden Sie auch, direkt anzusprechen, dass immigrierte Nachkommen der Kolonialismusopfer überproportional gewaltkriminell sind. Ein Wutanfall des Kranken, der Sie fortan als Nazi ansehen wird, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Folge der Erwähnung dieser unbequemen Tatsache sein.
    Kleiden Sie für den Kranken quälende Fakten also besser in eine allgemeine Problemlage, etwa derart, dass Sie am Rande erwähnen, es gäbe hinsichtlich des sozialen Verhaltens von eingewanderten Opfern noch gewisse Integrationsdefizite.
    Hässliche Worte wie „Mord, Messerstecherei, Vergewaltigung“ sind tunlichst zu vermeiden. Sonst wird der Kranke augenblicklich und mit Pawlow’scher Reaktionszuverlässigkeit darauf hinweisen, dass es diese Phänomene ja auch unter weissen „Kartoffeln“ gäbe.

    Vermeiden Sie, wenn möglich, ebenfalls direktes Lob der westlichen ökonomischen Entwicklung. Geben Sie ihm auf jeden Fall Recht, wenn er inbrünstig von Umweltzerstörung spricht und dabei womöglich Anzeichen tiefer innerer Trauer, ja sogar von Schockzuständen zeigt.
    Man kann versuchen, vorsichtig ins Gespräch einzuflechten, das es Menschen gäbe, die lieber heutzutage Wasser aus einem Fluss trinken würden als z.B. im Mittelalter; das heutige Wasser sei aller Wahrscheinlichkeit nach weniger krankheitserregend als das früherer Zeiten.
    Ein Hinweis darauf, dass die Lebenserwartung von Menschen sich in modernen kapitalistischen Zeiten auf einem Rekordniveau befindet, wird am Kranken wirkungslos abprallen. Er wird antworten, dass die Menschen so noch länger ihren ökologischen Fussabdruck vergrössern würden.

    Als therapeutische Massnahmen könnten die behutsame Vermittlung unbestreitbarer Tatsachen zum Einsatz kommen, allerdings nur in vorsichtigen, kleinen Dosierungen, um die Abwehr des Kranken nicht über Gebühr zu stimulieren. Erwähnen Sie zum Beispiel mit Takt, dass er (aller Wahrscheinlichkeit nach) zu den eher vom Kapitalismus Begünstigten, zu der begüterten Klasse gehört, wie es etwa bei Luisa Neubauer und der famosen Flüchtlingsboot-Kapitänin Rackete der Fall ist.

    Überhaupt tritt das beschriebene Krankheitsbild vorwiegend bei wohlabgesicherten Gruppen der Bevölkerung auf, bei Personen aus dem künstlerischen oder sozialwissenschaftlichen Bereich, auch bei Studierenden, die zu weiten Teilen von genau dieser Gesellschaft finanziell alimentiert werden, die bei ihnen solche unkontrollierten Hass-Reaktionen hervorruft. Versuchen Sie, den Kranken indirekt auf diesen Widerspruch hinzuweisen; wundern Sie sich aber nicht, wenn das zunächst eine Verunsicherungsreaktion mit darauffolgenden Angriffen ad personam hervorruft. Dies ist normal bei solchen Krankheitsbildern.

    – Alles in allem ist Kranken mit der Diagnose ‚Zivilisationsmüder Idiotismus‘ mit Rücksicht und Verständnis zu begegnen. Dies stellt mitunter an die Empathiefähigkeit von Therapeuten hohe Anforderungen, da die Kranken auf Therapieversuche oft sehr aggressiv reagieren können.

    Behalten Sie in solchen Situationen einen kühlen Kopf:
    TRETEN SIE DEM IDIOTEN IN DEN ARSCH UND SCHMEISSEN SIE IHN IN EINE GUMMIZELLE, WO ER HINGEHÖRT !

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