Peter Altmaier – Hilflos und ohne Plan …

… aber reden kann er:

Das Interview des Dlf vom 30.11.2020 mit Peter Altmaier lesen: Hier klicken

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Corona in Helios-Kliniken: Erhellendes von …

Francesko des Meo, …

… Vorsitzender des Konzerns Helios Health:

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Covid-19 ist eine Krankheit bei Menschen, die durch Viren verursacht wird. Covid-20 nenne ich eine Krankheit der Gesellschaft, die durch den Umgang mit Covid-19 verursacht wird. Covid-20 ist allgegenwärtig. Die Menschen achten auf Infektionszahlen wie früher auf das Wetter. Und sie haben Angst.

Blogbeitrag vom 13.10.2020

Die Symptome einer Covid-20-Gesellschaft: wir können uns nicht mehr frei bewegen, wir können nicht mehr langfristig planen, unser tägliches Leben in Beruf und Familie wird fremdbestimmt durch – mangels Evidenz – willkürlich anmutende Maßparameter eines unsicheren Infektionsgeschehens.

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Seit das wöchentliche Infektionsgeschehen zum Primat allen politischen und gesellschaftlichen Handelns erhoben wurden, befördert Covid-20 die Entwicklung einer per Allgemeinverfügungen regulierten Gesellschaft. Das Ganze angeordnet durch Regierungsakte auf verschiedenen regionalen oder lokalen Exekutivebenen, dies auf der Grundlage von Ermächtigungsgesetzen ohne weitergehende parlamentarische Kontrolle. Wegen der sich permanent ändernden Exekutivmaßnahmen reduziert sich der Rechtsschutz gegen das Regierungshandeln auf bloßen einstweiligen Rechtsschutz, den sich nur wenige leisten, und der zudem jederzeit von neuen Anordnungen überholt wird. Covid-20 ist ein Nährboden für Populismus und für die Stigmatisierung Andersdenkender in einer Gesellschaft. Covid-20 gefährdet fundamentale Grundsätze unserer bisherigen freien westlichen Lebensweise. Covid-20 ist geeignet, ökonomisch mehr Existenzen zu vernichten, als Menschen an Covid-19 verstorben sind, dem ursprünglichen Anlass für unser Handeln. Covid-20 ist eine Gesellschaft, in der ein Virus bestimmt, wer was wann darf.

Wir haben an Ostern unser Baby getauft. In einer Kirche mit 500 Sitzplätzen waren zehn Taufgäste erlaubt, und zehn Besucher des Ostergottesdienstes aus der Gemeinde. Der Pfarrer hielt die Predigt mit Maske von der Kanzel in zwölf Metern Entfernung vom Taufbecken, die Dauer des Gottesdienstes war auf 25 Minuten begrenzt.

Der Taufakt wurde von uns selbst mit Paten am Taufbecken vorgenommen. Vor Gott gilt das auch, meinte der Pfarrer, wichtig sei der Ausspruch der Taufformel während Wasser über den Täufling fließt.

Im Wald begegne ich meiner Nachbarin, eine 70-jährige Rentnerin. Sie macht täglich ihren Spaziergang, der ist beschwerlich geworden wegen der Maske, erzählt sie. Im Bus trifft sie später eine alte Freundin, beide haben sich lange nicht gesehen, setzen sich nebeneinander. Sie nehmen die Masken ab, um Atem zu schöpfen und sich über die Enkel zu unterhalten. Die sie nicht mehr sehen, auch nicht zum 70. Geburtstag. In der Schule haben uns Lehrer empfohlen, die Kinder sollen doch Briefe an Großeltern schreiben, um auf diese Weise Kontakt zu halten. Auch der Austausch mit der französischen Partnerstadt fällt aus, die Kinder pflegen einen Briefaustausch. Für viele Kinder sind Briefe beschwerlich, sie nutzen Smartphones und Pads, nach anfänglich spannenden digitalen Begegnungen wird das irgendwie monoton, es fehlt echter Kontakt, es fehlt das geteilte Erlebnis, es fehlt schlicht Nähe.

Jetzt im Herbst besuche ich wieder unsere Kliniken in Spanien. Im Taxi zum Flughafen Frankfurt erklärt mir der Taxifahrer, dass er die Maske nicht mehr tragen darf während der Fahrt. Neue Anordnung von oben, meint er, wegen der Blitzer. Viele Kollegen habe man in den letzten Wochen bei Verstößen nicht belangen können, weil die Masken das Blitzfoto unbrauchbar machten.

Im Flieger nur ein Drittel der Plätze belegt. Jeder hat seine Reihe, zwischen den belegten Plätzen drei Reihen frei. Wegen der Maskenpflicht haben sich einige mit Tüten voller Essen und Getränken eingedeckt, und futtern oder trinken während des gesamten Fluges, damit die Masken unten bleiben. Die Stewardess freut sich, weil sie wieder fliegen darf, sie hat Angst um ihren Job.

In Spanien dauert die Abfertigung länger. Es ist weniger als ein Zehntel der früheren Fluggäste, aber jeder muss ein ausgefülltes Formular vorweisen mit Gesundheitserklärungen, und für die individuelle Nachverfolgung. Wer das Formular nicht schon online ausgefüllt hat, steht in einer langen Schlange, übergibt das zweiseitige Formular, dessen Daten von vier Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden in den Computer eingetippt und gescannt werden. Das kenne ich von früher, sagt die Großmutter vor mir zu ihrer Enkelin. Bei uns in der DDR war das auch so, fügt sie hinzu. Die beiden umarmen sich.

Ich frage mich, was das mit unseren Kindern macht, wenn Covid-20 lange so weiter geht. Und was mit den Großeltern, meiner Nachbarin, dem Taxifahrer, der Stewardess. Ich frage mich, was Covid-20 mit uns allen macht. Ich erinnere mich, dass früher in meiner Jugend bei Demonstrationen ein sog. „Vermummungsverbot“ galt: wer was zu sagen hatte, sollte sein Gesicht zeigen. Heute gilt ein Demonstrationsverbot für den, der das ohne Maske tut. Mich beschäftigt die Frage, wie unsere Gesellschaft Covid-20 gut übersteht.          

In Spanien war viel Covid-19. Mit den Kollegen spreche ich über meinen PCR-Test für die Rückreise. Die Kollegen erzählen von ihren Antikörpertests. Viele von ihnen hatten ihr persönliches Covid-19-Erlebnis im April. In Spanien kam alles früher, und heftiger. Aber die spanischen Kollegen haben das gut gemeistert. Mehr Sorge macht ihnen nun Covid-20. Spanien scheint „down“ von den harten Maßnahmen, mit denen Covid-19 nicht wirklich bezwungen wird, aber sich Covid-20 immer weiter ausbreitet. Der Busfahrer trägt Maske, auch seine Frau, die er seit einigen Wochen als Beifahrerin mit nimmt. Sie hat keinen Job mehr, der Tourismus fehlt. So muss sie nicht allein zu Hause sitzen, und er hat jemanden, mit dem er in den Pausen ohne Maske plaudern kann. Gegenwärtig kommen sie gut klar, Hauptsache die Busse fahren noch. Die Gassen in der Altstadt von Palma sind leer. Der Busfahrer kurbelt an der roten Ampel die Scheibe herunter. Neben ihm steht ein Kollege, den er lange nicht mehr getroffen hat. Beide unterhalten sich von Fenster zu Fenster, wie in alten Zeiten, ohne Masken. Es gibt doch noch Normalität. Die Neue eben.   

Wir haben Covid-19 gut gemeistert! Mit dem was Fresenius auszeichnet. Besonnenheit, Beharrlichkeit, Professionalität. Weil alle Mitarbeiter motiviert angepackt haben. Weil wir Probleme gelöst haben. Weil wir ohne zu zögern und ohne Angst getan haben, was getan werden musste. Das ist allein Verdienst der Kollegen und Kolleginnen in Deutschland wie in Spanien und Lateinamerika. Die spanischen Kollegen haben hierzu einen Film gedreht, der hat den Titel „El Destino“. Das steht für die Bestimmung, oder das Schicksal, oder nennen wir es einfach für das, was unseren Beruf ausmacht, unsere Berufung. Bei Krankheit für die Menschen da sein!

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Nachtrag: Mehr Balance beim Blick auf Covid-19 und Covid-20

Der Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen tut mehr Reflexion und Diskurs gut. Mein Blog war ein Beitrag dazu, und er hat eine lebendige und kontroverse Diskussion angestoßen. Darüber freue ich mich, und dafür danke ich Ihnen. Ihre Reaktionen stimmen mich zuversichtlich. Es gab Zustimmung dafür, dass Dinge ausgesprochen werden, die heute kaum einer zu sagen wagt. Manche fanden das zwar schlecht, weil der Blog zum Nachdenken einstimmt statt – wie es hieß – eine „Ansage“ zu machen, dass alles wie angeordnet sinnvoll und zu befolgen wäre. Das kann jeder so sehen, der andererseits das Szenario eines unkontrollierten Ausbruchs befürchtet, wie es in anderen Nationen mit unsagbar viel Leid für die Menschen geschehen ist.

Dennoch sollte man Anstöße zum Nachdenken und zur Diskussion erlauben.

Andere gaben sich in Kommentaren zu erkennen als Anhänger einer Idee der Herdenimmunisierung und stützen sich auf entsprechende Erklärungen sowie beispielsweise auf eine vermutete Wirksamkeit in Schweden. Ich halte das für gefährlich, das Konzept funktioniert nicht in großen Bevölkerungskollektiven, jedenfalls nicht ohne massive gesellschaftliche und ethische Verwerfungen, die über das von mir geschilderte Phänomen an Covid-20 hinausgehen könnten.

Im Prinzip finde ich die Grundregeln der AHA sehr sinnvoll. Mich stört nur eines: wie selbstverständlich es geworden ist, dass eine Anzahl Corona-positiv Getesteter in Relation zur Bevölkerung automatisch entscheidet, ob wann und in welcher Schärfe diverse Exekutivebenen jeweils Maßnahmen zur Beschränkung der Bewegungsfreiheit und jeglicher sozialer Kontakte ergreifen können. Das macht möglicherweise dann Sinn, wenn man daran glaubt, dass sich das Virus damit komplett ausmerzen ließe. Das halte ich für mehr als unwahrscheinlich. Es macht möglicherweise auch dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass in absehbarer Zeit ein 100 % wirksamer Impfstoff verfügbar sein wird, der alles verändert und bis zu dessen Verfügbarkeit Infektionen per se niedrig gehalten werden sollten. Auch das ist weder zielführend noch wirklich sicher. Es wird nach überwiegender Meinung eher so sein wie mit all den anderen Viren, die zu einem schweren infektiösen Lungenversagen (severe acute respiratory infection, SARI) führen: sie sind durch Impfungen als solche nicht verschwunden, sondern erlauben den Geimpften einen Schutz vor schwerer Ausprägung der Erkrankung. Hinzu kommt, dass Viren sich leider als sehr flexibel und dynamisch erweisen, wir deshalb mittlerweile davon ausgehen können, dass es nicht genau den einen Covid-19-Virus gibt, sondern im weiteren Verlauf einige davon, jeweils leicht verändert, was die Wirksamkeit der Impfstoffe zusätzlich abschwächen wird.

Kommen wir daher – so mein explizites Petitum im Blog – zurück zu der Ausgangsfrage, die nach meinem Verständnis alle zum Handeln veranlasst hat.

Es ging ursprünglich nicht darum, das Virus endgültig und dauerhaft zu „besiegen“. Es ging stets darum sicherzustellen, dass durch die schwere Lungenerkrankung (Covid-19 SARI), die das Virus verursachen kann, möglichst wenig Menschen versterben, und dass das Gesundheitssystem nicht wegen der Anzahl an Covid-Erkrankten kapituliert oder kollabiert. Darüber wird seit einiger Zeit aber kaum mehr gesprochen. Wir haben uns die Frage gestellt, wie diese beiden Aspekte bei der ersten Covid-19-Welle in den deutschen Kliniken abgebildet wurden. Hatten wir mehr oder weniger Patienten wegen SARI als im gleichen Zeitraum 2019 (als es Covid-19 noch nicht gab)? Und wie viele Menschen sind daran verstorben, auch dies jeweils im Vergleich zu 2019?

Die Studie wurde von IQM, einer gemeinnützigen Qualitätsinitiative deutscher Kliniken, durchgeführt. An der Studie haben 421 Kliniken teilgenommen, in etwa gleichgewichtig aus allen Trägergruppen, also Kliniken in öffentlicher, in universitärer, in freigemeinnützig/kirchlicher und in privater Trägerschaft. Die Studie umfasst knapp 2,8 Millionen Krankenhausfälle, damit etwa ein Viertel aller stationären Patienten während des fraglichen Zeitraums von März bis August 2020. Die in dieser Studie bei der Auswertung jeweils Covid-19 zugeordneten Erkrankten umfasste nicht nur die tatsächlich durch positiven Test mit Covid-Befundeten, sondern (auch) alle mit (nur) Covid-Verdacht nach Covid-Protokollen Behandelten.

Diese Studie führt für Deutschland zu drei wesentlichen Erkenntnissen:

  1. In 2020 gab es weniger an SARI-Erkrankte als in 2019.
  2. In 2020 waren weniger Erkrankte auf der Intensivstation und es wurden insgesamt auch weniger beatmet als in 2019.
  3. Die Anzahl der vermuteten Covid-Fälle war 3-Mal höher als die der nachgewiesenen Covid-Fälle. In anderen Worten: nur ein Viertel aller mit Verdacht auf Covid-Infektion Behandelten war erwiesenermaßen Covid-positiv.
  4. Bei einem Covid-bedingtem SARI verstarben 22,9 % der Patienten in den Kliniken, während bei SARI ohne Covid 12,4 % versterben.

Die hohe Sterblichkeit bei SARI durch Covid-19 zeigt, wie gefährlich diese Erkrankung vor allem für ältere Menschen ist. Die Daten zur Häufigkeit müssen uns allerdings verblüffen, im Vergleich zum Vorjahr wie auch mit Blick darauf, dass drei Viertel der deutschen Covid-Fälle nicht sicher Covid hatten. Dies könnte rückblickend das Handeln von Politik und Regierungen als übertrieben vorsichtig oder zu sehr angstgetrieben erscheinen lassen. Diese Sicht wäre meines Erachtens nicht ganz fair, denn sie ließe außer Acht, unter welchen Umständen und mit welchen Unsicherheiten behaftet in den ersten Wochen entschieden werden musste.

Fakt bleibt nach der Studie allerdings, dass Covid-19 in Deutschland weder zu mehr klinisch SARI-Erkrankten noch zu mehr Intensivaufnahmen oder Beatmungen geführt hat. Das deutsche Gesundheitssystem war insgesamt nicht mehr beansprucht als im vergangenen Jahren mit einer „normalen“ Grippewelle. Fakt bleibt auch, dass wir keine anderen Schutzmaßnahmen ergriffen haben als die anderen Nationen um uns herum, die aber wiederum im Vergleich ein Vielfaches an Covid-Erkrankten und Verstorbenen hatten.

Jeder mag nun spekulieren, woran das gelegen haben könnte. An einem disziplinierteren Umgang mit den Schutzmaßnahmen? An einem anderen (schwächeren) Virus? An dem glücklichen Umstand, dass wir – anders als beispielsweise die Spanier in Madrid – keine Großkundgebungen hatten genau in der Zeit als das Virus sich noch unerkannt verbreiten konnte? Karneval war in Deutschland bereits vorher und Ostern kam erst danach, schon im Lockdown. Möglicherweise war es auch eine Mischung von allem? Darüber wird es sicherlich irgendwann ebenfalls Studien geben, die hierzu Evidenz schaffen.

Mir geht es um etwas Anderes, um unsere Lehren für die Zukunft, die wir aus den Erkenntnissen zur ersten Covid-19-Welle in deutschen Kliniken jetzt ziehen können.

Zunächst sollten wir uns wieder auf die Ausgangsfrage besinnen. Wir können aus den Erfahrungen mit etwas mehr Zuversicht den kommenden Monaten mit dem Coronavirus entgegensehen. Das deutsche Gesundheitswesen ist in der Lage, ganz erheblich mehr an Covid-19 zu verkraften, als noch im März angenommen. Es gibt also keinen Grund, das Gesundheitswesen für andere Patienten – wie von März bis Juni 2020 – in einen Shutdown zu schicken, und deren Behandlungen auszuschließen. Das ist eine gute Nachricht für alle.

Dann sollten wir dringend darüber nachdenken, ob der ausschließliche Blick auf das Infektionsgeschehen angesichts der Erkenntnisse aus der ersten Covid-19-Welle noch angebracht und noch zu rechtfertigen ist. Ich bin der Auffassung, dass wir die Surveillance darauf ausdehnen müssen, wieviele Erkrankte aus den Infizierten resultieren und wie viele davon schließlich tatsächlich in den Kliniken behandelt werden müssen. Die Daten hierzu liegen vor. Für ganz Deutschland. In den Routinedaten der Kliniken, aus denen wir mit einem schlichten Algorithmus auch die Datenanalysen für unsere Studie machen konnten. Wir haben dies auch dem Bundesgesundheitsministerium aufgezeigt, und hoffen künftig auf eine stärkere Balance in der Argumentation und den Maßnahmen.

Schließlich bleibt meine Hoffnung, dass ein reflektierter Umgang mit dem Vorgesagten letztlich dazu führen wird, dass wir aus der derzeit erkennbaren Angst- und Trotzspirale herauskommen. Denn an sich sind es doch sehr motivierende Botschaften, die mit den Erkenntnissen aus unserer Studie einhergehen. Sie können einen Beitrag dazu leisten, dass die Bevölkerung mehr Vertrauen in die Politik und künftige Regierungsmaßnahmen gewinnt, weil nicht einseitig die Anzahl von Infektionen zum Maß aller Dinge genommen wird, sondern permanent auch die klinische Relevanz der Infektionen transparent gemacht wird.

Corona-Regeln wären dann nicht mehr nur „per Ansage“ zu befolgen, sondern sie würden stärker aufgeklärt nachvollzogen werden können. Nicht mehr die Infektion würde als die „eigentliche“ Krankheit vorgeschoben, sondern es würde transparent der Bezug zu den beiden Ausgangsfragen des Handelns hergestellt. Insgesamt würde eine solchermaßen „balancierte Surveillance“ eine stärker differenzierte Abstufung der Maßnahmen erlauben. Ich empfehle nicht, dass wir von den Basisempfehlungen der AHA-Regeln generell Abstand nehmen sollten. Es könnte aber zu einem weniger apodiktischen Umgang mit (der Drohung zu) weitergehenden Eingriffen in die Bewegungsfreiheit der Menschen und deren private Lebensführung im Familien- und Freundeskreis führen. Verschärfungen wären künftig (nur) dann zu verhängen, wenn nicht nur die Infektionszahlen steigen, sondern darüber hinaus die wöchentlich beobachteten SARI-Krankenhausfälle eine klinisch relevante Covid-SARI-Welle aufzeigen. Selbst dann bleibt uns, wie die Daten aus der Studie ebenfalls beweisen, genug Zeit für fokussiertes Handeln, um die beiden Ziele – möglichst wenig Todesfälle und kein Kollaps des Gesundheitssystems – abzusichern.

Deshalb bleibe ich dabei: Toleranz, Evidenz und Transparenz können einen Beitrag dazu leisten, uns etwas von der Angst vor Covid-20 zu nehmen, und uns gleichzeitig dabei helfen, unserer Verantwortung füreinander noch besser gerecht zu werden.

Ihr

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Infos zur Grippewelle 2017/2018

Diese Grippewelle ging politisch-medial geräuschlos …

… an der Bevölkerung vorbei.

Dabei handelte es ich um ein Infektionsgeschehen, welches mit dem der CoVid-X-Erkrankungen aktuell durchaus vergleichbar ist. Hauptursache war übrigens ein von der Krankenkasse nicht bezahlter, und deshalb fehlender Impfschutz im Grippeimpfstoff des Jahres 2017. Es handelte sich um das Yamagata-Virus, welches sich ungehindert verbreiten konnte:

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In der Nachschau sieht die Berichterstattung zur Grippewelle 2017/2018 so aus:

Die sehr informative Zusatz-Zeitschrift PTAheute zur Deutschen Apothekerzeitung schreibt am 4.10.2019:

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Pünktlich mit dem Start der neuen Grippesaison hat das Robert Koch-Institut (RKI) die letzte Grippesaison 2018/19 ausführlich ausgewertet. Wie viele Menschen erkrankten letztes Jahr an Grippe, mussten im Krankenhaus behandelt werden oder starben? Und woher weiß man, ob ein Mensch wirklich an Grippe verstorben ist oder nur eine Grippeinfektion hatte und die Todesursache aber eine andere war?

Die letzten beiden Grippewinter dürften PTA und Apothekern noch ziemlich gut im Gedächtnis sein. War 2017/18 das große Drama, dass der hauptsächlich zirkulierende Influenzavirus B Yamagata (69 Prozent aller Viren) nur durch eine Vierfachimpfung abgedeckt wurde, die zu diesem Zeitpunkt nicht standardmäßig von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet wurde, machte die letzte Influenzasaison 2018/19 vor allem von sich reden, weil der Grippeimpfstoff knapp war und schließlich ausging.

Wie die aktuelle Grippesaison sich gestaltet, lässt sich nicht voraussagen. Doch das RKI hat einen ausführlichen Blick auf die vergangene Grippesaison geworfen und seine Ergebnisse im Influenzasaisonbericht, dem sogenannten „BERICHT ZUR EPIDEMIOLOGIE DER INFLUENZA IN DEUTSCHLAND SAISON 2018/19“ veröffentlicht. Wie war die Grippe 2018/19, welche Grippeviren zirkulierten hauptsächlich und wie viele Menschen verstarben?

Welche Viren bestimmten das Grippegeschehen?

Insgesamt verlief die letzte Grippesaison 2018/19 verglichen mit dem Grippewinter 2017/18 relativ mild – sie war kürzer, weniger Menschen erkrankten, mussten ins Krankenhaus oder verstarben. In der letzten Grippesaison zirkulierten hauptsächlich Influenza-A-Viren. Sie machten von den insgesamt 182.000 in Laboren nachgewiesenen Grippeviren (labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle) mit 98,5 Prozent die absolute Mehrheit aus. Influenza-B-Viren waren nur spärlich im Umlauf. Ganz im Gegensatz zum Grippewinter 2017/18, der mit 334.000 laborbestätigten Influenzafällen deutlich heftiger verlief. Hier dominierten vor allem Influenza-B-Viren und Influenza-A-Viren kamen deutlich seltener vor.

Wie oft mussten Grippepatienten im Krankenhaus behandelt werden?

Das RKI hat auch Daten dazu ausgewertet, wie viele Patienten mit einer im Labor nachgewiesenen Grippeinfektion im Krankenhaus behandelt wurden. Dies war im letzten Grippewinter bei rund einem Viertel der Patienten (40.000) der Fall. Als häufigste Komplikation trat bei im Krankenhaus behandelten Influenzapatienten eine Lungenentzündung (Pneumonie) auf.

In der Saison 2017/18 waren rund 60.000 hospitalisierte Influenzafälle an das RKI übermittelt worden.

Insgesamt schätzt das Robert Koch-Institut für das letzte Jahr etwa 3,8 Millionen influenzabedingte Arztbesuche – für die extreme Grippesaison zuvor geht das RKI von rund neun Millionen Arztbesuchen aufgrund von Grippe aus. Auch stellten Ärzte im letzten Jahr deutlich seltener Arbeitsunfähigkeiten aufgrund von Grippe fest, nämlich 2,3 Millionen Mal. Im Jahr davor waren es mehr als doppelt so viele (5,3 Millionen).

Wen traf die Grippe?

Laut dem RKI erkrankten vor allem die 35- bis 59-Jährigen an Grippe, ein Drittel aller übermittelten Fälle betraf diese Gruppe (2017/18: 38 Prozent). Ein Viertel aller Fälle wurde in der Altersgruppe der über 59-Jährigen erfasst – was in der Vorjahressaison ähnlich war. Auch Säuglinge traf die Grippe relativ häufig und öfter als in der Vorsaison. 13 Prozent aller labordiagnostisch bestätigten Influenzafälle entfiel auf Null- bis Vierjährige (Vorjahr: 9 Prozent).

Wie viele Menschen starben an Grippe?

2018/19 wurden laut RKI 954 Todesfälle mit Influenza-Infektion übermittelt, was deutlich weniger sind als 2017/18 mit 1.674 Todesfällen. Allerdings bergen diese Zahlen auch ein gewisses Verzerrungspotenzial – zum Beispiel: Wie oft wird im ambulanten und stationären Bereich überhaupt ein Labornachweis für Influenza durchgeführt? Das könnte bedeuten, dass deutlich mehr Menschen mit einer Influenza-Infektion verstorben sind, als bekannt ist. Andererseits bedeutet „Todesfall mit Influenzainfektion“ nicht automatisch, dass Grippe auch die Todesursache war – vielleicht verstarb der Patient auch aufgrund einer schweren Herzschwäche, hatte aber zusätzlich eine Grippeinfektion.

Doch auch der andere Fall kommt laut RKI vor und Influenza wird häufig fälschlicherweise nicht als Todesursache auf dem Totenschein eingetragen: Auch wenn Grippe wesentlich zum Tod beigetragen hat, ist die Erfahrung des RKI, dass Todesfälle, die der Influenza zuzuschreiben sind, sich in anderen Todesursachen wie Diabetes mellitus, Lungenentzündung oder Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems verbergen.

Übersterblichkeit wird der Grippe zugeschrieben

Wie also kann man feststellen, wie viele Menschen an Grippe gestorben sind? Das RKI bedient sich hier eines Tricks – und schätzt die „normale“ Sterblichkeit in der Bevölkerung während der Grippewelle unter der Annahme, dass keine Grippeviren vorhanden sind. Dieser ermittelte Wert beschreibt die „Hintergrundmortalität“. Nun kann man im Zeitraum der Grippewelle einen Anstieg der Sterblichkeit in der Bevölkerung beobachten – diese Übersterblichkeit wird der Grippe zugeschrieben. Für die schwere Grippesaison 2017/18 hat das RKI mit 25.100 Todesfällen durch Influenza die höchste Sterblichkeit der letzten 30 Jahre ermittelt. Für die letztjährige Saison liegen nach Angaben des RKI die endgültigen Ergebnisse der Sterbefälle noch nicht vor.

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aerzteblatt.de berichtet am 22.2.2018 aus Frankfurt:

Grün-kursives Zitat & kompletten Bericht lesen: Hier klicken

Die ungewöhnlich hohe Zahl an Grippefällen bringt nach Angaben des Gesundheitsamtes die Frankfurter Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze. Zeitweise hätten alle internistischen Abteilungen in Frankfurt keine neuen Patienten mehr aufnehmen können, sagte der Mediziner Udo Götsch vom Gesundheitsamt. Die Aufnahmekapazitäten änderten sich zwar stündlich, die Krankenhäuser arbeiteten derzeit aber am Limit.

Die Zahl der Grippefälle sei ungewöhnlich hoch und bereite den Medizinern Sorgen, weil die Zahlen bisher stetig steigen, so Götsch. „Ob der Höhepunkt diese Woche erreicht wird, wissen wir noch nicht“, sagte er. In der vergangenen Woche verzeichnete das Gesundheitsamt 200 nachgewiesene Grippefälle in Frankfurt, in dieser Woche waren es bis heute bereits 294 Fälle. In der vergangenen Saison lag der Spitzenwert nach Angaben von Götsch bei 125 Meldungen in einer Woche.

[…]

! Es wird nur von der Grippe in Frankfurt/Main berichtet !

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Das ZDF bringt einen dpa-Bericht, den ich teilweise zitiere. Quelle des grün-kursiven Zitats: Hier klicken

[…] Mit einer harmlosen Erkältung lässt sich die Grippe nicht vergleichen, das belegen aktuelle Zahlen für die vorletzte Saison eindrucksvoll. Rund 25.100 Menschen kostete die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 das Leben, teilte das Robert Koch-Institut mit.

Das sei die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, hieß es. Es gebe auch saisonale Wellen mit wenigen Hundert Todesfällen. Ein Vergleichswert für die moderate Welle 2018/19 liegt noch nicht vor.

Aufforderung zum Impfen

„Diese Zahl sollte allen Impfskeptikern zu denken geben“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Er rief besonders Ältere, chronisch Kranke, Schwangere sowie Medizin- und Pflegepersonal auf, sich rechtzeitig gegen Grippe impfen zu lassen. Den genannten Gruppen empfiehlt auch die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Impfung. Als optimaler Zeitpunkt dafür gelten Oktober und November. Ihren Höhepunkt erreicht die Grippe-Welle üblicherweise nach dem Jahreswechsel.

Im Vergleich zur heftigen vorletzten Grippewelle stufen Fachleute die vergangene Saison als moderat ein, wie RKI-Expertin Silke Buda sagte. „Sie war nicht mild, denn es gab doch auch schwere Verlaufsfälle.“ Laut dem neuen Influenza-Bericht des RKI sorgte die Welle für 3,8 Millionen Arztbesuche – weniger als halb so viel wie 2017/18. 40.000 Menschen kamen ins Krankenhaus, Buda zufolge in vielen Fällen mit akutem Atemnotsyndrom oder Lungenentzündung. Insgesamt registrierte das Institut von Oktober bis Mitte Mai 182.000 labordiagnostisch bestätigte Grippe-Fälle. Betroffen waren alle Altersgruppen.

[…]

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PAZ: Die Inflation wird kommen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, …

Grün-kursives Zitat & kompletten Bericht lesen: Hier klicken

… sind die Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozent zurückgegangen. Das mag verblüffen, wo Experten doch davor warnen, dass die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken wie der Europäischen Zentralbank (EZB) die Inflation eigentlich in die Höhe treiben müsste.

Die Rechnung ist im Grunde ganz einfach: Wenn immer mehr Geld auf eine gleichbleibende Menge an kaufbaren Waren und Dienstleistungen trifft, müsste der Geldwert fallen, das Preisniveau also steigen – so das Prinzip. Und seit einem Jahrzehnt schon pumpt die EZB „überzähliges“ Geld in Massen in den Markt, um bankrotte Staaten, Banken und Firmen nach der Finanzkrise von 2008 am Leben zu halten. Die gigantischen Corona-Fonds haben diesen Trend zur Geldvermehrung noch einmal dramatisch verschärft.

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Abbildungen & Mehr zum Artikel vom 1.12.2020 …

… der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ 47. Woche 

… auf der Achse des Guten

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Unter MEHR ganz unten finden Sie:

  • Peter Altmaier – 2021 Einschränkungen weiter wahrscheinlich
  • Leute wehrt Euch!
  • Corona-Fakten

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Das Elektro-Auto – Eine Illusion?

 Björn Lomborg meint: Ja, das ist so!

In einem aktuellen WELTplus-Artikel begründet er diese Ansicht.

Weil der Artikel außerordentlich wichtig für die Klimadebatte ist, zitieren wir den Text. Verweise und Kommentare lesen Sie, wenn Sie WELTplus testen/abonnieren.

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