Programmieren lernen – Teil 4

Heute kommt ein Pädagoge zu Wort:

Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält den Einsatz von Tablets schon an Grundschulen nicht unbedingt für nötig. Zunächst müssten die Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben beherrscht werden, sagte er im Dlf. An den weiterführenden Schulen brauche es dann hoch qualifizierte Lehrkräfte für den digitalen Unterricht.

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Damit endet unsere kleine Reihe zur Digitalisierung in der Schule.

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Alle Teile können Sie hier noch mal aufrufen: Hier klicken

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Eines der wirklichen Problem in Schulen: Hier klicken

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Volksverdummung #3: Anzahl der Muslime …

… in Deutschland.

Bereits im Januar 2017 (s. u.) habe ich detailliert nachgewiesen, dass die offiziell mit sogenannten „Studien“ kommunizierte Anzahl der Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland gefakt ist.

Da spricht unser aller Bundeskanzlerin in ihrer aktuellen Regierungserklärung wieder von 4,5 bis 4,7 Millionen Moslems, die in Deutschland leben sollen.

Nun ist ja gefühlt jedes dritte Wort, welches  aus Regierungskreisen zum Bürger schallt, DIGITALISIERUNG.

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Unsere Großkopferten merken offensichtlich nicht, dass sie ganz leicht genau wegen der Digitalisierung der Falschaussagen/des Lügens überführt werden können.

Wenn man sich einfach mal die Statistik aus 2009, was dank Digitalisierung problemlos möglich ist, anschaut, sieht der geneigte Betrachter, dass also vor 9 Jahren etwa 4.250.000 Millionen Moslems in Deutschland gelebt haben. Nun haben diese viele, viele Kinder bekommen und es sind ja noch in den 9 Jahren etliche Moslems dazugekommen. Also kann die von unser aller Bundeskanzlerin genannte Zahl nicht stimmen.

Was die Frau selbstverständlich weiß. Doch sie denkt, dass jeden Morgen 3 Dumme aufstehen. Also erzähle ich mal ´ne Geschichte. Beruhige ich das Volk.

Falsch gedacht!

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Lesen Sie die Analyse zur wirklichen Anzahl Muslime in Deutschland aus 2017: Hier klicken.

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Programmieren lernen – Teil 3

Heute hat der Wissenschaftler Manfred Spitzer das Wort.

Leider kann er sein Engagement für die Sache – seine Sache sind vor allem Kinder und Jugendliche – nicht immer so kommunizieren, dass seinem Gegenüber klar wird, was er meint. Er ist oft übermotiviert.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Sicht auf die Seele gerade je nötiger, desto jünger ein Kind ist.

Armbrüster: Herr Spitzer, Programmieren lernen am besten schon in der Grundschule, ist das eine gute Idee?

Spitzer: Das ist überhaupt keine gute Idee. Das ist so wie „wir brauchen gute Mathematiker, also machen wir in der Grundschule jetzt schon Integrieren und Differenzieren.“ Das kann nicht funktionieren, weil man zum Programmieren bestimmte logische Prozesse verstanden haben muss, bestimmtes mathematisches Grundwissen haben muss, und das ist frühestens irgendwann in der Mittelstufe da. In der Oberstufe kann man Programmieren lernen, man kann vielleicht auch schon früher Programmieren lernen, in der Grundschule nicht. Da kann man irgendwelchen Quatsch auf Computern machen und niemand lernt dabei, sondern es wird nur eine Zeit vertan, und das sollte man definitiv nicht tun.

[…]

… Keiner hockt an seinem Smartphone und programmiert. Es ist schlichtweg so, dass Kinder, egal was es ist, viel schneller lernen als Erwachsene. Da ist natürlich der Umgang mit einem Smartphone, welche Knöpfe ich drücke und wo ich nach wo wischen muss und so weiter, das lernt ein Kind natürlich viel leichter. Ein Kind lernt ja auch leichter sprechen und es lernt ganz schnell laufen, viel leichter als das Erwachsene lernen. Das ist lange bekannt und das ist nichts Besonderes und das hat auch mit Computern nichts zu tun.

Und noch was: Es hat nicht mal damit was zu tun, wie gut sich ein Kind entwickelt. Denn ein Kind braucht bestimmte Dinge, ich sage mal, als Input. Es muss die Dinge anfassen, es muss mit den Dingen umgehen lernen. Und wenn heute die Kinder an die Schule kommen und können keinen Griffel mehr halten, weil sie sich nur noch mit Wischen über eine Glasoberfläche beschäftigt haben und ihre Hand damit weder motorisch, noch sensorisch in irgendeiner Weise vernünftig trainiert haben, dann haben die einen Nachteil, und zwar einen großen Nachteil. Wir ziehen uns eine Generation von Behinderten heran, ich sage es mal drastisch. Je mehr Fingerspiele sie im Kindergarten machen, desto besser sind sie mit 20 in Mathematik, weil die Zahlen über die Finger und deren komplexen Gebrauch ins Hirn kommen. Wenn sie nur wischen als Kindergartenkind, endet ihre Karriere als Putzfachkraft. Das sollte man einfach nicht machen.

Der vorletzte Satz ist so einer, der der Sache Spitzers mehr schadet, als nutzt.

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Mehr zur Digitalisierungskritik von Manfred Spitzer  : Hier klicken

Und: Hier klicken

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Teil 4 erscheint am 7. April um 11:00 Uhr

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Programmieren lernen – Teil 2

Heute kommt die Politikerin Nikola Beer, FDP, zu Wort.

Aus didaktischen Gründen ziehe ich dieses Interview vor. Vor das Interview mit Manfred Spitzer, der in Teil 3 zu Wort kommt.

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Heinemann: Wenn ich Sie richtig verstehe, sollten Kinder vom Grundschulalter an lernen, wie die Welt des Internets und auch die Zugangsgeräte funktionieren?

Beer: Ja, natürlich! Wir haben wunderbare pädagogische Möglichkeiten, mit kleinen Tech-Robotern schon erste einfachste Programme zu machen, dass ich weiß, wie die Zusammenhänge in dieser logischen Welt sind, weil letztendlich sind das logische Entscheidungen, die ich hier dann an so einem kleinen Lego-5Roboter sehe, den ich auch noch selbst zusammenbaue, der sich dann so bewegt, wie ich ihm das einprogrammiert habe, dass ich das schon mal begreifen kann, und zwar begreifen im wahrsten Sinne des Wortes. Das funktioniert nicht auf dem Smartphone. Das funktioniert vielleicht nachher im Messen mit dem Tablet. Aber vor allem, dass ich sehe, das was ich hier in eine logische mathematische Reihenfolge bringe, das bewegt nachher eine kleine Figur, einen kleinen Greifarm, ein Sensor arbeitet zusammen, kann Farben oder Abstände erkennen, mit einem Körper, den ich selber gestaltet habe, also etwas, was gerade Motorik, logisches Denken und Kreativität miteinander verbindet. Unsere Lehrkräfte, die sind gut genug, um den Kindern diese Welt plastisch und verständlich zu machen.

Klingt ja ganz gut, ist aber entwicklungspsychologisch gesehen höchst naiv

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Die Einschätzung der ZEIT: Hier klicken

Ob Frau Beer schon mal so eine  eine kleine Figur, einen kleinen Greifarm, ein Sensor arbeitet zusammen, kann Farben oder Abstände erkennen, mit einem Körper [zusammengebaut hat] …?

Ich befürchte nicht. Kurz: Nichts wissen, aber alles erklären können. Typisch Politiker, oder?

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Teil 3 erscheint am Ostersonntag 11:00 Uhr

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Programmieren lernen – Teil 1

Der Begriff ´Digitalisierung` ist in aller Munde.

Dabei wird allerdings völlig vergessen, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist. Nur mit entsprechenden – wömglich sinnvollen – Inhalten wird ein Schuh draus. Hinzu kommt, dass Digitalisierung durchaus nicht in jedem Lebensabschnitt und in jedwedem Lebensbereich vernünftig ist.

Mit der kleinen Reihe „Programmieren lernen“ möchte ich diverse Standpunkte beleuchten. Zunächst zu unseren Kindern, zum Bereich Kindergarten und Schule. Leider herrscht hier ein recht großes Durcheinander. Was für 10 – jährige Schüler vielleicht bereits sinnvoll ist, ist für 6-jährige unsinnig. Dazu der erste Bericht.

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Röckner betont: „Mathematik und die damit trainierten Fähigkeiten und Denkweisen sind zentral für die Herausforderungen der Digitalisierung. Das muss im Vordergrund stehen, wenn langfristiger Erfolg, tiefe Innovationsfähigkeit und fundierte Technologieführerschaft das Ziel sind.“

Seit Jahren sinkt deutschlandweit der Anteil des Mathematikunterrichts in den Schulen. In den mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen, so Röckner, beklagen die Dozenten schon heute einen Kompetenzmangel bei den Studienanfängern, der es „schwierig bis unmöglich macht, das Studienniveau in diesen für unseren Wohlstand essenziellen Studiengängen aufrechtzuerhalten“.

Sinnvoll geplanter Programmierunterricht in angemessenem Ausmaß mit grundlegenden statt kurzfristigen Inhalten und an der richtigen Stelle des schulischen Werdegangs könne eine sinnvolle Ergänzung sein. „Es ist hingegen infrage zu stellen, was Programmierunterricht bewirken kann, wenn er gegeben wird, bevor die Kinder zum Beispiel den Umgang mit Variablen gelernt haben“, warnt Röckner.

Programmieren in Kindergarten und Grundschule fällt also weg. Kinder sollen die Grundfertigkeiten lernen, die zum Leben in unserer Kultur (über-) lebensnotwendig sind.

Lesen, Schreiben, Rechnen und haptische Fertigkeiten.

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Teil 2 erscheint am Sonntag, den 25.3.2018, 11:00 Uhr

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