Ein Gedanke zu Europa aus der Schweiz

Nach(t)gedanke:

Konservativen Kritikern der EU wird gerne vorgeworfen, sie seien ´Europa-Feinde`.

Das ist bizarr.

Sie, die konservativen Kritiker der EU sind die letzten, die die europäische Kultur verteidigen.

Diejenigen, die solche Vorwürfe erheben, unterscheiden nicht zwischen der Idee von Europa, die grossartig ist, solange man sie nicht bis in absurde Extreme, z. B. dem Ziel der Abschaffung der Nationalstaaten, übertreibt  und dem tatsächlichen Personal, das für die tägliche Praxis in Brüssel verantwortlich ist.

Brüssel ist leider ein personelles  Auffangbecken für Gescheiterte, Unfähige, in einer Karriere-Sackgasse Steckende oder Störende in der ´richtigen`, in der jeweils nationalen Politik.

Leuchten gehen da nicht hin.

Deshalb bin ich ganz sicher, dass eine Type wie Steinmeier auch noch in Brüssel landen wird. Wo wir uns dann über seine Sottisen in EU-Funktion amüsieren können.

Autor: Werner Bläser, Schweiz

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3 Gedanken zu „Ein Gedanke zu Europa aus der Schweiz“

  1. Hallo Herr Bläser,

    kam ihnen der Gedanke zu diesem Beitrag in der Nacht oder nach einem der großartiken Sprüche des hervorragenden Bundespräsidenten? Einerlei, der Vortrag ist nicht zu kritisieren, ganz im Gegenteil kann man diesen endlos erweitern!

    1. Lieber Herr Thöne,
      der Gedanke kam mir, als ich lesen musste, dass unser von uns allen verehrter, weiser Herr Bundespräsident Nordstream II mit dem „Argument“ verteidigte, dass es fast unsere letzte verbliebene politische Brücke nach Russland sei und dass wir doch bitte daran denken sollten, was wir in WK 2 der Sowjetunion angetan hätten. Kein Gedanke von ihm daran, was Nordstream etwa der Ukraine antut (haben wir die nicht überfallen??), und dem Baltikum. Warum wohl sind die anderen Europäer, Frankreich eingeschlossen, fast geschlossen dagegen??.
      Und müssen wir uns in Energieabhängigkeit von Moskau begeben, weil Hitler die SU überfallen hat?
      Um so etwas zu faseln, wie es Steinmeier tut, reicht es nicht aus, leicht historisch verblödet zu sein. Man muss vollkommen GEISTIG UMNACHTET sein. Deshalb mein „Nachtgedanke“.

  2. Und noch eine Nachricht aus der Schweiz. Roger Köppel, ehemaliger Chef der deutschen ‚Welt‘, jetzt Boss der schweizer ‚Weltwoche‘ und Abgeordneter im schweizer Parlament, hat etwas ganz Unerhörtes getan. Unerhört jedenfalls für deutsche Begriffe:
    Er rief gestern offen zum ZIVILEN UNGEHORSAM auf!
    Es sei blödsinnig, dass die Schweiz in ihrem Lockdown sogar Möbelhäuser, Golfplätze und Autowaschanlagen zuschliesse (wie, bitte, soll man sich denn auch in einer Autowaschanlage anstecken??).
    Auch Restaurants sollten einfach ab 1. März öffnen – und, wenn nötig, die „Buße“ (Geldstrafe) zahlen. Man könne nicht eine Gesellschaft einfach endlos stilllegen. Die Risikogruppen müssten eben gezielter geschützt werden.
    Können wir uns das „im besten Deutschland, das es je gab“ (Merkel) vorstellen? Eher nicht. Der typische Deutsche ist ein „Diederich Hessling“ aus dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann.
    Er schluckt alles, was die Obrigkeit ihm vorsetzt, vielleicht mit leisem Murren, aber ohne den Mumm, sich zu wehren.
    Warum gab es in Deutschland nie eine erfolgreiche Revolution, wie in Frankreich oder England? (Wir hatten ja mit 1848 und mit dem Kieler Matrosenaufstand vergleichsweise nur „Revolutiönchen“).
    Na, ganz einfach, weil in Deutschland das Betreten des Rasens verboten ist, wie der alte Kalauer lautet? Nein, der Unterschied zu unseren Nachbarn ist der, dass in Frankreich und England auch Beamtenschaft und Militär die Herrschaft nicht mehr stützten. In Deutschland herrscht da eher Kadavergehorsam.
    Das hat gelegentlich nicht nur Nachteile, auch Vorteile, ich sehe das durchaus. Bei uns funktioniert vielfach mehr als bei vielen anderen Ländern, und Korruption ist noch ein vergleichsweise kleines Problem.
    Als im Frühjahr wg. Corona in Italien das Gesundheitssystem völlig überfordert war, lag dies nicht nur an den besonders zahlreichen alten Leuten in Italien, sondern sicherlich AUCH an wenig vernünftigen Verhaltensweisen der Italiener, die sich nicht an notwendige Vorgaben zu Abstand und Vorsicht bei Kontakten zu Risikogruppen hielten (die italienischen Zeitungen waren voll von Negativ-Beispielen).
    – Aber die Vernunft fordert JE NACH SITUATION (!) eben andere Dinge von uns.
    Wenn wir – im internationalen Vergleich – fast lächerlich niedrige Neuinfektionszahlen haben (die spielen ohnehin nur eine geringe Rolle – wichtig sind ja eigentlich nur die Neuinfektionen bei Risikogruppen), wenn die Intensivstationen (inklusive Notfallreserve) absolut nicht überbelegt sind, wenn beim Schutz von Risikogruppen noch unendlich viel Verbesserungspotential besteht, wenn, wie das RKI festgestellt hat, bis Mitte Januar von 80 Millionen Deutschen insgesamt nur etwa ganze 1500 (in Worten: fünfzehnhundert) bei den unter 60Jährigen an Corona verstorben sind (darunter mit Sicherheit viele mit Vor-Erkrankungen), dann ist es WAHNSINN, eine ganze Gesellschaft wegzusperren.
    In der Schweiz regt sich jetzt dagegen Widerstand (die aufgeschreckte schweizer Regierung deutet schon Nachgeben an, was wahrscheinlich Köppels Ziel war).
    In Deutschland, so habe ich den Eindruck, liegen viele vor unserer unfähigen, DDR-sozialisierten, regelungsfetischistischen Monarchin Angela I., demütig auf den Knien und flehen sie an, doch gnädigst mit dem Lockdown aufzuhören.
    Anstatt ihr zuzurufen: „ES REICHT! Bis hierher und nicht weiter! Wir machen nicht mehr mit.“
    Der Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland ist: Die Deutschen haben Angst vor ihrer Regierung; in der Schweiz hat die Regierung Angst vor dem Volk.
    So wie in der Schweiz sollte es in einer Demokratie, die den Namen verdient, auch sein.

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