Martin Schulz zieht die Reißleine

Martin Schulz  leitet die Empfehlung der EU-Kommission – Herr Juncker will es mit den 72 Punkten nicht gar so ernst nehmen –   an den zuständigen

Schulz droht der Türkei
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Ausschuss des EU-Parlaments nicht weiter. Was auf der Webseite (Ausschnitt rechts) des Deutschlandfunk noch recht harmlos aussah, hört sich im Interview ganz anders an.

Keine Änderung der türkischen Terrorgesetze im Sinn der EU —>  Keine Visafreiheit!

Logo DR Mediathek Hören Sie das Interview mit Martin Schulz  in der Mediathek des Deutschlandradios.

Klicken Sie auf das Logo und steuern Sie den 11.5.2016,  7:20 Uhr an.

Oder lesen Sie das komplette Interview hier.

Warum zieht Martin Schulz Reißleine?

Martin Schulz weiß  genau, dass die Visafreiheit für türkische Bürger für Reisen in die EU ohne die komplette und befriedigende Erfüllung der 72 Punkte durch die Türkei wahrscheinlich den Exitus der EU bedeuten würde.

Großbritannien würde im Juni ganz sicher den Austritt beschließen. Hinzu kommt, dass Frankreich auch bei Erfüllung der 72 Punkte durch die Türkei wahrscheinlich im Rat gegen die Visa-Freiheit stimmt.

Da ist der Stress mit Herrn Erdogan alle Male einfacher zu bewältigen. So ohne Weiteres wird dieser gewiefte Taktiker auf die 3 bzw. 6 Mrd. Euro aus der EU-Kasse nicht verzichten wollen.

Ehe neue Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland übersetzen, wird es Herbst werden. Martin Schulz hat wichtige Zeit gewonnen. Ob es helfen wird? Martin Schulz hofft es.

Ich wage es zu bezweifeln.

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Jean Asselborn Bildquelle: Aachener Nachrichten

Ein bemerkenswertes Interview führte Marco Rose für den Zeitungsverlag Aachen mit dem Außenminister Luxemburgs Jean Asselborn.

Steht Europa vor einem Scherbenhaufen?

Jean Asselborn ist hochmotivierter Europäer. Leider fällt ihm auch nicht viel mehr ein, als an die nötige Solidarität der EU-Staaten zu appellieren. Drohen nutzt nicht viel. Bereits vor  EU und Euro ging es den Menschen gut. Krieg stand auch nicht vor der Tür. Jedenfalls nicht unter Westeuropäern.

Lesen Sie das Interview hier.

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