Trisomie-Bluttest: Bittere Erfahrungen einer Mutter

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3 Gedanken zu „Trisomie-Bluttest: Bittere Erfahrungen einer Mutter“

  1. Da bin ich anderer Ansicht. da die Gesellschaft hinterher auch die Kosten der extra Beschulung, der behüteten „Arbeit“ und der Unterbringung in Heimen trägt, ist es doch wohl korrekt, wenn sie auch vorher die Kosten des Tests übernimmt.
    Die freie Entscheidung, ob Eltern ein Kind mit Down-Syndrom haben möchten oder nicht, sollte nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein. Diese Freiheit sollten alle Eltern haben. Deshalb ist es richtig, wenn die Kassen die Untersuchung zukünftig zahlen.

    1. Selbstverständlich toleriere ich Ihre Ansicht, Frau Köhler. Ein generell bezahlter Test erzeugt m. E. einen erheblichen Druck, ihn auch zu machen. Ist das Ergebnis dann „Behindertes Kind“, steigt der Druck zur Abtreibung enorm, weil die Gesellschaft keinerlei Verständnis (=Nun gibt es diesen Test. Er kostet nichts. Du weißt um die Behinderung. Du trägst das Kind trotzdem aus. Bist Du nur dumm, Dir das aufzuhalsen?) für das Austragen eines kranken Menschen aufbringt. Sonst würde der Test nicht von der Allgemeinheit bezahlt! Das gebe ich zu bedenken. Lesen Sie bitte auch meinen Artikel „Wehret den Anfängen“ in der Aufsatzsammlung „Gentik-Religion-Umwelt“. Zu finden unter dem Menüpunkt „Essays“. Beste Grüße von Rüdiger Stobbe

      1. Umgedreht verstehe ich Ihre Einwände durchaus auch. Ich bin nur dagegen, Tests vom Verdienst abhängig zu machen. Das Liebste wäre mir ein generelles Verbot solcher Tests. Das aber ist so nicht umsetzbar, denn dann würden Gutbetuchte einfach für den Test ins Ausland fahren. Der Geist ist nun einmal aus der Flasche raus.
        Es gibt Länder, in denen wird abgetrieben weil das Kind nicht das richtige Geschlecht hat. Die Wissenschaft wird immer weiter forschen, irgendwann ist die Menschheit dann soweit, dass man im Vorraus Haar- und Augenfarbe erkennen kann und viele andere genbedingte Vorlieben oder Nachteile. Wozu ist all das gut? Genutzt werden kann es zum Auffinden Krimineller und zur Einschränkung des erwünschen oder eben nicht erwünschten Nachwuchses.

        Die Frage sollte nicht heißen: „Test oder nicht Test“, sondern ob das Feststellen des Down-Syndroms ein Grund für eine erlaubte Abtreibung sein darf!

        Ich habe bisher einige Kinder, Jugendliche bzw. junge Erwachsene mit Down-Syndrom kennen gelernt und ausnahmslos alle als äußerst freundlich und fröhliche Menschen erlebt.
        Vor 30 Jahren hätte man mit Sicherheit Kinder abtreiben dürfen, die weder einwandfrei weiblich noch männlich sind, das wäre heute undenkbar. Warum behandeln wir Kinder mit anderen Genveränderungen anders?

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