Guten Morgen, liebe Leser!

76 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation …

… Deutschlands bewegt sich das Land wieder mit ungeheurer Dynamik in einen autoritären Staat, der z. B. ungeimpft gesunde Menschen diskriminiert.

Wenn nicht umgehend der Status quo ante Corona = Menschen ohne respiratorische Symptome sind respiratorisch gesunde Menschen wiederhergestellt wird, wird die Gesellschaft zerbrechen!

Ich nenne das Hygienefaschismus!

Das MEDIAGNOSE-Corona-Statement

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Umwelt

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Der Firnis der Zivilisation ist dünn!

2 Gedanken zu „Guten Morgen, liebe Leser!“

  1. IST UNSERE WESTLICHE KULTUR AM UNTERGEHEN ?

    Vielen scheint es so. Wenn man sich ansieht, wie klare biologische Gegebenheiten und kulturelle Universalien bei uns in Zweifel gezogen werden und eine „brave new world“ der absoluten fiktiven Selbstbestimmung etwa im geschlechtlichen Bereich postuliert wird, scheint es schwer, das zu bezweifeln (siehe dazu den Aufsatz von P. Schwarz in ‚Tichys Einblick‘, „Die radikalen Pläne der Ampel-Sondierer zum Transsexuellenrecht“).
    Ob jemand ein Mann oder eine Frau – oder irgendetwas dazwischen – ist, ist nach Überzeugung unserer linken Irren nicht mehr eine Frage, wie es in der Hose oder im Rock aussieht, sondern nur noch eine Frage, wie es in der – möglicherweise verwirrten – Vorstellungswelt des oft jugendlichen Einzelnen aussieht.
    Insofern mag es verzeihlich erscheinen, dass dieses Thema Linke so zu faszinieren scheint – denn verwirrte Vorstellungswelten sind bei ihnen ja der Normalfall.

    Erst vor ein paar Tagen (s. ‚Welt‘ vom 8.10., „Grüne: Mann definiert sich als Frau und bekommt Quotenplatz“) machte sich ein Scherzkeks den grünlinken Irrsinn zunutze und deklarierte sich selbst mal eben kurz zur Frau um, um sich auf einen für Frauen vorgesehenen Posten wählen lassen zu können.
    UND DER KERL – PARDON: DIE DAME – WAR ERFOLGREICH !
    Er bekam sein Pöstchen. Nun entpuppte sich das schnell als eine Art Satire. ABER WAS WÄRE, wenn Leute darauf bestünden, solche Aktionen ernst zu meinen?

    Im Jahr 1979, als die britische Königin Saudi-Arabien besuchte, wo Frauen in der Öffentlichkeit alles mögliche verboten ist, wurde sie aus protokollarischen Gründen mal eben so zum „Mann ehrenhalber“ erklärt – und schon waren alle Probleme gelöst.
    Solche Skurrilitäten kommen eigentlich nur in Kulturen vor, die wir eher als vor-aufklärerisch ansehen. Aber beruht unsere Kultur – in ihrem gegenwärtigen Zustand – denn noch auf der Aufklärung? ICH MEINE, NEIN.

    Nicht, dass dies überhaupt keine Vorteile hätte. Jemand mit den üblichen männlichen Attributen, der sich aber seelisch als Frau sieht oder zu sehen vorgibt, käme so bequem in jede weibliche Umkleide. Ich warte darauf, dass sich solche Fälle häufen – es gäbe ja für viele „Männer“ angenehme Einblicke zu geniessen.
    Und es ist ja ausbaufähig. Wenn uns die Angriffe der Linksirren wegen angeblichem strukturellen Rassismus zu sehr auf den Wecker gehen, warum deklarieren wir uns nicht als eigentlich Schwarze, die nur zufällig in der „falschen Haut“ geboren wurden?
    UND FLUGS WÄREN WIR UNKRISIERBAR.

    Denn die ganz normalen begrifflichen Kategorien werden ja von den Linken jetzt aufgelöst.
    Aber wie verhält es sich denn mit anderen Kategorien? Die Linken wissen zwar nicht mehr genau, was ein Mann oder eine Frau ist – aber einen „Nazi“ und einen „Nicht-Nazi“ können sie angeblich ganz genau unterscheiden; da gibt es keine Zweifel und keine Schattierungen, wie beim Geschlecht. Und natürlich keine begriffliche Selbstbestimmung. Wäre ja auch noch schöner, wo doch den Linken die natürliche Deutungshoheit über alles und jedes im Reich der Begriffe zukommt. Ein Nazi ist, wer von einem Linken so bezeichnet wird. Basta!

    Und was wäre, wenn wir linke Selbstermächtigung bei der freien lustigen Geschlechterauswahl etwas erweitern würden auf noch weiter individualisierte Identitäten? Wenn ich wahlweise eine Frau oder ein Mann sein kann, wie kann dann jemand bestreiten, dass ich der Papst oder Napoleon bin, oder noch besser, beides in Personalunion? Auf die Knie mit den Gläubigen, sie haben mir gefälligst den Ring zu küssen…! „Allons enfants de l’idiotie, le jour de croire est arrivé…“

    Sehen wir ein Absterben – oder sollte man es besser Selbstmord nennen? – unserer westlichen Kultur? Oswald Spengler („Der Untergang des Abendlandes“) ist heute „out“; Kulturpessimismus wird misstrauisch beäugt, gar in die Nähe der politischen „Rechten“ gerückt – igitt!
    Optimismus für die „brave new world“ ist eben erste Bürgerpflicht! Nicht an die historische Überlegenheit des Kommunismus zu glauben ist bürgerlicher Defätismus… Aber nein, streichen wir das (wie komme ich nur darauf?), das stammt ja aus einer seit 1989 längst vergangenen Zeit.
    Also: Es lebe der Fortschritt – wer ein Pimmelchen hat und trotzdem glaubt, eine Frau zu sein, der ist nicht etwa gaga und reif für die Klapsmühle; nein, der ist wirklich eine Frau. Nieder mit den banalen biologischen (und anderen) Tatsachen! Denn Tatsachen könnten ja diskriminierend sein.

    Wieso merken viele, um nicht zu sagen, die meisten von uns, nicht, wie unsere Kultur abstirbt und in Aberglaube und Obskurantismus versinkt?
    Nun, auch bei den alten Römern merkten die meisten um das 4. oder 5. Jahrhundert herum nicht, dass etwas faul war, gar, dass das Ende des Römischen Reiches nahte. Einer der Gründe, warum sie blinden Auges in ihren Untergang rannten, war der schleichende Charakter des Niedergangs. Der Wehrwille war längst unter römischen Bürgern erloschen, man delegierte die unbequemen Pflichten des Soldatentums auf germanische Söldner und andere. An die alten römischen Tugenden glaubten offenbar nur noch wenige. Das Christentum hatte eine vollkommen neue Weltsicht eingeführt. Das Reich hatte sich überdehnt, hatte geteilt werden müssen, um überhaupt noch regierbar zu sein, skurrile Sekten feierten in der Schickeria eine bunte Blütezeit. Vielleicht übersah man die Gründe des Niedergangs gerade weil es so viele davon gab – man sah den Wald vor lauter Bäumen nicht?

    Nur einige wenige altrömische Intellektuelle merkten, was die Uhr geschlagen hatte. Der heilige Germanus von Auxerre betrachtete die Einwanderung von germanischen und alanischen Zuwanderern als problemlos – sie seien ins Alltagsleben integriert. Sidonius Apollinaris hingegen sprach für Gallien dagegen als eine unter der Invasion von Barbaren sterbenden römischen Kultur.
    Die einzige Möglichkeit, dem zu entgehen, sei die Flucht ins Kloster, wo man die römische Kultur noch aufrechterhalten könne. Ambrosius von Mailand beklagte die „dunklen Zeiten“ und den Niedergang des Imperiums, in denen er lebte.
    Der Historiker Ammianus Marcellinus hingegen war zuversichtlich, dass das römische Reich wiedererstehen würde, da es bislang jede Krise gemeistert hatte.

    Zwar wahrte der erste germanische Herrscher von Rom, Odoaker, formal die Kontinuität Roms, indem er sich selbst als Statthalter Ost-Roms in Italien deklarierte. Aber das war nicht viel mehr als eine hohle Geste, um sich etwas zusätzliche Legitimität zu verschaffen. Moderne Historiker gehen heute in weiten Teilen davon aus, dass das römische Reich nicht mit Romulus Augustulus unterging, sondern unter den Germanenherrschern nur eine Transformation durchlebte.

    Kaum etwas könnte realitätsleugnender und abstruser sein. Die Fakten zeigen fast überall ganz klar, dass die römische Kultur abstarb, dort etwas langsamer, dort (wie in England nach dem Abzug der römischen Legionen) etwas schneller. Die römische Baukunst, das handwerkliche Können der Römer, das Wissen, die Produktion und die Erhaltung von Schriften liess rapide nach. Die luxuriösen Villen, die prachtvollen Bäder und die Städte, die wundervollen römischen Bauten verfielen (im wesentlichen entgingen nur einige, die man als Kirchen oder anderswie nutzte, diesem Schicksal).
    Da nach dem Fall Nordafrikas an die Vandalen die Kornlieferungen von dort aufhörten, begannen viele Römer zu hungern. Daraufhin entvölkerten sich die Städte. Die ganze soziale Ordnung kam unter „Stress“. Es war ein klarer allgemeiner Niedergang zu konstatieren.

    Dass es unter Historikern Autoren gibt, die diese mehr als offensichtlichen Fakten verdrehen oder herunterspielen, zeigt den erbärmlichen Zustand unserer Geisteswissenschaften. Angesichts des Verfalls der römischen Kultur radikal beschönigend nur von einer „radikalen materielle Vereinfachung“ zu sprechen, wie das z.B. Christopher Wickham tut, der muss sich fragen lassen, ob er noch ganz bei Sinnen ist. Bryan Ward-Perkins hat demgegenüber anhand von zahlreichen Beispielen dargelegt, wie Rom UNTERGING, und nicht in etwas anderes TRANSFORMIERT wurde.

    Was hat das mit uns Heutigen zu tun? Eine ganze Menge. Auch wir bemerken nicht, dass unsere Kultur untergeht. Nein, ich postuliere hier nicht, dass dies PRIMÄR an irgendwelchen „Barbaren“ liegt, die zu uns einwandern – das ist nur ein zusätzlicher Nagel im Sarg unserer Kultur. An vorderster Stelle liegt es daran, dass unsere Eliten unserer Kultur überdrüssig geworden sind. Es ist offenbar ein Beispiel von „cultural fatigue“, wie es der Anthropologe Alfred Kroeber am Beispiel der alten hawaiianischen Gesellschaft beschrieben hat.

    DIE MODERNE ELITE HAT IHRE – UNSERE – KULTURELLEN WURZELN EINFACH SATT.
    Alles wird reduziert auf Kolonialismus, Rassismus, Sklaverei, Diskriminierung, Faschismus, Ausbeutung und Eroberung anderer Völker. Wobei man störende Details und den Vergleich mit anderen Völkern einfach wegblendet.

    Wie ist das zu erklären? Nun, vielleicht anhand von vier Paradoxa.

    1. Das Toleranz-Paradoxon: Grenzenlose Toleranz führt notwendig zum Ende der Toleranz, da die Intoleranten, die man toleriert hat, obsiegen (wieder mal Karl Popper lesen!).
    2. Humanitäts-Paradoxon: Grenzenlose Humanität führt zur Inhumanität, da sich Humanität der ganzen Menschheit gegenüber „verwässert“ und den Einzelnen und den, der für die Humanität bezahlen muss, aus den Augen verliert.
    3. Moral-Paradoxon: Grenzenlose Moralität führt zum Pseudo-Moralismus, der durch Fanatismus und Inquisition gekennzeichnet ist.
    4. Das Paradoxon der Aufklärung: Die Aufklärung benötigt als Handwerkszeug den Skeptizismus, mit dem man im Prinzip alles in Frage stellen kann, um der Wahrheit näherzukommen. Aber grenzen- und massloser Skeptizismus führt zu Wurzellosigkeit und zum Verlust traditioneller Werte, damit zur Anomie.

    Die Auswirkungen dieser Paradoxa sehen wir heute bei uns überall. Wir sehen grenzenlose Toleranz einigen Phänomenen und Gruppen gegenüber, bei gleichzeitiger Inquisitionsmentalität anderen gegenüber. Wir sehen absolute Skepsis bis zur totalen Verdammung der Tradition gegenüber, aber fanatisches Propagieren einer „neuen, bunten“ Gesellschaft. Wir sehen uferlose Empathie der ganzen Welt gegenüber, aber völlige Vernachlässigung, wenn nicht Verachtung, dem Nächsten im eigenen Umfeld gegenüber.

    UNSERE GESELLSCHAFT IST AUS DEN FUGEN GERATEN, WEIL WIR UNSERE WURZELN GEKAPPT HABEN UND IN ABSOLUTER SELBSTÜBERSCHÄTZUNG GLAUBEN, WIR KÖNNTEN JEDWEDE BEGRIFFE, sogar biologische, UMDEFINIEREN WIE WIR WOLLEN, UND WIR KÖNNTEN EINE VOLLKOMMEN NEUE WELT SCHAFFEN.

    Aber an der Schaffung einer neuen Welt und gar eines „neuen Menschen“ sind schon die Kommunisten gescheitert. Die linken ‚Woke‘-Idioten nehmen jetzt eine Neu-Auflage dieses Versuchs in Angriff. Und wir anderen werden ihre ungeniessbare Suppe, die zum Ende unserer Kultur führen wird, auslöffeln müssen.

    1. Gerade erst gefunden: Klaus-Rüdiger Mais Artikel in ‚Tichys Einblick‘ vom 11. Oktober, „Cancel Culture“. Passt zum oben Geschriebenen.

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